Die Schlafkur – Das Detoxprogramm für mehr Energie und Lebensfreude

Die Schlafkur – Das Detoxprogramm für mehr Energie und Lebensfreude

Die Schlafkur – das Detoxprogramm für mehr Energie und Lebensfreude

Ist noch jemand da draußen der Ansicht, er könnte etwas mehr Schlaf vertragen? Bei mir hält sich dieses akute Gefühl von leichtem bis mittelschwerem Schlafmangel schon seit der Schulzeit und es zieht sich bis heute hin. In mir ist immer wieder mal eine Sehnsucht nach weichen Decken und schönen Kissen und diesem Gefühl, wenn man ausgeschlafen aufwacht. Ich meine, ich komme schon aus dem Bett – nicht, dass wir uns missverstehen, aber es fühlt ich nicht so an, als wäre ich wirklich ausgeschlafen. Also dachte ich, in diesem schönen Detox März, sollte ich mich mal ein wenig um das Thema Schlaf kümmern. Vielleicht eine Schlafkur machen? Es mal so richtig ernst angehen mit dem Schlaf, um dann absolut entspannt und fröhlich durch meine Tage zu hüpfen? Ist nämlich so – und das ist sogar wissenschaftlich erwiesen.

Warum wir dringend mehr Schlaf brauchen

Kinders, die meisten von uns schlafen viel zu wenig! Ich stehe früh auf, damit ich mein wunderbares Morgenprogramm auch schaffen kann und abends mag ich einfach nicht früh ins Bett gehen. Der Tag scheint immer noch etwas Schönes für mich parat zu halten, sei es was Spannendes auf meinem Handy (vor dem Handy-Detox versteht sich), ein schönes Buch, eine gute Unterhaltung – es gibt so viele tolle Möglichkeiten den Tag zu verlängern und ich finde immer eine davon. Studien gemäß übrigens die meisten von uns. So zitiert die wunderbare Ariane Huffington in ihrem Buch (s.u.) den Münchner Professor Till Roenneberg, der von „sozialem Jetlag“ spricht. Was er meint, ist die Diskrepanz zwischen den körperlichen Bedürfnissen unserer inneren Uhr und den gesellschaftlichen Zwängen (sozusagen die „gesellschaftliche Uhr“).  Wenn ich nachmittags im Büro das tiefe Gähnen mit ein paar kühnen Hüpfern durch den Gang und einem grünen Tee bekämpfe, bekomme ich eine Ahnung davon, was er meint.

Das merkwürdige Verhältnis zum Schlaf

Wir leben in einer Gesellschaft voller Erfolgskriterien, die nicht gerade zum entspannten Nickerchen einladen. Unsere Leistung und unseren Erfolg messen wir weniger an der Einzigartigkeit unserer Gedanken oder der Freude, die wir fühlen, sondern vielmehr an der Anzahl von Stunden am Schreibtisch oder in Meetings und an der Fülle auf unseren To Do Zetteln. Wir rennen viel zu sehr durch unser Leben. Bei mir hat das dazu geführt, dass ich eine ganze Zeit lang stolz darauf war, mit nur fünf Stunden Schlaf auskommen zu können. Es scheint auch so. Ich bleibe wach, ich kann gut aufstehen – wenig Schlaf ist auch eine Frage der Gewöhnung. Aber es ist nicht gut, denn Schlaf ist keine vergeudete Zeit. Schlaf ist viel mehr und es wird Zeit dieses Verhältnis gerade zu rücken.

Wieso Schlaf so wichtig für uns ist

Im Schlaf passiert eine Menge in unserem Körper, habe ich hier ja schonmal beschrieben. Studien belegen zudem, dass unser Schlafrhythmus unser Gehirn tatsächlich beeinflusst. Mehr Schlaf führt zu mehr grauen Hirnzellen (sagt Fr. Huffington im Einvernehmen mit der Harvard Medical School) und die wiederum stehen im Verdacht, unsere psychische Gesundheit zu verbessern. Außerdem säubert unser Gehirn sich im Schlaf von lästigen Abfallprodukten, die in Verdacht stehen Alzheimer zu begünstigen. Mehr Schlaf macht uns außerdem, so weitere Studien, kreativer, entscheidungsfreudiger, erfinderischer, besser gelaunt, intelligenter, leistungsfähiger und und und. Es ist ähnlich faszinierend, wie mit den Vorteilen von 10 – 20 Minuten täglicher Meditation – die „Beweislage“, wie sehr es uns helfen kann, ist schier erdrückend.

Der Rahmen einer Schlafkur

Nun aber zu dem, was ich tun will.  Ich will mehr schlafen! Wenn ich allerdings auf die empfohlenen 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht kommen will, müsste ich künftig gegen zwischen 21:15 und 22:15 einschlafen – hm. Scheint mir nicht so realistisch. Allerdings gibt es Hoffnung, denn fehlender nächtlicher Schlaf kann durch kleine Nickerchen kompensiert werden. Ich zitiere noch mal Frau Huffington, die wiederum in ihrem Buch den Schlaf-Autor David Radall zitiert, mit: „… dass schon ein kurzes Schläfchen „unser Gehirn dazu anregt, besser zu funktionieren, bessere Ideen hervorzubringen, schneller Lösungen zu finden, Muster schneller zu erkennen und sich genauer an Informationen zu erinnern.““ (s.S. 85) – Gepriesen sei also das kleine Mittagsschläfchen.

Die Schlafkur in der Praxis

Und so wird es laufen ihr Lieben – und ich freu mich über jeden, der dabei ist:

Gehe früher zu Bett!

Ich werde künftig meine eigenen Ratschläge für guten Schlaf berücksichtigen und möglichst vor 22 Uhr zu Bett gehen. Abende mit Einladungen mal ausgenommen. Sich einkuscheln, in ein Buch schauen und dann mit guten Gedanken einschlafen, scheint mir ein ziemlich guter Plan.

Ruhe zwischendurch!

An langen Bürotagen nicht möglich, aber an allen anderen Tagen: Kleine Zwischenpausen statt hektischer Betriebsamkeit. Das wird die größte Herausforderung für mich. Ich will mich ab und zu hinlegen und etwas dösen. Vielleicht werde ich mal eine Meditationsapp nutzen und mich in die Entspannung quatschen lassen – mal schauen, was gut wirkt. Aber die körperlichen und seelischen Folgen scheinen immens zu sein und daher sind künftig die Nickerchen hier bei mir ziemlich heilig.

Mach eine Gewohnheit draus!

Ca. 100 Tage brauchen wir, bis eine neue Routine etabliert ist. Ich starte morgen und werde daher versuchen mein Schlafprogramm bis Ende Mai als neue Gewohnheit fest in meinen Alltag zu setzen. Mal schauen, wie es wird. Ich will auf jedem Fall meinen Körper Zeit geben, den neuen Biorhythmus zu erleben und die Folgen eine ganze Zeit beobachten.

Zeit, sich Gutes zu tun?

Neben dem Handy-Detox ist das also Part 2 in meinem Detox-März. Wie im Facebook-Live Video schon angekündigt, will ich mich in diesem März noch um Fitness, Wassertrinken, Prioritäten leben, mehr meditieren und einiges mehr kümmern – mal schauen, wie all das klappt. Ich halt euch auf dem Laufenden und bin sehr gespannt: Noch jemand Lust mehr zu schlafen? Eine Stunde mehr Schlaf soll übrigens die Zufriedenheit mehr erhöhen als eine Gehaltserhöhung von 60.000 USD pro Jahr…..hm…

Ich sag daher Gute Nacht und grüß euch lieb,

Silja

PS:

Hier das Buch von Frau Huffington mit vielen tollen Gedanken und Inspirationen:

Wie immer gilt: Gerne beim Lieblingsbuchhändler ordern oder über den Link bestellen – dann profitiere ich ein wenig. Lieben Dank!

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Sandra 7 Monaten vor

    Liebe Silja,
    das Thema Schlaf beschäftigt mich quasi täglich. 2015 bin ich immer gegen 22/22:30Uhr ins Bett und 4:30Uhr aufgestanden, habe dann meine Morgenroutine praktiziert und mir ging es blendend, voller Energie und guter Laune (2015 war sowieso ein Sufi Jahr für mich). Jetzt gehe ich auch gegen 22Uhr schlafen, komme aber für nicht mehr so beschwingt aus dem Bett, ich ärgere mich immer über mich selbst und meinen Schweinehund, wenn er wieder vom Siegertreppchen grinsend mir zuwinkt. Grrrrr, wie kann er mich nur ständig überlisten. Somit bleibt kaum Zeit für meine Morgenroutine und der Tag beginnt auch nicht so quirlig wie ich es gerne hätte. Aber ich bleibe dran und versuche es täglich neu. Wenn es einen Tag geklappt hat, dann sind die darauffolgenden wieder easy. Ich wünsche Dir einen tollen Tag.
    Liebe Grüße
    Sandra

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Sandra,
      oh das tut mir sehr leid! So blöd, wenn man weiß, dass es mal funktioniert hat. Aber vielleicht hat sich einfach dein Biorhythmus verändert oder das Leben verlangt dir mehr /etwas anderes ab, so dass du mehr Erholung brauchst? Ich hoffe, du findest einen guten Weg und schick dir liebe Grüße – so schön, dich hier zu sehen.

      Bis bald,
      Silja

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