Raus aus der Komfortzone und rein ins Paradies

Raus aus der Komfortzone und rein ins Paradies

Warum du manchmal aus der Komfortzone musst, um ins Paradies zu kommen…

Kinders, ich war in Urlaub und das war wunderschön, aber auch ein ganz schöner Schritt raus aus meiner Komfortzone. Was daran liegt, dass ich normalerweise woanders hin reise, mit anderen Menschen unterwegs bin und auch der gesamte Urlaub unter einem anderen Stern steht. Und doch hat all das Neue und das Entdecken in den letzten Tagen dazu geführt, dass ich ganz schön selig wieder gekommen bin. Das Paradies schwingt immer noch nach und dabei war ich nur kurz verreist. Mein Fazit ist daher: Mal raus aus all dem Gewohnten ist ganz schön gut für ein beschwingt-übermütiges Nachurlaubs-Freudengefühl. Ein „raus aus der Komfortzone“ ist eigentlich sogar immer gut und ich hab mal wieder entdeckt, wie sehr ich es mir (wider besseren Wissens) in meinen eigenen Begrenzungen gemütlich mache.

 

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Die Komfortzone gibt Sicherheit

Fast wie auf einer bequemen Couch kuscheln wir uns ein und machen es uns in unserem routinierten Trott bequem – und zwar bei fast allem, was wir tun. Unser Hirn hat halt die Angewohnheit, uns immer wieder in schon bekannte Gebiete zu locken. Es meidet alles, was aufregen könnte. Das ist vom Grundgedanken her auch gar nicht schlecht, denn so weiß man schon vorher, was man wohl bekommen wird. Das Ergebnis wird kalkulierbar. Im Punkt Urlaub bedeuten meine Routinen, dass ich, sobald ich im bekannten Urlaubsort ankomme, direkt herrlich entspannen kann. Allerdings bedeuten die Urlaubsroutinen auch, dass ich vor Ort bereits alles schon kenne – echtes entdecken und Abenteuer erleben sind dann nur schwer möglich.

 

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Wie du die Grenzen deiner Komfortzone erkennen kannst

Mir war gar nicht klar, wie stark meine Komfortzone meine Urlaubspläne bestimmt, bis ich sie verlassen musste. Auslöser war die wunderbare Aussicht meine erste Pressereise unternehmen zu dürfen, um die Feel Good Week eines Hotels erkunden zu können. Aaaaaaah – das waren ganz schön viele Dinge außerhalb meiner Komfortzone. Ein flaues Gefühl machte sich da breit, wo eigentlich pure Freude sein sollte. Türkei? Pressereise? Allein in ein Hotel? Für alle unerschrockenen Reisefiebrigen da draußen: Für mich war das eine große Sache und ich war ziemlich aufgeregt.

 

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Als ich jedoch realisiert habe, dass ich das Gefühl in mir aus früheren Situationen kenne, wusste ich: Ich bin einfach ein wenig außerhalb meiner Komfortzone. Ein untrügliches Gefühl ist das, wenn du plötzlich in dir ein Kribbeln und eine Unruhe fühlst, die du schon von Momenten wie Prüfungen, Arbeitsplatzwechseln oder neuen Lebensabschnitten her kennst. Es heißt nichts anderes als: Da ist was in Bewegung, was in Bewegung sein darf.

 

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Sag Hallo zu deinen Klischees, hier: Urlaub in der Türkei

Meine eigenen Begrenzungen und Klischees zu erkennen, war mein erster Schritt raus aus der Kuschel- Komfortzone. Die Bauchschmerzen begannen mit dem Zielland meiner Reise, denn es war meine erste Reise in die Türkei. Die Gründe dafür sind zweitrangig, ich sag mal zwei Stichworte, die mich bisher abgehalten haben: Politik und Frauenbild. Für meinen ersten Türkeiurlaub bin ich aber über meinen Schatten gesprungen, um das Land und seine Leute ein wenig besser kennen zu lernen. Ich habe meine Emma eingerollt und die politischen Vorbehalte gegen den etwas, äh, eigenwilligen Stil der Regierung zur Seite geschoben. Ich bin geflogen – und wurde mit einem traumhaften Hotel belohnt.  Der Hillside Beach Club bei Fethiye an der lykischen Küste liegt mitten im Pinienwald in einer türkis-blauen Bucht und ist der Inbegriff von dem, was ich paradiesisch nennen würde.  Keine All Inklusive Bettenburg, sondern ein sich an die Berge schmiegendes Hotel mit First Class Charme. Hui, gut dass ich aus der Komfortzone gekommen bin und offen für was Neues war. Sich ein eigenes Bild zu machen ist ein guter Schritt, um die Klischees und Vorurteile zu verlieren und neue Freiheit zu gewinnen.

 

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Allein unterwegs?

An die zweite Grenze bin ich gestoßen, als ich mir überlegt habe, dass ich alleine reisen werde. Dabei bin ich immer mal wieder alleine unterwegs und das auch ganz gerne. Ich besuche Fortbildungen oder Fachtagungen – aber ohne die Familie Urlaub machen? Das war die zweite Premiere, denn ich bin gewohnt mit einem Tross aus Kindern, Sandspielzeug und liebreizendem Ehemann in den Urlaub zu starten. Ehrlich gesagt kenne ich nur wenige Urlaubstage, an denen ich nur meine eigenen Arme eingecremt habe. Und nun ganz alleine weit weg? Nur die eigene Zahnbürste einpacken? Aber auch: Jederzeit die Möglichkeit zum Yoga üben, im Buch lesen und den eigenen Bedürfnissen nachgehen? Trotz all der guten Aussichten überkam mich wieder dieses Kribbeln: Würde ich mich einsam fühlen? Heimweh bekommen? Würde ich das überhaupt genießen können, ohne mir den Kopf über die Abläufe Zuhause zu zerbrechen? Ich kann nur sagen: Ja! Ich konnte ganz schön gut genießen. Wobei ich gestehen muss, dass ich es ganz schön leicht hatte: Vom perfekten Yogaplatz im offenen Terrassen-„Wohnzimmer“ mit Meerblick, über eine wunderbare, gesunde Essensauswahl (sogar vegane Desserts gab es!) bis zum Verwöhnprogramm mit den unterschiedlichsten Angeboten war alles dabei. Und ich habe es richtig genossen, nur auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten und hab so die Tage im Paradies auf meine Art gefeiert. Es war sogar ganz schön die gesamte Familie mal kurz zu vermissen. Die Vorfreude auf das Zuhause war ein warmes Gefühl mitten im Herzen. Gut tat das.

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Feel Good Programm?

Die dritte Grenze, an die ich gestoßen bin, war die Kombination aus Pressereise (wie geht sowas?) und Feel Good Week (ich im Spa?). Natürlich steckt hier in diesem Blog eine Menge Herzblut, aber ich bin keine ausgebildete Journalistin und hatte darum keinen blassen Schimmer, wie eine Pressereise aussehen könnte. Was kommen denn da für Leute? Wie sind die drauf? Im Job bin ich normalerweise ganz schön angstfrei, aber bei soviel Neuem hat sich meine innere Grenze ordentlich bemerkbar gemacht. Außerdem hat mich der Gedanke ein durchgetaktetes Feel Good Programm zu bekommen, ein wenig irritiert. Wie läuft wohl so eine Woche ab, die den Gästen laut Programm vom Juicing-Workshop über zig Sportangebote namenhafter Lehrer bis zum Vortrag vom Ernährungsexperten Rob Hobson scheinbar alles bieten will? Nun, eins nach dem anderen: Zu meinen Mitreisenden kann ich sagen, dass ich mit Diana, Klara, Carola und Madhavi eine sehr nette Gruppe hatte, die mit mir auf Entdeckungsreise gegangen ist, Erfahrungen geteilt und Geschichten erzählt hat. Ich hatte viel Spaß daran andere Gleichgesinnte zu treffen, die das bloggen genauso lieben wie ich! Soviel Inspiration – da hätte ich fast (und ich sag nur fast) das Feel Good nicht gebraucht. Aber auch das war klasse! Das Programm war der Hammer, denn Trainerin Christina Howells hat mit einem Teil von uns wild gepumpt, Rob Hobson stellte sich als Spaßvogel mit fundiertem Ernährungsfachwissen und tollen Rezeptideen heraus und aus all den Kursen konnte ich genau das wählen, was ich gebraucht habe. Es gab keinen Stress, nur Inspiration und Erholung. Ich weiß allerdings nicht, ob ein solches Hotel so eine schicke Woche überhaupt braucht. Das „normale “ Hillside hätte mir auch schon gereicht, denn Yogakurse mit Meerblick und umfangreiche Wellnessangebote gibt es ständig und auch die Küche ist auf frische, gesunde Kost eingestellt und verwöhnt. Das Kribbeln jedenfalls wich vor Ort bei all den guten Überraschungen einem wohligen Glücksgefühl.

 

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Fazit: Was passiert, wenn du deine Komfortzone verlässt

Meine Komfortzone im Punkt Urlaube mal zu verlassen und bewusst Neues zu wagen, hat mir richtig viel gebracht. Ich komme reicher zurück. Daraus will ich für den Alltag lernen und noch mehr darauf achten, wo ich mich selbst einschränke. Die Fülle des Lebens zeigt sich nur dann, wenn wir weiter entdecken und was wagen und uns selbst ein Stück befreien, jeden Tag.  Ich will mich darum fragen: Wo gehe ich immer den gleichen Weg? Wo habe ich diffuse Vorurteile, die mich am Entdecken hindern? Wo bin ich eindimensional und eingefahren? Das Glücksgefühl am Ende dieser spannenden Tage motiviert mich, künftig noch mehr Mut zu haben.  Und es ist egal, wo ich losziehe. Es kann eine herrliche Wanderung durch grüne Täler zu einem verlassen Dorf sein, oder ein neuer Blickwinkel in meiner Heimatstadt. Raus aus den bekannten Pfaden und sich was Neues trauen ist das, was ich versuchen will.

 

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Ich bin gespannt, was ich noch so alles entdecken werde und auf welche selbstgebauten Grenzen ich noch stoße. Ich sag mal so: Es bleibt was zu tun.

Bis bald,

Silja

PS: Für diesen Artikel wurde ich vom  Hillside Beach Club eingeladen. Danke :-). Wer sich jetzt fragt, was das über den Artikel sagt: Nichts, nur dass ich sonst nicht da gewesen wäre. Der Inhalt und meine Erfahrungen sind wie immer unabhängig und spiegeln zu 100% meine ehrliche Meinung.

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Eschb 1 Jahr vor

    Ein ganz toller Beitrag mit wunderschönen Bildern…. Um die Komfortzone geht es ja auch oft, wenn wir von einer Umstellung der Lebensweise sprechen, die für unseren Körper gesünder wäre. Auch wenn im Kopf angekommen ist, das gesunde Ernährung, mehr Bewegung und Bewegung an der frischen Luft dem Körper guttut, heißt es ja noch lange nicht, dass wir uns auch Tag für Tag dazu aufraffen können. Solch ein Artikel zeigt immer wieder, wie wertvoll es ist, seine Komfortzone aktiv zu verlassen und sich auf zu neuen Ufern zu machen. Wir sollten uns klar darüber werden, dass man selbst für sein gutes Lebensgefühl verantwortlich ist…

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo!
      Das hast du gut gesagt – ja, sehe ich genauso. Danke dir für dein Feedback und bis bald,
      Silja

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