Essen was stark macht!

Essen was stark macht!

Voller Tag und viel Elan? Ich steh auf Essen, das stark macht!

Denkst du über das nach, was du isst? Weißt du, was dich stark macht und schwächt? Ich hab mir eine ganze Zeit lang über das Essen echt gar keine Gedanken gemacht. Meine Pubertät war, von den geregelten Mahlzeiten im Familienkreis mal abgesehen, eine wilder Reigen aus Nutellatoasts, Miracoli-Nudelbergen und diesem schrecklichen Zitronentee, der in Granulatform daher kommt. Hui, ist für mich heute ein Wunder, dass ich a) damals trotz der verrückten Ernährung relativ fit war und b) heute noch alle Zähne habe. Kurz nach der lustigen Schlemmphase brach allerdings für meinen Körper die Zeit der Dürre, also der Diäten, an. Viele Diäten hab ich hinter mir, denn dank eines Amerikaaufenthalts war mein damals 16jähriger Körper ein wenig kompakter geworden und die liebreizenden Kommentare meiner Mitschüler brachten mein Figur-Selbstbewusstsein ins Wanken. Ich aß in den folgenden Jahren recht unstetig und mal viel, mal wenig. Kraft schenkt das nicht kann ich euch sagen! Außerdem war ich oft hungrig. Zum Glück kam mit fortschreitendem Alter die Gelassenheit und mit der im Gepäck hatte ich schlicht keinen Bock mehr zu darben. Heute esse ich darum sehr regelmäßig (hab ich hier und hier ja auch schon mal beschrieben) und vor allem esse ich was mir gut tut. Ich esse Essen, was mich stark macht – körperlich und geistig und die Mischung, die machts für mich.

Eine gute Mischung essen…

und zwar aus gesundem Zeug ist für mich ein Mix aus Kohlenhydraten, Proteinen und einer Menge Vitaminen aus Grünfutter und Obst. Mit den Jahren hab ich gelernt, dass mir nicht alles gleich gut tut.  Ich achte darum darauf Sachen zu essen, die eine hohe Nährstoffdichte haben. Denn sonst essen wir, sind satt aber vollgepackt mit leeren Kalorien und unser Körper vermisst trotzdem die Nährstoffe, die er dringend braucht. Richtig stark fühle ich mich also, wenn mir mein Essen Energie gibt. Merke ich immer sofort im Anschluss, musst du mal drauf achten. Ich merke es daran, ob ich vollgefuttert und müde bin oder Bäume ausreißen könnte. Und im übertragenen Sinn reiße ich lieber Bäume aus.

Was ich alles brauche ist folgendes:

Gute Kohlenhydrate

geben mir total Kraft. Ich weiß, ganze Landstriche verzichten (meist aus Diätgründen) auf Kohlenhydrate. Für mich ist das nichts, denn spätestens Mittags fühle ich mich ohne mein Vollkornbrot oder meinen Brei zum Frühstück ausgemergelt und schwächlich, vom Hunger ganz abgesehen. Gute Kohlenhydrate geben mir Kraft und Durchhaltevermögen und ich bilde mir ein, dass sie meine Nerven beruhigen. Dazu muss man wissen, dass sich das Zeug unterschiedlich im Körper verhält:

Einfache Kohlenhydrate = Einfachzucker:

Hierzu zählen z.B. die Milchzucker, Fruktose und Glucose. Wenn man diese Art Kohlenhydrate isst, dann hat man schnell Energie – allerdings hält das Gefühl nur kurz an, da die Einfachzucker schnell verarbeitet werden und das ist nicht gut. Die fehlenden Ballaststoffe sorgen dafür, dass der Blutzucker schnell steigt und sehr schnell wieder fällt- eine kleine Berg- und Talfahrt, die dem Körper nicht wirklich Kraft und Ausdauer schenkt und unserem Geist ebenfalls keine Ruhe lässt. Für unseren Kopf ist das so richtig ungünstig,  denn raffinierter Zucker wird in Verbindung gebracht mit starken Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression. Einfachzucker/ einfache Kohlenhydrate sind weiße Getreideprodukte wie weißer Reis, weiße Nudeln und mein früher so geliebter, heller Toast, natürlich aber auch der gemeine Haushaltzucker, Maissirup oder Fruchtsaftkonzentrate und vieles mehr. Auf das Zeugs zu verzichten ist also gar nicht so einfach.

Besser: Komplexe Kohlenhydrate

Das ist tolles Zeugs, denn hierunter fallen die Vollkorngetreide, bei denen alles Gute mit verarbeitet wurde.  Wenn man die Getreide in ihrer Vollkorn-Form isst, dann enthalten sie noch alle wertvollen Vitamine und Nährstoffe und tun dem Körper richtig gut. Ich bilde mir ein, dass viel volles Korn meine Haut klarer macht. Aber heut gehts ja um was anderes: Die Stärke. Da Vollkorngetreide im Körper anders (langsamer) verarbeitet werden, machen sie lange satt und geben ihre Energie etappenweise ab. Mich machen sie fit – ich esse zu den Mahlzeiten immer gute Kohlenhydrate. Am besten für den Körper und für eine gute Portion Elan und Stärke sind für mich:

  • Vollkornreis
  • Vollkorn Dinkel- oder Buchweizen-Nudeln
  • Quinoa
  • Stärkehaltiges Gemüse wie Süßkartoffeln. (Ich liebe Süßkartoffeln – mein Lieblingsrezept findest du hier)

Proteine

Ja ich esse Proteine und natürlich ohne ein Stück Fleisch. Diese Ganze „ich esse keine Carbs aber da brauch ich Fleisch“ Sache ist nicht meins. Soll jeder essen, was er will, aber seit ich Glass Walls von Sir Paul gesehen habe, spiel ich nicht mehr mit. Ich will allerdings stark sein und darum hab ich mich mit Proteinen beschäftigt. Schon alleine damit ich beim Yoga nicht mitten im Chaturanga zusammenklappe. Proteine sind natürlich, Sport hin oder her, für jeden Körper wichtig, denn sie sorgen für eine Menge Funktionen im Körper, wie zum Beispiel das Zellwachstum. Unser Körper braucht aus dem Protein nur die enthaltenen Aminosäuren, was ganz spannend ist und die Sache mit dem Hähnchenfleisch wegen des Sports auf wackeligere Füße stellt. Unser Körper stellt acht Aminosäuren nicht selbst her und braucht sie daher dringend. Wenn diese essentiellen Acht irgendwo drin stecken, nennt man das ein  „komplettes Protein“. Und wo sind die acht überall vollständig enthalten? Ihr ahnt es schon, sie stecken in Obst, Gemüse, Samen, Nüssen und Sprossen. Ich bilde mir ein ich merk das auch richtig. Wie ein Gorilla (die essen ja auch nur Pflanzenkram), hab ich dann ordentlich Energie. Am besten wirken:

  • Brokkoli
  • Spinat
  • Grünkohl
  • Nüsse
  • Blumenkohl

Basisch, basisch, basisch

Mein Körper funktioniert besser, je basischer ich esse. Ich bin da noch nicht angekommen, wo ich hinwill – es ist irgendwie ein Prozess, der hier und da von Chips unterbrochen wird. Mittlerweile macht Grünzeug und Obst aber schon einen großen Teil meines täglichen Essens aus und genau das gibt mir echt Power. Saure Lebensmittel versuche ich eher zu vermeiden. Sauer ist Alkohol, tierische Eiweiße, Süßstoff, Koffein, Milchkram, Nikotin,  verarbeitete Lebensmittel und der Zuckerkram. Also am besten Gemüse, Obst, ein paar vollkornige Getreidesachen – dann fühl ich mich auch echt gut. Irgendwie rein und klar und voller Elan. Dieses Basische/ Saure ist echt ein spannendes Konzept und ich spüre, dass es mir gut tut darauf zu achten.

Essen, das stark macht

Die Umstellung auf meine pflanzliche und möglichst gesunde Ernährungsweise hat für mich ganz schön was verändert. Ich bin heute sehr entspannt mit meinem Essen, denn ich weiß, dass ich spüre was ich brauche. Ich hab in der Zeit Gewicht verloren und das ganz ohne Hunger. Am besten ist, dass ich mich fitter, klarer und gesünder fühle als noch vor Jahren- und ich habe echt mehr Kraft. Kraft, die mich durch den Tag trägt. Die mir hilft mein Pensum an einem vollen Tag gut zu schaffen. Kraft, um das zu tun, was ich tun will. Ich bin froh, dass der Weg so einfach war und es mir so gut tut und ich hoffe, ich konnte euch ein wenig inspirieren. Vielleicht zumindest mit der Frage: Welches Essen wirkt wie auf mich? Das ist ein guter Startpunkt!

Bis bald und guten Hunger,

Silja

PS: Die Infos aus dem Buch hab ich aus dem tollen und sehr informativen Buch von Kimberly Snyder. Zwar hab ich ihre Phasen nicht mitgemacht aber viel gelernt und einige schöne Rezepte gefunden.

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

3 Kommentare

  1. Andrea 2 Jahren vor

    Das ist ein guter und vor allem vernünftiger Beitrag zum Thema Ernährung! Viel zu oft liest man von unrealistischen Ernährungszielen oder einfach ungesunden Gewohnheiten. Dein Beitrag ist ehrlich und informativ, das gefällt mir gut! 🙂
    Liebste Grüße
    Andrea von http://www.chapeau-blog.de

    • Autor
      Silja 2 Jahren vor

      Hallo Andrea,

      danke dir für dein Feedback und du hast so einen hübschen Blog :-).
      Gefällt mir sehr gut.

      Liebe Grüße und bis bald,
      Silja

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  1. […] Au weia. Ich bin aus ethischen Gründen auch kein Freund von Fleisch und kann dir empfehlen deine Proteine über Hülsenfrüchte und Grünzeug zu dir zu nehmen. Man fühlt sich gleich ganz anders fit, […]

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