Karma Baby! Über Karma und deine Lebensaufgabe

Karma Baby! Über Karma und deine Lebensaufgabe

Karma Baby! Wie du deine Lebensaufgabe findest und was das mit Karma zu tun hat.

Ich hatte eine ganze Zeit lang eine undifferenzierte Idee von dem, was Karma wohl bedeutet. Eigentlich kannte ich den Begriff nämlich nur von kessen Sprüchen wie: „Mach das nicht, ist schlecht fürs Karma!“  und wusste gar nicht so recht, was es damit auf sich hat. Es hatte sowas von später Gerechtigkeit, einem allmächtigen, unsichtbaren Rächer, der dafür sorgt dass jede Missetat bestraft wird. Diese Gedanken fand ich ähnlich unangenehm wie die Idee vom Fegefeuer und bemühte mich darum redlich mein Karma in Ordnung zu halten. In der Yogalehrerausbildung wurde das Gesetz zum Glück ein bisschen beleuchtet und ich kann euch sagen, mittlerweile motiviert es mich täglich ganz schön. Warum? Nun:

Das universelle Gesetz des Karma sagt:

Alles, alles hängt auf irgendeine Art zusammen. Wenn man genau hinschaut, dann merkt man das im Alltag ganz schön oft. Zum Beispiel kennt doch irgendwie jeder auf eine absurde Art jeden und auch das, was man tut, hat oft weiterreichende Folgen als man vorher gedacht hätte, oder? Da wirft man beispielsweise etwas weg und kurz darauf fragt jemand genau danach. All solche Dinge passieren, achtet mal drauf – es ist sehr spannend. Karma sagt: Unsere Handlungen – jede einzelne, kleine wie große, hat Folgen und unendlich viele Reaktionen. Was bedeutet: Jede Handlung zählt. Karma weißt uns darauf hin, dass nichts egal ist oder gleichgültig. Alles, was wir tun wird etwas anderes bewegen. Karma macht uns deutlich, wie wichtig jede kleine Handlung ist. Als ich das einmal verstanden hatte, hab ich die vielen kleinen Automatismen ganz anders betrachtet, bin bewusster geworden. Alles zählt.

Und, wie war dein letztes Leben so?

Das Konzept von Karma hängt allerdings auch mit der Idee der Reinkarnation zusammen und macht so die Folgen unseres Handelns noch weitreichender! Dann wirkt die unbedachte Unfreundlichkeit nämlich nicht mehr nur in dieses Leben hinein, sondern vielleicht auch ins nächste? Au weia! Übrigens nicht, wie ich anfangs dachte, weil es einen urteilenden Gott gibt (ich denk auch immer, der hätte doch sicher Besseres zu tun), sondern weil nichts in diesem Universum ohne eine Antwort bleibt. Erst hat mich das ganz schön ohnmächtig gemacht. Was, wenn ich im letzten Leben total bescheuert war und einen Haufen richtig mieses Karma angehäuft habe? Krieg ich das je „weggearbeitet“? Dann habe ich durchgeatmet und mir überlegt, dass es cleverer ist, wenn ich erstmal schaue was ich heute als mein Karma wahrnehme. Und da, ihr Lieben, liegt unsere Chance!

Wo du dein Karma findest

Alles führt zu etwas und um unser Karma sehen zu können, müssen wir erst einmal aufmerksam werden. Hier geht es, ganz genau wie im modernen Coaching, darum unsere Angewohnheiten und festen Muster zu erkennen. Über die Jahre sammeln wir einen ganzen Haufen von schlechten und natürlich auch guten Eigenschaften und Gewohnheiten an. Sie werden Teil unserer Persönlichkeit, wir identifizieren uns mit ihnen. „Ich bin halt so.“ sagt man ja gerne. Genau hier (jawoll! Tusch!) kann die Reise zur eigenen Lebensaufgabe beginnen: Welche Muster kannst du erkennen? Welche hast du vielleicht bereits mitgebracht? Welche dir angewöhnt? Ich hab zum Beispiel sehr lange geglaubt, ich sei nicht gut genug. Die ganze Zeit (Jahrzehnte, seufz) habe ich versucht mir zu beweisen, dass ich sehr wohl gut genug bin. Das war ganz schön anstrengend und immer gefolgt von der Einsicht doch nicht gut genug zu sein. Aaaaaaah! Aber so ist das mit dem Karma: Wir alle haben Muster und die führen zu unbewussten Verhaltensweisen. Über die Jahre formen wir so unsere Persönlichkeit und stehen uns selbst dabei ganz schön im Weg herum. Für die Erkundung deines Karmas brauchst du dir also eigentlich nur anschauen was der tiefere Sinn deiner ganzen Handlungen ist: Was willst du erreichen? Was willst du beweisen?  Was willst du auf jeden Fall vermeiden? Und um was zu sein/ nicht zu sein?

Free yourself!

Kommen wir zum motivierenden Teil, denn mit dem Erkennen kommt die Veränderung. Ich fand das super, als ich begriffen habe, wie sehr mich dieses Muster der Unzulänglichkeit beschäftigt und ich immer wieder das Gleiche erschaffe. Das abzuschalten war ein ganz schöner Prozess.  Im Kontext von Karma können wir uns befreien, indem wir die Muster erkennen und eine Intention setzen mit der wir dann achtsamer handeln.

Deine Wahl

Wenn wir absichtsvoll handeln, dann haben wir eine Wahl. Solange noch keine Erkenntnis da ist und alles unbewusst passiert lenken uns unsere karmischen Muster und wir erkennen erst am Ergebnis, ob wir auf dem richtigen Kurs sind. Prüf einmal: Erschaffst du Dankbarkeit, Lachen, Glück und Erfüllung? Sorgst du für goldene Momente, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft? Oder ist dein Ergebnis im Moment immer noch Hektik, Überanstrengung, Erschöpfung und Isolation? Einsamkeit? Vielleicht gar Wut?

Das kannst du ändern oder so lassen. Also: Willst du dich, so wie du bist hinnehmen?  Dann wirst du immer wieder das Gleiche erschaffen. Oder willst du starten und eine Intention setzen, um dein Karma zu rocken?

Lernen und wachsen

Wir sind hier, um zu lernen und zu wachsen. Wir sind hier, um uns selbst zu verändern und aus einschränkenden Mustern zu befreien. Also, mach dir bewusst welche Gedanken dich beschweren und lass sie ziehen. Jeden Morgen, nimm dir vor zu lernen und zu wachsen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Eine Intention setzen

Ich habe gelernt: Du kannst nicht alles bestimmen, was zu dir kommt aber du kannst bestimmen, wie du auf das antwortest, was ist. Bist du ein Ort der Liebe und des Mitgefühls? Oder bist du hart und urteilend? Bist du voll Freude und Güte oder neidisch und missgünstig? Die Antwort auf die Welt um dich herum ist deine Möglichkeit zu wachsen. Ich find diese Vorstellung so motivierend. Alles, was wir tun hat eine Auswirkung. Je mehr Gutes wir tun, je mehr wir in Einklang mit unserer Intention handeln, umso besser wird die Welt. Wir haben es in der Hand.

Das Leben sich entwickeln lassen

Der wunderbare Lehrer Jack Kornfield hat einmal gesagt „Unser Leben entwickelt sich aus unserem Herzen und der Intention, die daraus entspringt. Die Antworten auf das was ist, hängen von unserer Intention ab. Immer.“ Was bedeutet: Dein Leben wird wunderbar aufblühen, vielleicht nicht auf die Weise wie du es dir ausmalst, aber so wie du es brauchst.  Du musst nur deinem Herzen folgen und in jedem Moment, in jeder kleinen Handlung deine Intention leben. Also: Wie willst du sein und was willst du erschaffen? Ich weiß, raus aus den automatischen Mustern, das ist nicht einfach – schon alleine weil uns unser  Ego immer reinquatscht und wir bei dem ganzen Lärm unser Herz nicht mehr hören können. Aber eine Intention, die wir in einer stillen Stunde gefasst haben, kann uns hier tragen. Immer wieder. Ich habe vor Jahren eine Intention gesetzt, die mich immer wieder trägt. Manchmal, klar, komm ich ordentlich vom Weg ab, aber es wird immer einfacher. Die Muster fallen ab, nach und nach.

Wie soll deine Antwort auf das Leben sein? Welche Muster gilt es für dich zu durchbrechen? Dieses Leben ist zum Lernen und Wachsen. Es entwickelt sich so, wie wir es  leben. Wir ernten, was wir säen. Das ist Karma.

Habt ein tolles Wochenende ihr Lieben,

Namasté

Silja

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

4 Kommentare

  1. Christina 1 Jahr vor

    Liebe Silja,

    Danke für diese wundervollen Zeilen die mich zu Tränen gerührt haben und sehr bewegen. Ja so ist es. Jede klitzekleine Handlung hat Auswirkungen. So wie ein Flügelschlag eines Schmetterlings ( war mal ein Projektthema in der Schule, der goldene Schnitt, und schon lange her;)) Meine Intention ist so ähnlich wie deine und ich freue mich gemeinsam auf dem Weg zu sein, meine Muster nach und nach abzulegen, wie Kleider und zu meiner Seele vorzudringen und jedenTag das Leben zu feiern und dankbar und achtsam mit jeder Stunde, Minute ja Sekunde umzugehen.

    Namaste!

    Von Herzen Christina

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Liebe Christina, danke dir für dein Feedback du Schwester im Geiste. Ich drück dich fest!

  2. Melanie 1 Jahr vor

    Liebe Silja,
    durch „Nature Nerds“ bin ich auf Deine Seite gestoßen. „Mal eben kurz bisschen Stöbern“ war der Impulsgedanke. Sehr schöne Zeilen, die Du hier teilst – ich bin kleben geblieben. Du beschreibst viele Elemente , die mich in meinem derzeitigen Leben beschäftigen und wo ich dabei bin, neue Wege zu finden. Umso schöner, dazu offene Formulierungen von einem anderen Menschen auf diesem Planeten zu hören. Das fühlt sich gut an. Dafür bedanke ich mich bei Dir.
    Liebe Grüße von der Melanie – derzeit lebend in Hamburg <3

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo Melanie, danke dir sehr für dein liebes Feedback :-). Ich freu mich dass es dir gefällt! Und ja!! Wir müssen alle zusammen finden. All die Hipiies im Herzen! Ich drück dich und sage bis bald

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