Wie du raus aus deiner Komfortzone kommst

Wie du raus aus deiner Komfortzone kommst

Wie du raus aus deiner Komfortzone kommst und wieder mehr Mut und Spaß in dein Leben bringst

Das wilde Leben braucht Neugier und Neugier ist eine Tugend, um die es heute in der Glückspost schon ging. Denn mit Neugier im Herzen erkunden wir die Welt und zwar mit großen Augen. Wir entdecken, staunen, bestaunen und genießen mit allen Sinnen und freuen uns gleichzeitig über den Reichtum in unserem Leben. Entdecken ist wunderbar und das Motiv des Entdeckers ist Neugier, sie macht uns glücklich. Ich kenne allerdings keinen einzigen Erwachsenen, der von einem neugierigen Entdeckergeist nicht noch ein bisschen mehr brauchen könnte. Irgendwie geht er uns beim Erwachsen werden verloren, irgendwo auf dem Weg bleibt er stecken. Letztlich lassen wir uns alle vielleicht zu schnell in unseren Routinen einfangen und trotten durch unser Leben. Wenn aber Entdeckungen und Abwechslung glücklich machen, dann ist es wohl Zeit, dass sich das ändert und vielleicht auch du raus aus deiner Komfortzone kommst?

Komfortzonen sind so kuschelig- gemütlich,

dass wir es uns in ihnen wunderbar bequem machen. Bequemlichkeit ist heiß begehrt und lockt uns, was sicher auch daran liegt, dass wir alle ein wenig atemlos und erschöpft durch unseren Alltag geistern. Wir lassen uns hetzen und jagen unseren Ansprüchen und Erwartungen hinter her,  was bleibt ist der Wunsch nach Entspannung und Genuss- am liebsten allerdings ohne Risiko. Somit heißt es in uns: Komfortzone ich komme!

Leider lässt uns die Kuschelecke aber auch ungelenk werden und ängstlich. Sie hemmt unsere Gefühle, denn letztlich erleben wir immer ähnliche Dinge, da bleibt kein Platz für die große Begeisterung. Das Phänomen kennt man, wenn man aus dem Urlaub kommt. Man hat viel gesehen und erlebt und war gefühlt ewig weg. Dabei sind nur 2 oder drei Wochen vergangen und Zuhause ist die Zeit für alle die hier waren im Gewohnten einfach weiter gerast.  Die Gemütlichkeit unserer Routinen ist auch ein echter Hemmschuh, wenn wir etwas ändern wollen. Immer wenn wir raus wollen aus unserer bequemen Komfortzone, haben wir diesen Widerstand des kuschelig-gemütlichen zu überwinden. Gar nicht so einfach also, ein wenig Neugier und Entdeckergeist ins Leben zu hauchen.

Wie du aus deiner Komfortzone kommst

Oder vielleicht doch? Letzten Endes finde ich, ist das Verlassen der Komfortzone ein bisschen ein Muskel, den wir trainieren müssen. Wie jedes Training ist es manchmal mühsam und manchmal wunderbar und was unter dem Strich zählt ist, dass wir regelmäßig dran bleiben. Wir brauchen also ein wenig Disziplin für unseren Raus-aus-der-Komfortzone-und-ab-ins-Leben-Muskel.

Wie wir uns selber motivieren können

Womit wir bei der Frage wären: Wie motiviert man sich selbst? Du könntest dir natürlich eine Art tschaka-Ansprache aufnehmen und täglich mehrmals abspielen aber irgendwie wirkt sowas bei mir nicht wirklich so toll – keine gute Idee also. Was bei mir immer wirkt und meine Disziplin anstachelt ist den wahren Grund zu kennen, warum ich etwas machen will. Den Grund vor Augen zu haben, was ich wirklich verändern will und warum mir das wichtig ist. Dieser Grund muss es natürlich in sich haben. Darum machen wir für dein Anti-Komfortzonen-Training eine kleine Übung.

Schritt eins: Warum willst du etwas ändern?

Es geht nun um eine wirklich ernsthafte Bestandsaufnahme: Warum glaubst du, könntest du dich öfter mal aus deiner Komfortzone trauen? Willst du wieder mehr erleben? Mehr Genuss und mehr Aufregung in dein Leben einladen? Endlich den Traumtypen oder die Traumprinzessin einladen? Eine Prise mehr Magie und Inspiration fühlen? Oder willst du anders, offener auf die Menschen in deinem Umfeld zugehen? Sie viel mehr als bisher kennenlernen und neue Seiten entdecken? Willst du ein paar Dinge erleben, von denen du früher geträumt hast? Dir Wünsche erfüllen und dein Leben noch aktiver gestalten? Du brauchst einen guten Grund, denn sonst hält dich die Kuschelecke gefangen.

Frag dich:  Was genau ist los bei dir? Was ist dein Motor?

Schritt zwei: Vergrößer dein Motivations-Sprungbrett

Der gute Grund ist gefunden und nun schau weiter. Schreib dir den Grund oder die Gründe auf und dann sieh dir den Zettel an. Schau nun, was sonst noch in dir arbeitet zu diesem Thema.

Frag dich: Was weißt du heute schon über dich selber, über das Leben an sich und über all die anderen Menschen in deinem Leben, dass dir helfen wird diesen Plan tatsächlich umzusetzen?

Ein Beispiel, damit du klarer siehst was jetzt gemacht wird: Angenommen, du hast vor endlich weitere Reisen zu wagen, die Welt zu entdecken und mit dem Rucksack zu erkunden, dann schreib dir das auf. Schreib auf „Die Welt erkunden“ und nun überlegst du : Was weißt du über dich, dass dir helfen wird? Vielleicht sowas wie: „Ich bin mutig und kann gut planen.“ und über die Welt: „Die Welt ist ein Ort, den man entdecken muss. Sie ist wunderschön.“ und über die anderen Menschen: „Die Menschen in anderen Ländern sind interessant und es gibt überall nette Leute kennen zu lernen.“ und schon hast du noch mal eine ganz andere Basis, die dir helfen wird wirklich den Rucksack zu kaufen statt den Hotelurlaub zu buchen. Es wirkt ganz fabelhaft, probier es aus!

Schritt drei: Hab einen Plan für das, was dich hemmt.

Es gibt natürlich auch einen guten Grund, warum du solange in deiner Kuschelecke warst. Also hör in dich hinein, spiel es durch und überlege, was alles vermeintlich Schlimmes passieren könnte. Im Beispiel wäre das vielleicht die Angst vor Einsamkeit oder die Angst, bestohlen zu werden. Solche Ängste sind normal und menschlich, wichtig ist nur abzuwägen, ob sie einen Zuhause an die Couch fesseln sollen.

Frag dich: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert? Und dann: Was kann ich tun, um das Risiko zu vermindern? Welche Pläne kannst du machen, damit es unwahrscheinlicher wird?

Zudem hilft es die Alternative zu beäugen. Also frag dich: Was wäre, wenn ich es deshalb nie machen würde? Was ist, wenn ich mich von dieser Sorge abhalten lasse? Könnte ich mir das verzeihen oder habe ich dann für immer ein „Hätte ich mal…“ gesammelt?

Schritt vier: Planen und tun

Damit aus Wünschen und Sehnsüchten Taten werden muss man planen. Der letzte Schritt ist darum besonders schön: Plan deine Reiseroute oder was auch immer dich aus der Komfortzone führt. Plan es, überleg dir den genauen Ablauf, was du brauchst und wie du vorgehen wirst. Es ist dein Projekt und das Projektziel hast du schon festgelegt, du weißt auch warum du es angehen willst und die Risiken sind benannt und es gibt Ausweichstrategien. Also: Was ist zu tun? Und dann: Tu es. Mach es. Geh raus.

Aus der Komfortzone ins pralle Leben

Du wirst sehen, je öfter du dich rauswagst, umso leichter wird es. Du wirst immer mutiger werden und dir immer mehr zutrauen. Dein Leben wird neue Eindrücke gewinnen und du kannst nach und nach Dinge tun, die du irgendwann mal tun wolltest. Die Komfortzone ist immer noch da aber an der ein oder anderen Stelle ein wenig verschoben. Das tut gut und bringt neuen Handlungsspielraum. Und wenn du dann erschöpft von deinen Abenteuern zurück kommst, dann mach es dir bequem in deiner Kuschelecke und genieß die Erinnerungen.

Viel Spaß dabei,

Silja

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

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  1. […] ist ganz schön gut für ein beschwingt-übermütiges Nachurlaubs-Freudengefühl. Ein „raus aus der Komfortzone“ ist eigentlich sogar immer gut und ich hab mal wieder entdeckt, wie sehr ich es mir (wider […]

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