Happy & free – wie du das Drama loslassen kannst

Happy & free – wie du das Drama loslassen kannst

Happy & free- wie du das Drama loslassen kannst

Ich glaube daran, dass wir die beste Version von uns selbst immer in uns tragen. Tief in uns sind wir alle friedlich, strahlend, liebend und wunderbar. Allerdings kommt das Leben manchmal zwischen uns und diese beste Version und das Drama nimmt seinen Lauf. Etwas passiert- wir fühlen uns plötzlich gar nicht mehr gut, ärgern uns oder werden traurig, fühlen uns ohnmächtig, vielleicht frustriert oder allein gelassen und eine ganze Welle von Gefühlen schwappt über uns. Meistens verlässt spätestens da die beste Version unseren Körper und wir grooven uns so richtig im Drama ein. Aber jetzt ist Schluss damit! Ich hab ein paar kleine Schritte mitgebracht, die mir echt helfen das Drama loslassen zu können und wieder näher an meine beste Version zu kommen. Vielleicht ist das ja auch was für dich?

Wann das Drama zuschlägt

Kannst du sagen, wann das Drama bei dir zuschlägt? Wir alle haben (kühne These von mir) Lieblingssituationen, in denen wir anfangen uns aufzuregen – was das auch immer für Situationen sind. Manchmal ärgern wir uns dann über uns selbst, manchmal über andere und manchmal sogar über die Umstände, das Wetter oder irgendwas anderes, was wir so gar nicht beeinflussen können. Ich fand es für mich hilfreich mal zu schauen in welchen Situationen ich mich aufrege. Interessanterweise gab es nämlich einige, die immer wieder auftraten. Beim Autofahren zum Beispiel war ich früher eine ganz schön laute Meckertante. Ich hab laut geschimpft, wenn jemand aus meiner Sicht „nicht richtig“ gefahren ist oder eine entfernte Bekannte brachte mich ebenfalls bei jedem einzelnen Treffen innerlich auf die Palme und dazwischen gab es noch Drama Zuhause – ach überall mal ein wenig.

Die Kette erkennen

Der Schlüssel lag bei mir darin zu verstehen, wie die Kette funktioniert. Ist ja eigentlich ein Wunderwerk: Wir sehen und hören etwas und – schwupps- sind da ein bunter Haufen Gefühle. Eigentlich cool, wenn wir es so richtig nutzen könnten. Jedoch ist unser Kopf ein Automat und so reagieren wir mit Aufregung, Ärger oder Wut – und das durch unsere Gedanken, die wir uns gar nicht so bewusst ausgesucht oder geprüft haben. Die Kette funktioniert so: Wir nehmen etwas wahr – bewerten es – und haben aufgrund unserer Bewertung eine schöne Ausschüttung an bunten Gefühlen.

Wahrnehmung ist immer subjektiv

ist das, was ich heute weiß. Was wir sehen und hören passiert erstmal ein paar Filter, die unseren Kopf vor dem maximalen Overload an Informationen schützen. Sie filtern das, was für uns irgendwie von Interesse sein kann, aus all dem Unwichtigen heraus. Wir sehen das, was wir glauben und worauf wir uns konzentrieren – ganz natürlich ist das und für uns eher unbewusst. Darum sehen Schwangere viele andere Schwangere (oder Kinderwagen), Menschen die ein rotes Auto kaufen wollen rote Autos und so weiter. Ein tolles Video, um die eigene Wahrnehmung mal zu testen ist dieses kleine Experiment hier. Viel Spaß beim schauen und zählen. 🙂

Bewertungen sind ein Teil unserer Geschichte

Was ist gut und was schlecht? Wer sieht gut aus und wer miserabel? Was ist respektvoll und was nicht? Wenn wir uns über all das unterhalten würden, hätten wir vielleicht eine kleine Schnittmenge – und ein anderer Teil wäre äußerst unterschiedlich. Unsere Wahrheit ist subjektiv. Wie wir zu uns selbst stehen, wie wir die Welt, die wir sehen bewerten und die Menschen, die uns umgeben – all das hängt zum großen Teil von der Wahrheit ab, die wir uns selbst zurecht gezimmert haben. Welche Regeln wir meinen verstanden zu haben. Und jeder von uns meint, er hätte „es“ verstanden – aber eigentlich reimt sich unser Gehirn seit unserer frühsten Kindheit eine Menge Blödsinn über uns selbst, über die Welt und andere zusammen. So können Nachbarn ganz unterschiedlich empfinden, ob die Straße sicher und die Jugend von heute faul oder nicht ist. Es hängt davon ab, was sie glauben und das wiederum hängt davon ab, wie sie Dinge wahrgenommen haben und dann bewertet haben.

Du bist nicht die Geschichte

Ach ja, das war ein Durchbruch und eine Befreiung für mich, als ich anfangen konnte das zu glauben: Wir alle sind nicht die Geschichte, die wir uns erzählen. Wir sind nicht unsere Schulabschlüsse, unsere Autos, unsere Enttäuschungen und Triumphe. Wir sind nicht unsere Eltern, unsere Kindheit oder das, was wir gerade machen. Wir sind mehr. All die Konzepte darüber, wie wir zu sein haben und wie die Welt zu sein hat, sorgen letztlich für eine Menge Aufregung. Anderseits beruhigen sie uns auch, denn alles wird kontrollierter. Aber im Moment des Dramas ist es wichtig zu verstehen: Das, was da die Gefühle auslöst, ist eine Geschichte, die du dir erzählst.

Wie wahr ist deine Geschichte?

Wie sehr du recht hast oder nicht, wirst du wahrscheinlich nie wissen. Dazu müsste es ja eine Art übergeordneten Schiedsrichter geben. Natürlich gibt es soziale Regeln und Gerechtigkeit – aber sind das die Punkte in den alltäglichen Dramen? Wer die Socken wann wegzuräumen hat und ob der Kollege jetzt schon Feierabaend machen kann? Ob der Partner dies und das machen sollte oder dieses fremde Auto anders geparkt werden muss? Wir urteilen – und ärgern uns, sind traurig oder gefrustet. Dabei wissen wir nicht, ob unsere Geschichte zu dem Moment wahr ist. Vielleicht hatte es der Einparker eilig, da jemand krank war? Oder er hat schlicht nicht gesehen, dass er den ganzen Bürgersteig zuparkt? Und wir laufen kopfschüttelnd an seinem Auto vorbei und regen uns auf über diesen rücksichtslosen Autofahrer. Hui, hui. Die Geschichte, all die Erwartungen und das, was du denkst, was sein müsste: Schau dir das gut an. Willst du dir diese Geschichten erzählen und dich weiter aufregen? Oder willst du ruhiger werden und dich entspannen?

Raus aus dem Drama in drei Schritten

Letztlich ärgern wir mit dem Drama nur uns selbst. Wir vermiesen uns den Tag, den Moment, vielleicht sogar die Freundschaft, Ehe oder das Leben. Also vielleicht lieber zurück zum Frieden und zur Liebe zu kommen und ruhig bleiben? Um die Gelassenheit mehr ins Leben einzuladen und das Drama loslassen zu können, helfen mir drei simple Schritte.

Benenn es!

Um das Drama zu erkennen wird es Zeit die Gefühle klar zu benennen. Das macht zwei Sachen: Einmal bist du nicht mehr dein Gefühl, du hast es nur noch – und diese Distanz tut gut und du erkennst, was genau los ist. Letzteres wird dir helfen den Sog in das Drama zu verhindern. Es geht ungefähr so bei mir:

Ein kleines Beispiel

Ein Autofahrer fährt vor mir (natürlich aus meiner Sicht blöd, sonst würde ich mich ja nicht aufregen). Ich fange an zu fluchen und mich zu ärgern. Hier beginnt die eigentliche Kunst: Ich bemerke den Ärger (das war schwer zu lernen, klappt jetzt aber gut) und sage mir innerlich: „Aha, ich fühle Ärger.“ Dann rege ich mich vielleicht weiter auf: „Ja klar ärgere ich mich. Der fährt doch auch wie ein Penner!“ womit ich bei Gefühl zwei wäre: Ärger und Beschuldigung. Ich urteile ja gerade. Wenn ich hier weiter mache lande ich wahrscheinlich bei „Ich fahre echt besser -die anderen fahren echt wie die Idioten“ was sowas wie Stolz wäre und ich kann mir sage „Ah, jetzt lob ich mich selbst, stelle mich über andere. Das müsste Stolz sein.“ und so weiter und so fort.

Schau dir an, was du denkst

Was ich sagen will: Die Gedanken kommen wie sie wollen! Es ist irre! Und wenn du nicht aufpasst, machen alle irgendwelche Gefühle. Besser, du schaust dir das mal genau an. Und es wirkt super, da man raus aus der Gefühlsschleife kommt und viel eher erkennt, dass man eine Wahl hat. Ausprobieren!

Erkenn die Geschichte

Da dich das Benennen schon ruhiger machen wird, kannst du nun zu Schritt zwei übergehen: Die Geschichte anschauen. Frag dich also: Was denke ich gerade, was mir diese blöden Gefühle macht? Und schau dir all die Glaubenssätze, Annahmen, Urteile an, die du für bare Münze nimmst – und das nur, weil sie dir in den Sinn kommen. Schau dir das genau an und finde die Ursache, den Grund für dein Gefühl. All diese Sätze wie: „Das machen die anderen doch extra!“, „Wenn er /sie  mich lieben würde, dann würde…“, „Sowas macht man einfach nicht..“ oder „Ich muss das noch erledigen“ – schau dir all deine Geschichten an. frag dich: Sagt wer? Woher weiß ich das? Was wäre wenn nicht? Fang an zu spielen. Deine Gedanken machen die Gefühle. Überleg dir darum, ob du sie behalten willst und sie dir gut tun. Ich hab einiges an blöden Gedanken ausgemistet und bin noch dabei.

Schreib die Geschichte um

Teil drei ist wunderbar, denn nun bist du schon ruhiger und hast vielleicht die Absurdität mancher deiner Gedanken erkannt. Überleg nun: Wie könntest du das noch sehen? Was kann ein guter Grund sein, warum das so ist? Was könnte ein guter Grund sein, warum das jemand tut? Was könnte ein Gedanken über dich selbst sein, der dir gut tun könnte? Und prüf diese Ideen und hab Spaß dabei. Du kannst denken „Die Kollegin gibt mir immer die ganze Arbeit weil sie selber so faul ist und nix gebacken bekommt“ und dich dadurch einmal besser fühlen (immerhin bist du ja die Fleißige) und außerdem dich als Opfer fühlen (die einzig Arme, die immer alles machen muss). Also durchaus Gedanken zu der Situation, die deinem Ego gut tun werden. Aber du ärgerst dich immer und immer wieder. Lohnt es sich dann, an den Gedanken festzuhalten? Ich würde sagen nein. Also: Was könnte noch ein Grund dieser Kollegin sein? Vielleicht ist sie überfordert? Oder hat Zuhause soviel zu tun, dass sie das nicht alles schafft weil sie so k.o. ist? Versuch mal mit Milde auf dich und alle anderen zu schauen und die Wunder dieser Welt zu sehen. Wir alle geben unser Bestes. Jeden Tag.

Zurück zum Frieden

finden ist eine tägliche Aufgabe. Mir hilft es morgens zu meditieren und dadurch den Tag schon ruhig zu starten. Meditation ist außerdem ein spitzenmäßiges mentales Training um nicht jedem Gedanken nachzugehen. Das hilft über den Tag dann irgendwann sehr. Also probier das gerne mal aus. Hier ist eine kleine Anleitung und auf Youtube gibt es schon zwei Meditationen in Videos für dich. Außerdem schaue ich mir die Dinge abends nochmal aus einer anderen Perspektive an. Wie das geht und erkläre ich in diesem Video (und noch ein bisschen was zu diesem Thema hier):

Gelassenheit einladen, die beste Version sein

Dies ist unser Leben ihr Lieben, kein Testlauf. Warum soviel Energie auf Ärger, Hektik, Frustration, Traurigkeit, Angst und mehr verwenden? Vielleicht schaffen wir es nach und nach ein wenig milder zu sein und so die Welt zu erhellen. Zurück zu lächeln, wenn jemand grimmig ist und nicht einzusteigen ins Drama. Ich glaube, das ist eine tägliche Aufgabe die sich lohnt. Was meint ihr und wie bleibt ihr ruhig? Ich freu mich auf Kommentare und mehr.

Bis bald – keep calm

Silja

 

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Jessica 2 Jahren vor

    Toller Beitrag … und da ich immer denke, nur ich habe „Drama“ auch sehr beruhigend. 😉

    • Autor
      Silja 2 Jahren vor

      Juhu Jessica – ich glaub wir alle…fast jeden Tag. Aber es wird besser – also so langsam. Liebe Grüße und bis bald Silja

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