5 Tipps, die dir helfen gesund und pflanzlich durch den Tag zu kommen

5 Tipps, die dir helfen gesund und pflanzlich durch den Tag zu kommen

5 Tipps, die dir helfen gesund und pflanzlich durch den Tag zu kommen

Zuerst eimal eine kleine Wahrheit: Ich liebe es gesund und pflanzlich zu essen – und erzähle andererseits wirklich ungern davon.Was an den Reaktionen liegt, denn pflanzliche Kost wirkt erstmal exotisch und somit bestimmt die Wahl meines Essens danach einen Teil des Gesprächs. Was an sich eine feine Sache wäre, wenn es nicht viel zu oft gleich ablaufen würde. So begegnet mir relativ häufig auf mein Outing eine feine(und völlig unnötige) Ansprache zum eigenen Fleischkonsum, Einkaufsverhalten und mehr. Der eigene Fleischkonsum wird als äußerst selten beschrieben, der Bezug natürlich  beim total tollen Biobauernhof gestillt. Was soll ich darauf antworten? „Wie schön?“ oder „Gut gemacht?“ – ich bleibe meist etwas ratlos zurück. Die andere Möglichkeit ist die forsche Befragung. Neugierig wird erkundet, ob das nicht „furchtbar kompliziert“ und „gar nicht so gesund“ sei? Gefolgt von einer Debatte über Sojaplantagen und Trends, die wieder verüben gehen. Auch hier fehlt mir die charmante Antwort, wobei ich all das verstehe. Es macht halt nur keinen Spaß. Was heute natürlich anders ist, denn es geht ums pflanzliche und gesunde essen, was überhaupt nicht kompliziert sein muss. Daher für alle, die noch zögern ob der großen Aufwände: Hier ist dein Post:

Iss doch einfach das Richtige 

Egal, ob du vegan, vegetarisch oder alles isst – es gibt eine Menge Möglichkeiten ungesund zu essen, die du eigentlich nur weglassen müsstest. Und sehr wahrscheinlich weißt du längst, was alles nicht richtig gesund ist. Du ahnst zum Beispiel, dass all der Kaffee dir nicht gut tut, dass Zucker ganz schön ungesund ist und dass du sogenannte „stark verarbeitete Lebensmittel“ meiden solltest. Somit ist es also eigentlich einfach, gesund zu essen. Falls du trotzdem noch nicht so richtig oft frisch kochst und sich dein Grünzeug  auf bunte Gummitiere beschränkt, wird es Zeit deinen guten Vorsätzen noch ein paar handfeste Tipps mit zu geben. Einfach, damit du demnächst das Richtige isst – und immer gesünder und fitter und energiegeladener wirst.

Schritt eins: Hab dein WARUM klar

Du kannst dir viel vornehmen, solange dein „Warum“ ein bisschen fad nach „ich sollte“ klingt, wird es richtig schwer. Das Durchbrechen von alten Angewohnheiten ist nur dann leicht, wenn wir klar haben, wieso es so wichtig für uns ist. Wenn du noch unsicher bist, dann schau ein paar schöne Gesundheitsdokus wie „Forks over Knifes“ oder „What the health?“ und lass dich inspirieren. Bücher sind ebenfalls eine feine Idee, schau hier hinein, da findest du auch zum Thema Ernährung meine Lieblinge. Wenn du irgendwann weißt, warum du dich gesund und fit fühlen willst, dann formuliere eine lupenreine Intention. Schreib auf, wieso du etwas ändern wirst, was die guten Folgen davon sein werden, wie du vorgehen wirst und auch, woran du merken wirst, dass sich etwas ändert. Gerade der letzte Schritt ist super wichtig, damit du mitbekommst, wie es läuft und dich für deine Erfolge feiern kannst (statt dich für kleine Rückschritte fertig zu machen).

Schritt zwei: Da haben, was gut ist

Nun kommen wir zum gesunden Essen. Es ist eigentlich sehr simpel: Iss Grünzeug en masse! Iss Obst moderat! Koch frisch! Iss Rohkost, Vollkorn, ersetze ungesunde Zutaten wie Zucker durch gesündere (Achtung, das bedeutet nicht gesund!) Süßungsmittel wie Kokosblütensirup. Wirf den ganzen andere Mist weg. Du brauchst all das Zeug nicht und es stellt deine Disziplin nur auf eine viel zu harte Probe. Wer mit anderen zusammen wohnt und nicht alles ausmisten darf, sorgt für gesunde Leckereien in einer eigenen Ecke wie zum Beispiel Trockenobst oder Nüsse. Wenn du neugierig bist, was wir im Haus haben, schau hier vorbei. Lass außerdem gute pflanzliche Produkte einziehen, statt des ganzen tierischen Krams. Es lässt sich so ziemlich alles gut ersetzen. Zum Backen kannst du statt Ei Leinsamen, Banane oder Apfelmus nutzen und selbstgemachte Mandelmilch schmeckt fabelhaft und ist soviel besser für den Körper als irgendeine tierische Milch. Je mehr gute Alternativen du im Haus hast, umso einfacher wird es.

Schritt drei: Vorbereiten und freuen

Sollte deine Ausrede in Ernährungsfragen „ich habe einfach zu wenig Zeit“ sein, dann wird es schlicht Zeit für ein wenig mehr Struktur, denn bei gesunder Ernährung in Kombination mit vollen Terminkalendern gilt: Vorbereitung ist ALLES. Wenn ein paar volle Tage vor mir liegen, nehme ich mir ein wenig Zei und freu mich dann wie verrückt, was für leckere Sachen auf mich warten. Alles, was du brauchst, ist eine halbe Stunde Zeit. In der kannst du dir einen meiner Lieblingssmoothies mixen und ein paar Overnight Oats anrühren. Gekochter Vollkornreis, Vollkornnudeln, Hirse oder Quinoa halten sich ebenfalls bis zu drei Tage lang im Kühlschrank und können für Salate und schnelle Gerichte bereit stehen. Was so toll ist! Man kommt nach Hause, wirft ein paar Gemüsestücke in die Pfanne – und hat ein leckeres Gericht, was nebenbei gesund und gut verdaulich ist.

Schritt vier: Vergiss Cheat-days

Ich habe das „Cheat-Day“ Konzept nie verstanden. Was soll es bringen einen ganzen Tag lang irgendwelchen Quatsch zu essen, nur um sich für sechs Tage gesund essen zu belohnen? Das scheint mir merkwürdig, denn es bedeutet, dass wir nach gesunden Tagen, an denen wir unserem Körper was Gutes getan haben, eine Belohnung bräuchten. Hm. Ist nicht das gesunde, leckere, frische Essen die Belohnung?  Außerdem macht es keinen Sinn sich bei einem Riesenhunger auf etwas, zu kasteien. Wie wäre es, wenn wir uns stattdessen loben für das, was wir schaffen und das, was wir (noch) nicht schaffen akzeptieren und nach und nach gesunde, gute Alternativen suchen? Mir hat es total geholfen meine Lieblingsnaschereien und Gerichte pflanzlich zu ersetzen. So habe ich weiter mein geliebtes Schokobrot am Morgen, kann Pfannkuchen essen und mir Kuchen backen. Und all das ein wenig gesünder und natürlich pflanzlicher als vorher – was bedeutet: Kein Verzicht = kein Bedarf für Cheat Days!

Schritt fünf : Starte eine pflanzliche Challenge

Solltest du noch nicht ganz pflanzlich essen, dann probiere es aus! Es ist so so einfach. Du findest meine Lieblingstipps hier und hier. Ich bin bis heute glücklich, dass ich vor acht Jahren meine Ernährung umgestellt habe und es wird sowas von Zeit, dass wir mehr und mehr werden. Ich will kein Moralapostel sein, aber die Folgen unseres Konsums an tierischen Nahrungsmitteln ziehen so weite Kreise. In Deutschland gibt es ganze Fleischfabriken, in denen im Sekundentakt Tiere sterben, um zu Wurst, Gummibärchen und Schnitzeln verarbeitet zu werden. Das meiste an Sojabohnen und anderen Futterquellen wird angebaut, um Tiere zu mästen, die später geschlachtet werden, während woanders auf dieser Welt diese Lebensmittel viel dringender gebraucht würden. Und noch nicht mal gesund ist es! Längst zeigen Studien Zusammenhänge zu erhöhten Cholesterinwerten, Herz-Kreislauferkrankungen, Osteoporose und sogar Krebs. Es ist so verrückt: Tierische Lebensmittel sind in unserer Welt normal und so scheint pflanzlich essen exotisch. Doch auch hier gilt, wenn wir das ändern wollen, fängt es bei uns selbst an.

Gut essen ist Selbstliebe

Sich selbst Gutes zu tun, mag nicht immer einfach sein und doch ist es so so wichtig. Ob wir gesund essen, uns die Zeit nehmen Gutes einzukaufen, leckere Rezepte ausprobieren – all das zeigt auch, was wir uns wert sind.  Und ich glaube, es verändert die Welt! Stell dir vor, wir alle würden mehr auf uns achten? Wir würden auf unseren Körper hören und in Einklang mit der Natur leben? Vielleicht wären wir weniger gehetzt und damit freundlicher? Vielleicht wären wir ein wenig bewusster, ein wenig entspannter, ein wenig begeisterter? Es mag sich verrückt anhören, aber auf das, was ich esse, nochmal anders zu achten, hat für mich innerlich so viel verändert. Es hat mich feinfühliger gemacht, mich mehr nachdenken lassen, meine Werte neu sortiert und und und – die Liste ist endlos. Vielleicht kennst du das auch? Wie schaut es  bei dir aus?

Liebste Grüße,

Silja

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

7 Kommentare

  1. Birgit 3 Monaten vor

    Hallo Silja,
    lieben Dank für den schönen Artikel. Ich würde gerne auf Fleisch noch mehr verzichten, habe jedoch für mich die Erfahrung gemacht: nur Gemüse & Co. halten mich nicht lange satt und wenn ich Hunger habe, werde ich ungemütlich 😉
    Zucker, Kuchen & Co. sind gar nicht mein Problem, da Gluten mir nicht gut tut und ich eh nicht so die Süße bin.
    Hast du hier einen konkreten Tipp für mich?
    Danke & weiter so!
    Birgit

    • Autor
      Silja 3 Monaten vor

      Liebe Birgit,
      das ist ja schade, dass dies der Grund für Fleischkonsum ist. Also super gerne: Einmal ist es ja nicht schlimm, man muss sich nur umstellen und Zwischenmahlzeiten fest einplanen. Außerdem helfen mir Gerichte mit Vollkorngetreide sehr, insbesondere Mittags. Spaghetti, Reis etc. machen mich wunderbar satt – udn ich esse mehr als früher, das muss ich auch sagen. An sehr hungrigen Tagen mag ich gehaltvollere Gemüsevarianten mit beispielsweise Kokosmilch.
      Probier es mal aus und plane deine Zwischenmahlzeiten- das wird sicher super.
      Liebe Grüße
      Silja

  2. manu 3 Monaten vor

    Liebe Silja, welchen Mixer benutzt du denn für deine leckeren Smoothies?

    • Autor
      Silja 3 Monaten vor

      Liebe Manu,
      ich nutze den Bianco Puro (Werbung, ohne Auftrag, da Markennennung) – der Vitamin soll ähnlich gut sein. Ich bin sehr zufrieden.
      Liebe Grüße
      Silja

  3. Manu 3 Monaten vor

    Liebe Silja, welchen Mixer benutzt du für deine leckeren Smoothies?

  4. Sophia 3 Monaten vor

    oh, ja die ewige Thematik rund um die pflanzliche Ernährung, ich kenne all die Aussagen, die du oben so gut umschrieben hast :o)
    Sehr, sehr sanft deine Worte, Respekt – aber ich versteh dich gut und auch dein Zurücknehmen, ich spreche auch so gut wie nie darüber, ausser ich werde explizit danach gefragt. Aber es passieren auch Schöne Dinge! Vorgestern fragte mich eine ganz neue Kollegin, ob ich eine Idee hätte, wie sie Mozarella ersetzen kann, denn sie ist .. „tadaa“ seit einem Monat vegan (huch, jetzt hab ich’s doch ausgesprochen 🙂
    Ich hab mich sehr gefreut, ihr zu Haus gleich eine pflanzliche Alternative gebastelt, und mitgebracht, samt Rezept.
    Da waren wir dann beide sehr happy.
    Also – es geht schon was weiter, langsam, aber doch stetig wie mir scheint.
    Alles Liebe für Dich!
    PS: dein Haar ist jetzt schon wirklich sehr schön grau. Du hast tapfer durchgehalten, ich.. nicht 😉
    Toll!

    • Autor
      Silja 3 Monaten vor

      Liebe Sophia,

      verrückt, oder? Wie toll, dass du ihr direkt helfen konntest. Und die grauen Haare mag ich -mit dem Übergang hadere ich immer mal wieder aber das ist nicht nur hier so ,-). Schicke dir auf jeden Fall einen lieben Gruß und dicken Kuss,
      Silja

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