Yoga verändert – wie und warum eigentlich?

Yoga verändert – wie und warum eigentlich?

Yoga verändert uns – wie und warum eigentlich?

Es ist wissenschaftlich in zig Studien belegt: Der Weg des Yoga verändert uns. Unsere Hirnstruktur baut sich um, das lässt sich sogar auf Hirnscans sehen und der Tonus unseres Vagusnervs  verbessert sich messbar. Viel spannender finde ich aber bei meinen Yogakollegen, Schülern und bei mir selber zu beobachten, wie sehr Yoga uns hilft und verändert. Ich sehe, wie sehr negative Menschen mit der Zeit offener werden, wie die Gestressten und Gehetzten etwas ruhiger werden, die Unsicheren selbstbewusster und die Schüchternen etwas kühner. Es ist spannend zu sehen: Yoga bewegt uns. Nicht nur außen, vielleicht vor allem innen.

Die Wirkung von Yoga

Die Wirkung von Yoga auf unser Gehirn zeigt verschiedene Effekte, die vielleicht ein bisschen erklären, warum wir alle etwas harmonischer werden, wenn wir praktizieren und warum sich Extreme in dieser Harmonie verlieren können. Ich hab mal exemplarisch die zwei oben genannten mitgebracht und sage euch: Es gibt zig! Wahnsinn! Zum Beispiel:

Graue Substanz nimmt zu.

Die sogenannte „Graue Substanz“, die durch regelmäßige Meditationspraxis (und die ist ja ein wichtiger Bestandteil der Yogapraxis) im präfrontalen Kortex zunimmt, ist noch wenig erforscht. Sie wird allerdings in Verbindung gebracht mit Krankheiten wie Alzheimer, Depressionen usw. – wenn sie zunimmt, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu erkranken ab. Gute Sache also, diese Substanz. Außerdem werden die Gehirnveränderungen im präfrontalen Kortex in Verbindung gebracht mit einer erhöhten Konzentrationsfähigkeit und besseren Stressresistenz. Auch nicht verkehrt, oder?

Der Tonus des Vagusnerv verbessert sich.

Der Vagusnerv ist die Hauptverbindung von Körper und Gehirn. Er versorgt Herz, Kreislauf, Lunge, Magen und Darm maßgeblich mit. Aber nicht nur das, er ist auch mit verantwortlich für unsere sozialen Kontakte, denn all das Lächeln und Anschauen, das mitfühlende Nicken – all das steuert der Vagusnerv. Ist der Tonus des Nerves erhöht, so funktioniert dies deutlich  besser. Und natürlich erhöht sich der Tonus durch Meditation und Yoga.

Dieses Schaubild zeigt übrigens die Ergebnisse noch anderer Studien gut zusammen gefasst.

Yoga lässt uns uns erkennen.

Ich habe schon immer viel Sport gemacht. Ich habe Volleyball gespielt und bin um Regattabahnen gejoggt und all das hat wunderbar gut getan. Mit Yoga jedoch habe ich das Gefühl mich besser kennen zu lernen. Man ist auf der Matte mit sich, sonst niemandem. Man atmet und streckt sich. Ich erkenne auf der Matte, wie es mir geht und ich sehe meine Muster, meine geistigen Routinen und Angewohnheiten. Ich habe erkannt, dass ich manchmal ungeduldig bin und manchmal zu ehrgeizig. Ich hab gesehen, wie ich es mir manchmal versuche leicht zu machen und zu mogeln. Yoga hat mich anders mit mir bekannt gemacht und ein bisschen wie bei einer Zwiebel schäle ich immer neue Seiten ab. Spannend.

Yoga lässt uns verarbeiten und loslassen.

Die neuere Faszienforschung zeigt, dass das große Gewebenetz in unserem Körper nicht nur maßgeblich für unsere Bewegungen und Stabilität sorgt, sondern auch unsere Gefühle speichert. Jedes Gefühl hat Punkte im Körper, mit denen es zusammen hängt. So fühlen wir die Wärme im Bauch, wenn wir uns zu jemandem hingezogen fühlen oder unser Brustkorb zieht sich zusammen, wenn wir uns eingeengt fühlen. Wenn wir unsere Asanas im Yoga einige Atemzüge halten, arbeiten wir genau in diesem Gewebe. Die gespeicherten Gefühle kommen auf und es gibt kein Entkommen. Atmen, annehmen, loslassen – immer und immer wieder. Yoga lässt uns verarbeiten, was da alles gespeichert ist und wir gehen ein wenig befreiter aus der Praxis heraus.

Yoga steuert unsere Energie.

Wenn ich müde bin, dann mache ich ein paar Atemübungen, die mich aufwecken: Kapalabhati oder eine tiefe yogische Atmung mit Betonung auf der Einatmung. Ein Kopfstand vielleicht oder ein Handstand machen ebenfalls wach oder ein paar schicke Rückbeugen. Ich kann einiges tun, um richtig frisch zu werden, wenn ich müde bin. Genauso umgekehrt. Wenn ich nervös bin und Ruhe suche, helfen mir Vorbeugen oder eine ausgleichende Runde Wechselatmung. Hüftöffner sorgen für mehr Leichtigkeit, wenn ich traurig bin, denn sie lassen mich der Traurigkeit auf den Grund gehen, so dass ich sie loslassen kann. Wenn ich mich ungesund und irgendwie ungut fühle, helfen alle Twists das Ungute aus mir quasi rauszuquetschen. All das geht, denn die Übungen steuern unsere Energie und gerade darum sind sie in unserem Alltag so wertvoll.

Yoga macht gesünder.

Und fast ist es klar, oder? Der tiefe Atem sorgt für eine Sauerstoffdusche und die Übungen stärken unsere Muskeln. Wir bekommen Lust gesünder zu essen, denn durch die geschulte Feinfühligkeit spüren wir viel mehr was uns gut tut und was nicht. Wir bemerken die Wirkung von Alkohol oder Kaffee stärker und schränken oft unseren Konsum drastisch ein. Yoga hilft gesünder zu werden – einmal durch die körperliche Wirkung und durch die gesteigerte Sensibilität.

So ihr Lieben, Yoga macht ganz schön viel. Ich musste das mal für mich runterschreiben, denn Yoga hat bei mir so viel bewirkt.  Wenn du noch nicht angefangen hast, dann versuch es mal. Probier ein paar Stunden aus und schau dir mehrere Lehrer und Studios an, damit der Funke rüberspringen kann. Mach dir keine Sorgen, wenn du dich dafür nicht gut genug fühlst. Wir haben alle irgendwie angefangen und die Fortschritte kommen wunderbar leichtfüßig wenn du einmal anfängst. Ich hatte neulich wieder eine Stunde mit Schülern, die vor einem halben Jahr gestartet sind und ich konnte die Unterschiede so sehr sehen. Ich konnte sehen, wie sie flexibler waren und gerader standen und wie sie ein ganz klein wenig anders aussahen. Ich sag ja: Yoga bewegt uns, innen wie außen.

Was für ein Glück!

Namasté

Silja

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Jessica 1 Jahr vor

    Guten Morgen, 🙂 was für ein toller Beitrag. Kann ich so unterschreiben.

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo du Liebe! Das freut mich. Hab einen tollen Tag ?

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*