Nüchtern sein – warum ich aufgehört habe Alkohol zu trinken

Nüchtern sein – warum ich aufgehört habe Alkohol zu trinken

Nüchtern sein – warum ich aufgehört habe Alkohol zu trinken

Ich habe mehr als sonst überlegt, ob ich diesen Post schreiben soll. Oder ob er mich, wenn einmal geschrieben, einzwängen wird? Ob es komische Reaktionen geben wird? Die kleine, aber nicht unwesentliche Veränderung löst schon nach einer Woche einiges aus.  Was der Grund ist heute zu schreiben, denn schließlich ist Glücksplanet eine Art Ratgeber- Gedankenteich- Rezeptesammlung und – ja auch – Tagebuch.  Somit gehört es sich, die vor sich gehende Veränderung festzuhalten. Die Sache ist: Ich will nüchtern bleiben und der Prozess hierhin war ziemlich schleichend.

Ein Hinweis

Dieser Artikel ist eine sehr persönliche Sicht auf das Thema. Solltest du dir ernste Sorgen um deinen Alkoholkonsum machen, findest du unten Links bei denen es Beratung und Hilfe gibt. Bitte kümmere dich um eine professionelle Betreuung, da sie dir helfen und gut tun wird auf dem Weg ins nüchtern- sein. Zudem kann dieser Post triggern, auch wenn du ggfs. trockene (r) Alkoholiker (in) bist. Bitte habe in diesem Fall im Kopf, dass es sich hier um meine ganz persönliche Geschichte handelt und jeder Weg und jedes Hindernis anders ist.

Die Sache mit der Angewohnheit

Als ich vor vielen Jahrzehnten, in den wilden Momenten meines noch jungen Lebens, durch Bars zog und meinem unsicheren Ich ein wenig  verruchten Anstrich geben wollte, habe ich geraucht. Soziales Mitrauchen würde ich es heute nennen. Damals durfte man noch in Kneipen überall herumpaffen und selbst im Restaurant galt es nur als unschicklich, wenn am eigenen Tisch noch gegessen wurde. Ich genoss also die Zigaretten mit Freunden nach dem guten Essen, neben der Tanzfläche, in der Bar. Ich rauchte auf dem Weg nach Hause, selbst am Schreibtisch meines damaligen besten Freundes (und heutigen Ehemanns). Bis ich begann mich auf die Zigarette zu freuen. Ich freute mich auf das Glas Wein und begann Planungen zu ergänzen um ein „und dann schnorre ich eine von dir, ok?“. Ein opulentes Mal schien plötzlich unverdaulich ohne die Zigarette danach. Mich beschlich die Ahnung, dass ich Raucherin geworden war.

Mit was Aufhören

Ich ließ es daher bleiben und das war gar nicht so leicht wie vermutet. Ein ganzes Jahr lang hat mir das Rauchen immer wieder gefehlt. Dabei mochte ich weder den Geschmack, noch den Geruch – verrückt eigentlich, oder? Und bitte, liebe Raucher, macht, was ihr wollt. Dies ist kein „Alle mir nach“ Post. Für mich war es einfach nichts. Die Vorstellung giftigen Qualm in meine Lungen zu ziehen, gefiel mir nicht wirklich und ich fragte mich: Warum eigentlich? Was mir gefiel war die Vorstellung von mir als kühne, ein wenig rockige, sehr lässige Version -man kann also sagen: Ich rauchte aus Unsicherheit. Aufhören wurde mit Woche zu Woche leichter und leichter und ein Jahr später war ich endlich frei. Kein Verlangen, kein innerer Dialog, keine Lust auf Zigaretten. Die Kurve gerade noch gekriegt, dachte ich mir im Stillen.

Eine weitere Angewohnheit – die Sache mit dem Essen

Jahre später, Yoga schon in allen Poren und lauter Lust auf ein glückliches, gutes Leben, las ich das Buch von Karen Duve (s.u.) und entschied von heute auf morgen ohne Tierzeugs zu essen. Die Familie reagierte anfangs ein wenig verstört, gewöhnte sich allerdings erstaunlich schnell. Fast neun Jahre ist das nun her und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Obwohl ich den Geschmack mancher Lebensmittel (Lachsersatz auf gekochtem Ei zum Beispiel, so verrückt das ist) vermisst habe, kam nie Melancholie auf. Ich vermisse nichts, bin froh und erleichtert und vital und klar und es fühlt sich weder nach Einschränkung noch nach Kompliziertheit an. Hach, so einfach sind Veränderungen, wenn wir aus tiefstem Herzen und ganz im Einklang mit unseren Werten was anpacken.

Aufhören mit Farbe

Dann kam noch das mit dem Färben. Blonde Haare waren lange meins, gefärbte Haare noch viel länger. Als ich vor zwei Jahren aufgehört habe zu färben, war das ein wenig wie ein Bekenntnis zu mir. Dazu, wie ich aussehe und dazu, wie ich bin. Auch: Wie alt ich bin. Es fühlte sich anfangs verwundbar an, später hat es mich mit Stolz erfüllt. Noch heute finde ich meine „neue“ Haarfarbe manchmal wunderschön und ebenso oft gewöhnungsbedürftig. Es hängt davon ab, wie es mir geht – wie bei so vielem anderen auch. Zurück zum Färben jedoch will ich auf keinen Fall, selbst an den unsicheren, wackeligen Tagen nicht. Es fühlt sich richtig an, wie es jetzt ist und ich habe gelernt ein wenig unabhängiger zu werden von dem, was andere für „schön“ halten.

Bor, jetzt aber: Alkohol

Nun aber zum eigentlichen Thema, war ja alles Einleitung bisher. Ich wills mal so sagen: Als Trendsetterfreundin C. im letzten Jahr mit Susanne Kaloffs Buch (s.u.) um die Ecke kam, habe ich abgewunken: Brauch ich nicht! Ich trinke gern mein gesittetes Glas guten Roten, den kühlen Weißen im Sommer, einen spritzigen Rosé. Ich stoße mit Crémant und noch lieber mit Champagner an, Sekt geht allerdings auch, ich bin ja schließlich nicht abgehoben. Ich mag das Giggeln, dass mir die Kehle hochrutscht und die Unbekümmertheit nach einem ersten Glas. „Ich liebe einen kleinen Suri“ sagt eine andere Freundin dazu und ich dachte lange: ich auch.

Früher

Früher war das anders. In den Jahren des unsicheren Rauchens gab es häufiger einen Wodka zu viel, so dass die Erinnerung samt ganzem Folgetag in einem verschwommenen Dunst abtauchten. Tanzen gehen ohne das obligatorische „Vortrinken“ gab es kaum. Fragen über den Nachhauseweg und die letzten Stunden dafür manchmal umso mehr. Mit den Kindern, der Lust am frühen Aufstehen, mit Yoga und einem neuen Gefühl von Energie im Körper verging mir die Lust auf Zuviel allerdings völlig. Ich begann nach dem zweiten Glas Wasser zu trinken. Meistens. Manchmal hab ich den Moment verpasst, aber immer seltener.

Die Illusion der Unbesiegbarkeit

Überhaupt gibt es diesen Moment, kurz vor dem Ende von Glas zwei, wo ich immer dachte: Ich bin unbesiegbar. Nur die jahrelange Erfahrung hat mich irgendwann abgehalten eine lustige Runde Schnaps, diesen tollen neuen Gin oder die zweite Flasche Wein auch noch ausgiebig mitzuprobieren. Aber selbst nach nur zwei Gläsern war ich morgens auf der Matte schlapper. Die Laune war bedrückter, der Kopf schwer. Ich war nicht ganz klar. Ich trank also weniger und weniger – aber immer noch manchmal. Es gab nämlich Situationen, da schien es mir undenkbar nicht zu trinken.

Wann ich Alkohol getrunken habe

Ich habe für mich mal überlegt, welche Momente mir besonders gut gefallen (haben) und war ein wenig erschüttert, wie lang die Liste geworden ist. Ich mag Alkohol:

  • Zu besonderen Anlässen wie Weihnachten, Geburtstag, wenn was geklappt hat
  • Wenn wir mit Freunden zusammen kommen, insbesondere Essen gehen
  • Wenn Freitag ist
  • Wenn wir tanzen gehen wollen
  • Wenn ich Spaghetti mit (veganer) Bolognese koche
  • Wenn es ein kühler Abend ist und Rotwein wärmend scheint
  • Wenn der Tag anstrengend war
  • Wenn das Bedürfnis abzuschalten groß ist
  • Wenn Belohnung gebraucht wird
  • Wenn wir „gemütlich“ zusammen sitzen

Und wahrscheinlich würde ich noch mehr gute Gründe finden, wenn ich suchen würde. Getrunken habe ich (trotz dieser durchaus stattlichen Liste) 2 bis maximal 3 x Mal pro Woche und zwar 1-2 Gläser (meist Wein). Viel? Wenig? Es ist eine wenig mit wie mit dem Rauchen: Eigentlich ist es egal, denn gut ist es so oder so nicht.

Was Alkohol macht

Der Wunsch, jeden Morgen klar aufzuwachen ist stetig in mir gewachsen. Ich will wach sein und mich wach fühlen. Ich will entspannt sein, ohne dafür einen Beschleuniger zu brauchen und unabhängig sein von Angewohnheiten, die mir nicht dienen. Den letzten Schubs gegeben haben mir dann zwei tolle Frauen: Der Podcastgast von nächstem Freitag (#15), Mia von The Sober Glow, die auch graue Haare hat (so hab ich sie gefunden) und ihren Prozess des Grauwerdens und Nüchtern seins als „Unmasking“ beschreibt. Die Zweite ist Susanne, deren Buch ich auf der Mindful Blogging Conference dann endlich doch kennen gelernt habe. Sie las daraus und dann war es in meiner Tüte bei der Abreise. Ich las im Familienurlaub in Madrid, während ich jeden Abend ein Glas Rotwein/ Weißwein/ Bier orderte. Und plötzlich las ich über die Schäden im präfrontalen Cortex, in den Alkohol sogenannte „funktionelle Löcher“ gräbt.

Mein Körper, mein Hirn

Das mit dem Cortex hat mich erschüttert. Immerhin ist es die Region, in der Weisheit und Intuition sitzen. Hier sieht man auf Hirnscans Meditierender die Zunahme der sogenannten „Grauen Substanz“ . Diese steht im Zusammenhang mit unserer Fähigkeit Emotionen zu managen und gut mit Stress umzugehen. Da unser Gehirn ständig im Umbau ist, pflege ich lauter gute Rituale und Angewohnheiten, die mein Gehirn immer mehr ins Glück polen sollten. Was auch funktioniert. Alkohol jedoch hat den gegenteiligen Effekt, da kann ich meditieren und Dankbarkeitstagebücher schreiben wie ich will. Dass das Zellgift Alkohol für den Körper nicht gut ist, brauch ich wahrscheinlich nicht mehr erläutern, oder? Schon 2014 berichtete die Süddeutsche über 15000 Deutsche, die jährlich an ihrem Alkoholkonsum sterben. Letztlich ist der Stoff in meinem Rotweinglas eine Droge. aber eine gesellschaftlich anerkannte. Erschüttert hat mich zudem der Tod eines ehemaligen Kollegen. Traurig eigentlich, manches begreife ich erst, wenn es nah dran ist.

Wie lange denn nun?

„Wie lange machst du das denn jetzt? “ fragte der wunderbare Mann an meiner Seite an Tag zwei meiner selbstgewählten Alkohol Abstinenz und ich habe wahrheitsgemäß geantwortet: Keine Ahnung. Ob ich nun zwei Wochen oder für immer nüchtern bleiben werde- ich weiß es nicht. Ich hab ein wenig Angst vor dem, was kommt. Ein Teil von mir will weiter ganz dazugehören. Dabei sein. In meiner Familie wird gerne (und in Maßen) angestoßen. Wie ist das, wenn ich nun immer Wasser im Glas haben will? Wie gehe ich mit Abenden um, in denen die alten Unsicherheiten mich einholen und ich mich geistlos und spröde fühle? Trinke ich dann was? Oder für den Spaß? Oder um lustiger zu sein? Werden andere mich langweilig finden? Wird mir das Anstoßen fehlen? Susanne beschreibt in ihrem Buch genau das. Wir gehen also fast alle dadurch, wenn wir aufhören. Also sei gesagt: Ich habe keinen blassen Schimmer. Ich weiß nur: Jetzt gerade will ich nüchtern sein und zwar sehr.

Was ich gerade ist

Die ersten Tage ohne Alkohol jedenfalls haben sich übrigens toll angefühlt. Ich habe nicht mal ein bisschen darüber nachgedacht! Die Frage: Trinke ich heute was oder nicht? ist verschwunden. Die Entscheidung steht und macht mich fröhlich Ich fühle mich klar, hab das Gefühl das sei jetzt echt „dran“ Also bin ich auf der wilden Suche nach lauter leckeren und gesunden Wasseralternativen, schleppe den Yogitee Säcke weise (ok, das ist übertrieben) nach Hause und freu mich vor allem morgens immer total fit zu sein. Bei mir. Letztlich beginnt alles in uns. Warum wir etwas tun und warum wir etwas lassen. Wie sehr das, was wir tun, im Einklang mit unseren Werten und unserem Weg ist, ist entscheidend. Wie sehr es uns dient oder schadet. Ich bin gespannt auf die Reise.

Und ihr so?

Alles Liebe,

Silja

PS: Hilfsorganisationen

Die Organisation Kenn dein Limit hilft.

Auch Verbände helfen, u.A. mit Online Beratung, schau bei:  Caritas,  Rote Kreuz oder  Anonymen Alkoholiker

PPS: Hier die wilden Bücher:

Was mich bekehrt hat nur noch Pflanzen zu essen:

Suses Buch:

Wie immer gilt: Beim Lieblingsladen ordern, dann bleibt er erhalten. Wer über den Link bestellt muss wissen, dass ich hier ein wenig profitiere.

Fotocredit: Miriam war mit mir unterwegs. Du findest ihre Seite hier (Werbung ohne Auftrag).

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

28 Kommentare

  1. Tina 7 Monaten vor

    Hallo Silja,
    Ich trinke schon lange keinen Alkohol. Es hat auch damit zu tun, immer die Kontrolle zu behalten, ich habe in meinem engsten Verwandtenkreis gesehen, was Alkohol mit einem Menschen machen kann …vom liebsten Menschen zum Ekelpaket und am nächsten Tag keine Erinnerung mehr davon haben….dazu kommen finanzielle Aspekte..wie Sachen verlieren, nach einem Autounfall der Führerschein weg…. nur negative Sachen. Es muss sicherlich nicht so ausarten, aber ich brauche den Alkohol nicht, auch nicht, um in Stimmung zu kommen.
    Mit den grauen Haaren weiß ich noch nicht so….ich habe mit 55 Jahren nur vereinzelte graue Haare und ich werde abwarten, vielleicht habe ich Glück und der Zustand hält noch an, bei Dunkelblond fällt es auch noch nicht so auf.Ansonsten bin ich ein sogenannter Flexitarier, esse nur sehr selten Fleisch und vielleicht klappt’s auch mal fleischlos.
    Liebe Grüße
    Martina

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Martina,
      Danke dir für deine Worte. Alles Liebe und viel Spaß beim beobachten der grauen Haare 🙂
      Silja

  2. Isa 7 Monaten vor

    Hi Silja,
    Sehr schöner Post. Ich gebe dir total recht, die Frage ist doch, wie wir uns damit fühlen, wie sehr uns etwas dient oder nicht. Daher führe ich auch nie Grundsatz-Diskussionen über solche Themen, auch nicht über Ernährung etc. Denn jeder ist ja auf seiner eigenen „Reise“ mit eigenen Werten. Wenn es sich jetzt richtig für dich anfühlt, großartig. Weiter so! Viel Erfolg dir dabei 😘
    Liebe Grüße

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Isa,
      ich dank dir! Und ja du hast recht, Grundsatzdiskussionen tun keinem gut. Wir können nur für uns entscheiden.
      Alles Liebe,
      Silja

  3. Barbara 7 Monaten vor

    Hallo Silja,
    ich habe in meinen 57 Lebensjahren nie Alkohol getrunken – weil es mir nie geschmeckt hat. Als Jugendliche war es nie ein Problem oder Thema, in meinen erwachsenen Jahren schon, weil ich immer das Gefühl hatte mich ‚outen‘ und erklären zu müssen. Mittlerweile ist es kein Problem mehr, wahrscheinlich, weil ich es als Selbstverständlichkeit kommuniziere.
    Zu meinen weiß-grau-silbernen Haaren stehe ich seit fast 3 Jahren und habe noch nie so viele Komplimente bekommen. Es spielt für mich keine Rolle mehr wie alt mich mein Gegenüber schätzt, weil jedes Lebensjahr dazu beigetragen hat, wer ich heute bin und alt sein für mich keine Negativwertung mehr besitzt.
    Ich freue mich, Gedanken, die mich berühren hier wiederzufinden.
    Barbara

    • Gordana 7 Monaten vor

      Hallo Silija,
      ich mag Geschmack von Alkohol nicht. Das habe ich immer kommuniziert und das wurde und wird akzeptiert. Manche Menschen trinken um lustig zu sein ( wie sie es sagen). Ich bin lustig und fröhlich ohne Alkohol. Aber etwas anderes möchte ich sagen. Ich habe 2 erwachsene Kinder. Und so wie es aussieht habe ich als Vorbild gedient. Meine Kinder tranken und trinken auch kein Alkohol. Sie sagen es schmeckt denen nicht. Und sie wurden nicht ausgegrenzt oder ausgelacht. Das wird einfach akzeptiert. Das macht mich glücklich. Das ist des auf was es ankommt.
      Bleib auch dran. Und denk auch an deine Kinder. Wir leben immer etwas vor. Alkohol ist eine Droge. Man soll sich nichts vormachen. Auch wenn ein Glas🍷von Gesellschaft akzeptiert wird und auch manchmal als gesundheitsfördernd angepriesen wird. Es gibt bessere Alternativen.
      Liebe Grüße
      Gordana

      • Autor
        Silja 7 Monaten vor

        Liebe Gordana,
        danke dir! An die Perspektive als Mutter hab ich noch gar nicht gedacht und auch so wertvoll.

        Ganz liebe Grüße,
        Silja

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Barbara,
      so spannend. Danke! Und ja, ich liebe die grauen Haare auch sehr.
      Bis bald und danke,
      Silja

  4. Franzi 7 Monaten vor

    Liebe Silja, vielen lieben Dank für den tollen Post. Ich habe Anfang des Monats für eine Woche gefastet und hatte so viele tolle Vorsätze für die Zeit danach in meinem Kopf: mehr Wasser, mehr vegan, intermittierendes Fasten etc. pp. Ein paar Tage später hatte mein Freund Geburtstag und wir waren das erste mal seit Geburt unseres Sohnes für eine Nacht allein unterwegs. Wir haben ziemlich über die Strenge geschlagen und: „oh Wunder!“ ging es mir mehr als bescheiden. Ich wollte zunächst in Selbstmitleid zerfließen, aber dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen: es sollte genau so kommen. Plötzlich war da ebenso dieser Entschluss und ich liebe ihn mit jedem Tag mehr. Eine große Feuerprobe gab es am We mit zwei lieben Freundinnen… aber auch das war kein Problem. Schön unter Gleichgesinnten zu sein ❤️

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Franzi,
      ja das ist irre oder? Manchmal brauchen wir sowas, um zu verstehen. Mir gehts gerade auch sehr gut damit.
      Danke dir fürs teilen du liebe Gleichgesinnte 🙂
      Silja

  5. Birgit 7 Monaten vor

    Moin Silja, ein sehr inspirierender Artikel. Vielen Dank 🙏
    Hast du einen Podcast?
    Viele liebe Grüße Birgit

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Birgit,
      du findest den Podcast unter „Radikal glücklich“ hier auf dem Blog (einfach auf das Bild in der Seitenleiste klicken) und auf iTunes, Spotify etc.
      Viel Spaß beim Reinhören!
      Alles Liebe,
      Silja

  6. Caro 7 Monaten vor

    Liebe Silja
    Ja das mit den Zigaretten kenne ich genau so wie du. Habe etwas spät (mit 18/19 angefangen) und auch nur aus Unsicherheit, Frust und der Gesellschaft mitgeraucht. Dazu kam, dass mein damalier Freund auch rauchte. Wir haben dann beide gemeinsam damit aufgehört und es fehlt mir bis heute nicht 🙂 Alkohol trinke ich selten bis nie. Jedoch kamen früher, zu Teenagerzeiten, im Freundeskreis manchmal doofe Kommentare, doch das änderte meine Einstellung zu dem Thema bis heute nicht. Bei speziellen Anlässen trinke ich manchmal etwas aber auch nicht immer, von wegen Autofahren etc.
    Beim nicht mehr Haare färben geht es mir gleich wie dir. Im Gegensatz zu deinen gleichmässig schönen grauen Haaren, habe ich leider nur an den Schläfen sehr grau bis weiss, der Rest vereinzlte im dunklen Haar. Das macht es für mich extrem schwierig dran zu bleiben, da ich oft finde, es sieht sch….aus! Ich bin mir am überlegen, ob ich die Haare nicht kurz scheiden soll, damit es nicht so „alt“ aussieht. Da ich die Haare oft zusammenbinde, sieht man die Seitenpartie schon dominant. Vielleicht hast du mir da noch einen guten Tipp? 😉

    Du siehst, das Leben ist immer eine Herausforderung das Beste daraus zu ziehen und zu machen. Aber grundsätzlich bin ich auch der Typ, je weniger „Schadstoffe“ ich meinem Körper zufüge, desto reiner und freier fühle ich mich. Und das fühlt sich in der Regel gut an.

    Wünsche dir einen wundervollen Tag
    Herzlichst Caro

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Caro,
      das ist ja auch sehr spannend. Danke für deine Geschichte. Und zu den Haaren: schau mal auf Instagram unter den # goinggrey oder #grannyhair und so weiter – da gibt es viele Frauen, die ihre Geschichte in Bildern teilen (auf Pinterest auch). Da findest du mit Sicherheit Frisurinspirationen.
      Ich schick dir liebe Grüße,
      Silja

  7. Susanna 7 Monaten vor

    Liebe Silja, ich bin hin und her gerissen, ob ich den Artikel gut oder nicht gut finde. Für einen Alkoholiker ist der 1. Tag ohne Alk ein Horror und lebensbedrohlich, denn wenn mal kalt entzieht kann das schlimm enden. Nicht trinken mit nicht Haare zu vergleichen finde ich nicht richtig. Dein Artikel ist sicher für viele inspirierend und das finde ich gut – darüber nach zu denken, wie ist denn meine Art zu trinken.
    Für eine trockenen Alkoholiker stellt sich auch nicht die Frage, wie wird das auf andere wirken, denn es ist die Frage, will ich weiter leben. und da ist die Antwort – nein danke ich trinke nichts – nie, egal wie ich mich fühle ob gut oder schlecht.
    Ganz liebe Grüsse Susanna

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Liebe Susanne, danke für den Hinweis, ich nehme hierzu oben was in den Text. Hast so recht.
      Alles Liebe, Silja

    • Autor
      Silja 7 Monaten vor

      Schau mal, ich habe nun Hilfsorganisationen und einen Hinweis weit oben eingebaut. Ist es so besser?
      Liebe Grüße,
      Silja

      • Susanna 7 Monaten vor

        super gut! Ich bin auch jeder Zeit bereit Hilfestellung zu geben wenn jemand mein er/sie braucht Hilfe oder Infs

        • Autor
          Silja 7 Monaten vor

          Das ist super! Danke dir.
          Liebe Grüße

  8. Ursula 7 Monaten vor

    Oh da bin ich gespannt wie es Dir im weiteren Verlauf geht. Ich trinke schon länger keinen Alkohol mehr, weil ich schon nach einem halben Glas Wein am nächsten Tag deutlich spüre, dass es mir nicht gut geht.
    Damit einher ging allerdings auch ein ziemlicher sozialer Rückzug….ich habe kaum noch Lust, weg zu gehen. Als ob der Zweck des Ausgehens vorher hauptsächlich im Frönen der Sucht bestand (als ich noch rauchte und trank habe ich immer richtig aufs Ausgehen hingefiebert). Die soziale Vereinsamung macht mich nicht so ganz glücklich….ich habe da noch keinen Ausweg für mich gefunden.

  9. Ursula 6 Monaten vor

    Liebe Silja,

    ich trinke kaum bis gar keinen Alkohol, weil er mir nicht bekommt!
    Eigentlich mag ich Rotwein sehr gerne, verzichte jedoch noch viel lieber darauf, weil mir schnell dusselig wird und meine Kopfschmerzen sich besonders darüber freuen. So habe ich mir auch vorgenommen, auch in Gesellschaft, keinen zu trinken. Ich feier deswegen trotzdem mit, bin ausgelassen und fühle mich auch nicht ausgeschlossen, denn es ist allein meine Entscheidung, ob ich trinken möchte oder nicht! Damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht!

    Ich wünsche Dir, dass Du Dich nicht nur physisch sondern auch gesellschaftlich pudelwohl mit dieser Entscheidung fühlst¡!

    Ich drück Dich lieb,
    Ursula

    • Autor
      Silja 6 Monaten vor

      Liebe Ursula,
      danke dir! Mir geht es ganz genauso gerade.
      Frage mich, wieso ich so lange damit gewartet habe..
      Liebe Grüße
      Silja

  10. aerdnaxxx 6 Monaten vor

    Liebe Silja, danke für deinen Post, sehr mutig, da das „Grauzonen-Trinken“ in unser Gesellschaft weit verbreitet und maximal tabuisiert ist. Aboslut wichtig der Nachtrag zu den Hilfsorganisationen, da der Übergang von der Grauzone zur Sucht nur ein schmaler Grat ist. Danke wie immer für deine Offenheit und deine Visionen!

    • Autor
      Silja 6 Monaten vor

      Liebe Andrea,
      ja das stimmt. Mir war das gar nicht bewusst, bis ich mich damit beschäftigt habe.
      Verrückt eigentlich.
      Liebste Grüße,
      Silja

  11. Tanja Reichelt 6 Monaten vor

    Liebe Silja,
    ich habe dieses Jahr beschlossen, wenig bis nichts mehr Alkoholisches zu trinken. Ich hatte gemerkt, dass es mir nicht gut tut (und es hielt sich weiß Gott im Rahmen). Ich bekam nachts Herzrasen und spürte meinen Puls deutlich schneller, was mir echt Angst machte.
    Das mit dem Nicht-Rauchen hat 2004 super geklappt, tatsächlich hatte ich von einem auf den anderen Tag damit aufgehört.
    Das nächste, das ansteht und was ich reduzieren möchte, ist: Zucker.

    Ich dank dir für deinen schönen Text und deine Inspiration (ist es heutzutage eigentlich okay du und dich klein zu schreiben? Ich weiß es nicht 😉)

    Ganz liebe Grüße, Tanja 🌻

    • Autor
      Silja 6 Monaten vor

      Liebe Tanja,

      ich glaube schon 🙂 – mach es auf jeden Fall meist so.
      Und wie toll! Glückwunsch. Wenn du magst, komm in die FB Gruppe. ich verlinkt sie gleich im „Happy im Mai“ – Post
      Alles Liebe,
      Silja

  12. Maria Hoeffgen 3 Monaten vor

    Hallo Silja,
    kann ich deinen Beitrag kopieren und bei uns in der Suchtberatung auslegen? Ganz selten mal kommen Menschen , die an der Grenze zur Sucht „surfen“ (wir nennen das riskanten Konsum oder Missbrauch), Für die wäre der Text ermutigend, denn die Ratgeber sprechen oft die Menschen an, die bereits ein handfestes Problem haben.

    • Autor
      Silja 3 Monaten vor

      Liebe Maria,

      sehr gerne kannst du das auslegen. Ist mir eine Ehre 🙂
      Bitte sei so lieb und packe eine Quellenangabe mit dazu.

      Alles Liebe,
      Silja

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