Dein Leben leben – alte Muster loslassen und neu wählen

Dein Leben leben – alte Muster loslassen und neu wählen

Dein Leben leben – alte Muster loslassen und neu wählen

Um mehr Freude im Leben ging es heute schon im Newsletter. Seit meinem mutlosen Tief, geht es mir sowieso ein wenig mehr um die freie Wahl. Und na klar, eine Wahl soll es sein, die mehr Leichtigkeit und Freude ins Leben reinrauschen lässt. Lassen wir uns nicht alle viel zu oft von alten Glaubenssätzen bremsen, lassen uns von blöden Angewohnheiten die Energie rauben oder wählen Bekanntes, statt etwas zu wagen? Dabei wissen wir es oft besser, aber trauen uns einfach nicht. Warum ist das so? Und wie schaut eine echte Befreiung aus? Ich meine, so, dass wir unser Leben leben können und all die blöden alten Muster nach und nach hinter uns lassen?

Was machst du eigentlich in deinem Leben?

Manchmal machen Bestandsaufnahmen großen Spaß. Schau mal, welche Dinge du in den letzten drei Jahren erreicht hast.  Wieviel Freude hast du erlebt? Wieviele tolle Menschen getroffen? Welche großen Veränderungen und kleinen Schritte bist du angegangen? Was an gutenRoutinen hast du geschafft zu etablieren und was hat sich dadurch in deinem Leben getan? Der Blick auf drei Jahre tut wirklich gut, denn studiengemäß unterschätzen wir das, was wir in drei Jahren erreichen können- während wir überschätzen, was ein Jahr bringen sollte. Wenn du dies Ergebnis betrachtest, dann frag dich: Wo soll es hingehen für mich? Was für ein Ziel, für eine Sehnsucht treibt dich in deinem Leben? Und atme einen Moment ein, wie viel du schon geschafft hast- einfach, weil du es wolltest.

Die Konditionierungen, die uns (auch)  treiben

Das ist die gute Seite der Medaille, aber es gibt noch eine andere. Neben unseren Wünschen, Visionen, Träumen und Sehnsüchten werden wir außerdem durch all unsere vielen Konditionierungen gesteuert. Auch sei bestimmen, was wir schaffen und vor allem was nicht. All die Schleifen, die wir haben. All die vermeintlich wahren Regen, nach denen wir leben. Unsere Glaubenssätze entscheiden darüber, was wir für möglich halten – und wo wir vermeintlich scheitern könnten. Sie stimmen, was wir tun müssen und sollten und was wir nicht dürfen. So beeinflussen sie unsere Gefühle, denn sie interpretieren all das, was wir wahrnehmen  und übersetzen es in unser Weltbild. Ich fand es nie leicht, hier auszubrechen, aber immer dann, wenn es geklappt hat, war ich begeistert von der Wirkung.

Wie deine Regeln entstehen

Diese ganzen Lebensregeln und Interpretationen in unserem Kopf entstehen leider unbewusst. Unser Gehirn entscheidet nicht danach, was uns glücklich machen würde oder welche Glaubenssätzen helfen würden, unsere Ziele zu erreichen. Es leitet stoisch ab und bewegt sich in bekannten Mustern. So übernehmen wir unbewusst die Muster unserer Eltern und Großeltern, unserer Schulhoffreunde und Lehrer. Unbewusst fügen wir uns ein und passen unsere Träume all diesen Ideen an.

Wie ein Glaubenssatz entsteht

Wie das funktioniert? Etwas passiert und unser Gehirn verarbeitet, in dem es das Ereignis generalisiert und verzerrt.  Das läuft zum Beispiel so: Wir sind in einem kleinen Raum, es ist stickig und wir erleben etwas, was für Unwohlsein sorgt. Vielleicht waren wir auch schon vorher etwas angeschlagen. So entsteht ein „heute habe ich mich in diesem Raum nicht wohlgefühlt“. Nun versucht unser Gehirn ein solches Ereignis künftig zu vermeiden und baut eine Regel wie „In engen Räumen fühle ich mich immer schlecht“ oder „Ich kann kleine Räume nicht aushalten“ – und schwupp die wupp, haben wir eine weitere neue Einschränkung. Diese vermeintliche „Vorbelastung“ macht uns ein kleines Stück unfreier. Jeder Raum wird fortan untersucht auf seine Größe. Ängstlich betrachten wir, ob wieder etwas passieren könnte, was für Unwohlsein sorgen kann. Irgendwann vermeiden wir enge Räume vielleicht ganz und sagen Partys oder wichtige Termine ab, weil wir einen engen Raum vermuten. Au weia!

Was hilft

ist die Erkenntnis, dass wir nicht diese Regeln sind. Du und ich – wir sind nicht unsere vermeintlichen Wahrheiten oder Ableitungen. All diese Interpretationen engen uns nur ein. Die Erkenntnis, dass unsere Glaubenssätze unbewusst entstehen und so mächtig sind, hat mich vor Jahren wie der Schlag getroffen. Als ich dann die ersten Glaubenssätze aufgehoben, ersetzt oder auseinander genommen habe, war mir klar, dass hier Freiheit entsteht. Wenn wir unser Leben leben wollen, mit all den Dingen, für die wir bestimmt sind und mit voller Kraft und Energie -dann ist unsere Hauptaufgabe, dass wir uns beginnen zu befreien.

Befrei dich

Frag dich also einmal, was dich momentan davon abhält dein Leben zu leben. Schreib einmal alle Themen auf und daneben der Grund, warum das gerade nicht geht. All die „Ich kann nicht weil..“, „Ich darf nicht..“, „Das geht nicht…“ müssen an die Oberfläche! Wenn du zum Beispiel davon träumst, von deinem Yogaunterricht leben zu können, dann schreib das auf. Daneben steht dann vielleicht als Grund sowas wie „Ich weiß noch nicht genug“ oder ein noch generelleres „Ich bin nicht gut genug“?  Vielleicht hast du auch ein  „Ich würde zu wenig Geld verdienen“. Und dann schau dir das an. All das sind Glaubenssätze – und ja, es ist normal dass du denkst „Aber ich weiß, dass das wahr ist“. Genau an diesem Gedanken erkennst du einen echten Glaubenssatz – du glaubst halt an ihn.

Neue Wege gehen

Als nächstes ist es wichtig sich das ganze Konstrukt einmal anzuschauen. Der Gedanke, der mir hierbei gerade total hilft, ist mir vorzustellen in meinem Kopf wäre ein riesiges Gebilde aus filigranen Bauten. Lauter Kartenhäuser, die ich mir gebaut habe, um die Welt verstehen zu können und sie beherrschbar zu machen. Glaubenssätze geben uns Sicherheit, Zugehörigkeit, Identität. UND sie engen uns ein. Also schau dir das ganze Gebilde an und hinterfrag all die Wahrheiten. Vielleicht kommt das „Ich würde zu wenig Geld verdienen“ aus dem Austausch mit „Gleichgesinnten“ – die sich halt auch nicht trauen und die gleichen einschränkenden Glaubenssätze haben? Dann wird es Zeit ein paar wirklich erfolgreiche Gegenbeispiele zu suchen. Im Yogalehrerbereich gibt es ja einige, die diesen Geld-Glaubensatz (zumindest von Außen betrachtet) zu widerlegen scheinen. Schau dir die einmal an und frag dich: Warum meine ich, dass ich das nicht schaffen könnte? Dann bist du wahrscheinlich beim nächsten Glaubenssatz und so geht es weiter und weiter.

Dein Leben leben

kannst du dann, wenn du bereit bist all die Muster loszuwerden. Nicht, weil sie plötzlich verschwinden, sondern weil du erkennst, dass sie lediglich eine Geschichte sind, die du dir erzählst. Da, wo dein Herz tanzt und du mit Freude am Werk bist – da musst du hin. Egal, was dein Verstand dir sagt. Wenn wir unserem Herzen folgen, dann leben wir unser Leben. Jeder kleine Schritt dorthin kostest Mut – und ich weiß selbst, wie schwer das oft ist. Nicht, dass hier jemand meint, ich wäre schon total frei. Der Prozess aber ist dran zu bleiben. Kritisch zu bleiben, hungrig und klar. Jeden Tag aufs Neue auf das Herz zu hören und genau hinzuschauen, wenn wir anders handeln. Was ist der Grund? Welcher Gedanke hat da plötzlich das Ruder übernommen?

Jenseits deiner Angst

liegt dein Leben. Du bist mehr als deine Gedanken und dieses Kartenhaus. Wer Lust hat hier mehr einzutauchen, der schaut sich einmal das Buch unten an. Die Instanz in uns, die all das beobachtet – das sind wir. All die wilden Identitäten und Interpretationen -das ist das Kartenhaus. Unsere Befreiung liegt darin, das überhaupt erstmal zu erkennen, um dann immer mehr Mut zu entwickeln. Mut, den nächsten Schritt zu tun und den Mut, Bekanntes in Frage zu stellen. Wenn wir der Freude folgen, dann werden wir ganz leicht und stark. Die Sorgen, Zweifel und Ängste machen uns schwach. Jenseits von ihnen liegt die Freiheit. Jeden Tag ein kleiner Schritt – für dich und dein Leben. Ein kleiner Minischritt Richtung Bestimmung und Glück und Leichtigkeit und raus aus deine Kartenhaus. Dieses Leben ist ein Geschenk. Jetzt und hier. Es wird Zeit, dass wir raushüpfen und es uns holen.

Ich wünsch uns allen viel Erfolg und viel Spaß sowieso.

Liebe Grüße,

Silja

PS:

Wenn du das Gefühl hast, dass die einschränkenden Glaubenssätze einfach schwer wiegen oder du Lust hast mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen- dann komm am 8. Juli zu mir nach Duisburg. Ich leite Anfang Juli den Workshop „Glückstag“ an dem wir uns dem stellen werden, was uns bremst und ein paar alte Muster hinter uns lassen wollen. Außerdem werden wir jede Menge kleine und große Schritte machen, um mehr Leichtigkeit und Freude ins Leben zu holen – schau für mehr Infos und Anmeldung einfach hier vorbei.

PPS:

Das Buch, was mich hier um Längen voran gebracht hat, ist das Buch des Monats Mai. Spirituell, wunderschön und so klar:

Im Mai gibts übrigens meine All-Time-Favourite Leseliste für alle Themen, die ich liebe. Und hier gilt wieder: Beim Lieblingsbuchladen oder über den Link bestellen. Bei der Linkbestellung profitiere ich ein wenig und sage lieben Dank!

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Ralf 6 Monaten vor

    Ich sage mir immer wieder: Wenn du etwas willst, was du noch nie gehabt hast, musst du etwas machen, was du noch nie gemacht hast, oder anders machen als bisher. Das hilft mir Ablaufmuster zu durchbrechen und mutiger zu werden. Mich immer wieder neuen Situationen zu stellen, die neu sind und auch eine Nummer zu groß, das ist Stärkenentwicklung (und Personalentwicklung im Business-Kontext).
    Ganz oft denke ich auch, dass mache ich nicht. Das ist mir zu blöd. Und dann bin ich ganz nah bei mir, meinen No-Go’s und natürlich auch bei meinen Werten.

    • Autor
      Silja 6 Monaten vor

      Hallo Ralf,
      das ist ein guter Gedanke – den nehme ich gleich mit. Mutig sein hilft so oft und Grenzen fühlen ebenso.
      Danke dir und alles Gute,
      Silja

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