50 Lektionen aus 50 Jahren – eine Sammlung

50 Lektionen aus 50 Jahren – eine Sammlung

50 Lektionen aus 50 Jahren – eine (persönliche) Sammlung

Man ist auf runde Geburtstage ja nur so halb vorbereitet. Bei mir ist es so: Ich freu mich einfach riesig heute mein Leben ein wenig mit meinen Lieben zu feiern. Wie gut, dass ich noch da bin! Älter werden ist ein Privileg und was wird dem heutigen Tag mehr gerecht, als die Lektionen zu sammeln, die ich so gelernt habe?  Was ich ganz bewusst die letzten Wochen getan habe. Alte Fotos geschaut und überlegt, was ist geblieben von diesen ganzen 50 Jahren? Unsere persönlichen Lektionen sind das Geschenk unseres Lebens und wenn wir Glück haben, führen sie uns mehr und mehr zu uns selbst. Also bereit? 50 Lektionen aus 50 Jahren, los gehts:

1 – Das Leben will gelebt werden.

Beobachte Babys. Echt jetzt. Hier lernen wir die besten Lektionen! Sie schauen und staunen und genießen und atmen das Leben ein. Keine Selbstzweifel. Kein „Darf ich?“ – Radau, wenn ihnen danach ist. Das Leben ganz leben und die Bremsen im Kopf lösen. Wir alle sollten das so viel mehr tun.

2 – Der Weg ist das Ziel.

Als Erwachsene habe ich unzählige Momente nicht wirklich gewürdigt, weil sie einfach nur als Schritt erschienen, um zu einem anderen Moment zu kommen. Etwas tun um zu…. ist eine Krankheit. Kinder haben das nicht. Sie wollen laufen und haben schon bei den unzähligen Versuchen jede Menge Spaß – auch wenn es nicht klappt. Freuen sich über alle Teilabschnitte! Ich habe keine Ahnung, wann wir das verlieren. Immer mehr dahin zurückfinden ist mein Plan.

3 – Grenzen sind eine feine Sache.

Nein sagen, wenn ich Nein meine. Was Raum für Ja schafft. Wir müssen nichts tun, um zu gefallen oder um liebenswert zu sein oder oder oder. Ein Ja aus Verpflichtung ist kein echtes Ja. Es ist hinterlässt ein Gefühl von in-der-Schuld-stehen beim Gegenüber. Also Nein sagen üben. So wichtig und ja, ich bin besser geworden die letzten Jahre. Bleibe dran.

4 – Alle kochen nur mit Wasser.

Neue Situationen machen uns Angst, insbesondere, wenn wir in neue Gruppen von Menschen kommen. Das Tolle ist: Wir sind alle super oder, was ich auch gelernt habe: Wir kochen alle nur mit Wasser. Sogar die tollsten Menschen, die dir einfallen. Ehrfurcht ist daher unangebracht, Freude ist ein so viel schöneres Gefühl.

5 –  Wir geben unser Bestes.

Wir alle tun genau das, was wir für die beste Option halten und auch, wenn andere das nicht sehen können oder es sich später als Mumpitz rausstellt: In dem Moment, schien es eine gute Idee und…

6 – Alles ist Lernen.

…du lernst noch. Fehler sind nie Fehler, ist eine der Lektionen . Sie sind nur unerwünschte Ergebnisse. Daraus lernen und (für Fortgeschrittene) möglichst die gleichen Fehler nicht nochmal machen – darum geht es. (siehe hierzu jedoch Punkt 19).

7 – Im Zweifel tanzen.

Eine der besten Erinnerungen in den Jahren rund um die Krankheit und den Tod meiner lieben Mama ist, dass mein Papa und ich getanzt haben. Im Wohnzimmer, am Nachmittag, am Abend, am Sonntagvormittag – zu Abba, Bob Marley oder Boney M (dann durfte ich die Platte aussuchen). Ich hab das geliebt. Musik und Bewegung und Gemeinschaft heilen alles. Echt.

8 – Erinnerung ist nicht planbar.

Es gibt Momente, die wollte ich mir so gerne ins Hirn brennen und sie sind weg. Eine große Leere, höchstens eine grobe Ahnung – mehr ist nicht übrig. Andere Momente, die total unwichtig waren, sind noch da. Zum Beispiel all diese Liedtexte aus den 80ern. Man male sich mal aus, was in meinem Hirn los wäre, wenn diese Speicherkapazität anders genutzt worden wäre…..

9 – Erinnerung ist verzerrt.

Wobei wir uns auf den Speicher auch nicht verlassen können, denn wir alle verzerren unsere Erinnerung. Schwant uns spätestens, wenn es auf Familienfeiern sehr verschiedene Versionen des gleichen Erlebnisses gibt. Fakt ist: Jeder hat seine eigene Brille, mit der er / sie die Welt sieht. Mit der Zeit wird die Verzerrung größer und…

10 – Jeder hat seine Wahrheit.

das führt unter anderem dazu, dass wir alle eine andere Sicht auf die Welt haben. Wobei jeder von uns denkt, er hätte „es“ begriffen. Wir alle haben eine eigene Logik, eine eigene Geschichte, eigene Schlussfolgerungen. Nur weil jemand anderer Meinung ist, heißt das nicht, dass die Meinung falsch ist. Die Logik und die Brille sind nur anders.

11 – Kinder sind Wunder.

Ich kann nicht glauben, dass ich das Glück hatte, drei so tolle Söhne zu bekommen. Sie sind alle einzigartig und super und ich erinnere mich an die ersten Stunden. Wenn man müde in einem Bett liegt, ein kleines Knäuel auf dem Arm und begreift, dass in diesem riesigen Bauch wirklich ein Baby war. Magisch.

12 – Manches geht einfach zu Ende.

Ich wollte, dass meine erste Ehe für immer hält. So war der Plan. Es kam anders und zum Glück haben wir das auch gut hingekriegt. Manches geht einfach zu Ende und das ist ok und im Nachhinein sogar genau richtig so.

13 – Das Glück ist immer im Kleinen.

Die kleinen feinen Momente, da ist das Glück. Wenn man irgendwo steht und eine kurze Poesie im Moment entdeckt. Wenn man tief atmet und Weite fühlt. Wenn man feste gedrückt wird oder herzlich angelächelt. Wenn man einen alten Freund wieder trifft oder einen liebevollen Brief liest. Das Glück ist im Kleinen. Immer.

14 – Unglück ist oft alt.

Starke Gefühlswellen haben nicht immer viel mit dem jetzigen Moment zu tun. Meistens gab es einen Trigger, wie einen Schalter, der das alte Gefühl abgerufen hat. Zu erkennen, dass die Welle gar nicht in diese Zeit gehört, sondern alt ist, ist befreiend. Außerdem ist es ganz schön schwer aber spätestens nach der Welle, kann man das erkennen.

15 – Vergebung ist alles.

Nicht an Groll anhalten. Vergeben. Sich selbst. Anderen. Lebenswichtig!

16 – Lass ziehen, was nicht bleiben will.

Das Leben geht seine eigenen Wege. Es macht keinen Sinn etwas festzuhalten, was gehen will. Weder Menschen, noch Dinge. Dass ich nicht zu traurig werde oder Angst bekomme, wenn jemand oder etwas weg ist, hat eine Weile gedauert (und manchmal klappt es auch nicht) aber ich habe auch gelernt:

17- Das Leben meint es gut mit dir.

Viel zu oft habe ich traurig bemerkt, dass etwas nicht so kommt, wie ich es erwartet hatte. Hinterher hat sich immer herausgestellt: Es war genau SO richtig und wichtig. Etwas Besseres, Schöneres, Passenderes hat so Raum bekommen. Ich bin so dankbar, für die Menschen, die in mein Leben gekommen ist. Meine zweite Mutter zum Beispiel. Das Leben meint es gut mit uns.

18 – Das Glück ist nicht außen.

Das war eine schwierige Lektion (habe zwischendurch Rückfälle). Ich hab lange gedacht, wenn sich nur andere „richtig“ verhalten würden, wenn ich nur die Anerkennung bekäme oder diesen Abschluss oder jenes Ziel erreichen würde, dann…. – nun, dass „dann“ ist eine Illusion, auch wenn Ziele eine feine Sache sind. Das wahre Glück jedoch ist innen (siehe hierzu auch Nr. 13)

19 – Alles führt irgendwann zu etwas Gutem.

Meine Banklehre machte für mich anfangs gar keinen Sinn oder Spaß. Heute bin ich froh, denn diese Jahre haben zu so vielen anderen, tollen Schritten geführt. Außerdem habe ich liebe Menschen kennen gelernt und gelernt mich durchzubeißen und auch anzupassen. Und ich lieb es, dass ich seit dem weiß, wie es sich anfühlt nicht am richtigen Ort bin. Gefühlte Fehler sind also doch irgendwann gut für uns. Warte ab und hab Vertrauen.

20 – Hör nicht auf zu träumen.

Ich liebe es zu träumen. Hör nicht auf! In der Lehre habe ich vom Journalismusstudium geträumt, was ich nie angegangen bin. Die Träumerei hat aber irgendwann dazu geführt den ersten Blog zu beginnen. Meine Träume sind nie genauso wahr geworden, wie ich dachte – aber immer irgendwie. (Siehe auch Punkt 17). Damit das klappt:

21 – Folg deiner Sehnsucht.

Wir kreieren unser Leben. Du gestaltest deins! Jeden Tag! Was mir ewig nicht klar war, bis ich begonnen habe Träume mutig anzugehen. Sie mir zu gönnen. Wir alle haben so viel mehr Kraft, als wir denken. Frag dich: Wovon hab ich mal geträumt, mich wonach gesehnt, was jetzt da ist? Selbstverständlich ist? Und dann fühl die Power, die du hast!

22 – Ein Jahr wird überschätzt.

Irre Pläne, macht das noch jemand? Wenn ich manchmal schaue, was ich alles an einem Tag, in einem Monat, in einem Jahr schaffen will? Dann muss ich lachen und den Kopf schütteln und denken: Vergiss es! Ein Jahr wird gefühlt immer überschätzt. Drei Jahre wiederum sind super. Mach drei Jahres Pläne! Wo willst du in drei Jahren sein? Ich hab da so eine Idee und ich freu mich jetzt schon drauf.

23 – Alles was zählt, ist dein Zustand.

Lass nicht Zeit vergehen mit Unglücklichsein und im Drama wälzen. Selbstmitleid ist Quatsch. Du darfst deine Gefühle fühlen, aber du willst lernen deinen Zustand zu verändern. Der innere Zustand ist etwas, was wir alle in der Hand haben. Sammel also die Werkzeuge, die dir helfen besser drauf zu sein. Hätte ich beispielsweise in meinen 20ern gewusst, wie Meditation rockt – OMG!

24 – Es hat nichts mit dir zu tun.

Ich habe viel zu lange darüber nach gedacht, was andere über mich denken könnten! Dabei denkt jeder über sich selbst nach. Prüf es. Wetten, du denkst auch mindestens die halbe Zeit über dich nach? Das machen alle. Wir alle kreisen um uns, mit kleinen Ausnahmen. Also durchatmen, wenn Leute sich vermeintlich unachtsam verhalten. Das sagt etwas über sie, nicht über dich. Du darfst daher:

25 – Tun, wonach dir ist.

Niemand ist geholfen, wenn wir uns zurück nehmen. Tu, was du tun willst, solange es keinem anderen weh tut oder schadet. Kümmer dich um dich! Beginn dich zu lieben! Dich so gut zu behandeln, wie die liebste Person in deinem Leben und das beginnt damit, dass du dich frei machst und alles tust, was dir wirklich gut tut und worauf du so richtig Lust hast.

26 – Sag nein zu Menschen, die dir nicht gut tun.

Menschen ziehen zu lassen ist nicht so einfach. Wir sind Herdentiere, es schmerzt uns. Lebenswege jedoch können auseinander driften. Manche Menschen verbreiten eine ungute Energie und ziehen uns runter. Deshalb sind sie keine schlechten Menschen, aber manchmal müssen wir einsehen, dass wir nicht mehr zusammen passen. Setz eine klare Grenze.  Nein sagen ist toll, auch zu alten Freunden.

27 – Lesen erweitert den Horizont.

Es gibt Bücher, die haben mich nachhaltig verändert. Lesen ist wunderbar und ebnet uns den Weg, weitet den Horizont, lässt uns finden, was wir suchen. Lies mehr und zwar alles, was dir hilft die Flügel aufzuspannen und loszusegeln!

28 – Wenn du etwas manisch machst, ist es nicht gut.

Als ich eine Zeit lang nicht so glücklich war, bin ich wie verrückt gerannt. Gejoggt. Jeden Tag. Es fühlte sich gut an, aber es hatte etwas zwanghaftes. Ich musste es tun. Wenn etwas zum Zwang wird, steckt was anderes dahinter, meistens Unglück. Schau dahin, das ist gesünder. Das gilt übrigens auch für alles, was vermeintlich „gesund“ ist. Werde ein Detektiv für die manischen Angewohnheiten und frag dich: Warum brauche ich das so? Was steckt dahinter?

29 – Vertrau deiner Intuition.

In uns ist eine innere Stimme, wie ein Kompass so stark. Folg dieser Intuition, lern ihr zu vertrauen. Sie ist besser, als die weisesten Lehrer oder Berater und alles, was du tun musst, ist nach Innen gehen.

30 – Dies ist kein Testlauf.

Hat mal eine Freundin zu mir gesagt und ja, das war eine der guten Lektionen ihr Lieben. Genau das hier ist unser Leben. Die Zeit, die wir nutzen oder vertrödeln. Du willst, dass dieses Leben ganz gelebt wird, dann geh los und leb es ganz. Sei mutig, furchtlos, dir selbst treu. Das ist am allerwichtigsten. Im Zweifel frag dich: Auf welche Schritte, die ich jetzt gehe, werde ich später froh sein?

31 -Wenn etwas für mich gemacht ist, wird alles ganz leicht.

Die Dinge, die sein sollen, erkennst du daran, dass alles leicht geht, fast wie von selbst. Mit 31 habe ich von einem Psychologiestudium geträumt und in der Zeitung stand dann ein kleiner Artikel über den neuen Bachelor-Studiengang an der Ruhr Universität Bochum. Ich habe mich nur dort beworben und den Platz bekommen. Das Gleiche gilt für meine letzten Stellen, für Kooperationen, für manche Weggabelungen. Fast so, als würde das Universum uns in eine Richtung schubsen wollen. Also Rückenwind – wenn der da ist, ist es für dich gemacht.

32 – Mein Glaube, meine Zuversicht, mein Vertrauen formen meine Zukunft.

Selbstzweifel sind wie eine Krankheit, die uns unseren Schwung rauben kann. Wenn wir etwas angehen ist es so wichtig, so zuversichtlich wie möglich zu sein. Ich bin wirklich schlecht in Mathematik gewesen, trotzdem habe ich nie daran gezweifelt, diese vier Semester Statistik zu überstehen. (Mein Dank gilt immer noch meinen sehr geduldigen und deutlich Mathematik-affineren  Kommilitoninnen).

33 – Glück ist auch, eine Entscheidung durchziehen.

Manche Schritte sind nicht leicht, weil wir einen Schnitt machen müssen und wissen, dass wir damit anderen weh tun. Klar zu bleiben und uns selbst treu und trotzdem mitfühlend zu bleiben und zu trauern widersprechen sich nicht. Und später, wenn alle Wogen sich gelegt haben, kann man tief atmen.

34 – Jeder muss mal alleine sein.

Ich habe lange mit anderen Menschen gelebt. Mit meinen Eltern, in einer WG, mit meinem ersten Mann, mit meinen Kindern, mit dem Supermann. Die Zeit, in der ich alleine war oder bin, sind mir darum umso heiliger. In der Stille und im Alleinsein finden wir uns und unser Glück. Ich lieb das bis heute.

35 – Gesundheit ist alles.

Nach dem Studium ging es mir gesundheitlich nicht so gut. Da merkt man dann, wie unwichtig ein Abschluss und wie wichtig die eigene Kraft und Gesundheit ist. Aber alles ist für etwas gut, denn damals habe ich:

36 – Yoga ins Leben lassen.

…mit Yoga begonnen. Hätte  niemals gedacht, dass dieses kleine Buch mein Leben so verändern wird. Liebe bis heute alles an meinem Yogaweg. Das Atmen, die Bewegung, die Magie und der Raum, der Innen entsteht. Yoga ist für mich ein Werkzeug, um achtsamer und weicher zu werden.

37 – Es ist gut, wenn du mutig bleibst.

Freiheit entsteht durch Mut und Mut ist auch, sich nochmal zu trauen. Egal was mal nicht geklappt hat, versuch es nochmal. Bei mir zum Beispiel heiraten oder auch diese ganze Social Media Sache oder oder oder. Gib nicht auf. Bleib mutig!

38 – Finde den inneren Raum.

Oh Leute! Wenn ich gewusst hätte, wie Meditation rockt – ich hätte ungefähr mit 8 statt mit 38 begonnen zu meditieren. Heute kann ich irgendwo sitzen und – zack- Ruhe, Frieden, Weite in mir aufrufen. Was ESSENTIELL ist, um einen guten Zustand zu behalten und um das eigene Drama im Zaum zu halten.

39 – Der Raum zwischen Wahrnehmung und Reaktion macht den Unterschied.

Irgendwann zwischen 30 und 40 habe ich verstanden: Es gibt einen Raum zwischen der Wahrnehmung und der Reaktion. Vorher konnte ich ihn nicht wahrnehmen. Ich habe sofort reagiert. Heute ist das manchmal anders. Dann schaffe ich es kurz zu atmen, die erste (oft emotionalere) Reaktion ziehen zu lassen und einen Moment in dem Raum zu verharren. Wenn ich dann reagiere, bin ich immer ruhiger und mehr ich selbst. Weiterhin üben steht auf meiner inneren Liste.

40 – Kinder sind Gäste.

Ich liebe meine Kinder und darum versuche ich sie als so eigenständige Persönlichkeiten wie nur möglich zu sehen. Sie zu nehmen mit all ihren Seiten, Besonderheiten. Sie nicht zu sehr formen zu wollen, sondern sie voller Freude zu betrachten, freundlich auf die Hausregeln hinzuweisen und ihre Gesellschaft zu genießen. Die beiden Großen werden über kurz oder lang ihr eigenes Zuhause aufbauen. Ich freu mich schon, wenn ich da Gast sein darf.

41 – Essen hat viel mit deinem Zustand zu tun.

Vor 10 Jahren bin ich zu den Pflanzenessern gewechselt und es war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Die Energie und das Körpergefühl, was ich seit dem habe, möchte ich nicht mehr missen. Außerdem habe ich durch die Suche nach veganen Rezepten überhaupt erst die Welt der Blogs entdeckt. Jippieh!

 

42 – Unter dem Sofa aufräumen ist das Beste, was du tun kannst.

Wobei unter dem Sofa natürlich ein Bild ist für alles, was in deinem Unbewussten schlummert und wovon du dich noch befreien darfst. Alte Muster zeigen sich als starke negative Emotion, als sabotierendes Verhalten, als dich-runterziehende Glaubenssätze. Schau sie dir an, fühl was los ist, bearbeite das. Alleine, mit Techniken wie die aus dem Glückstraining oder gönn dir ein Coaching! Ich bin so dankbar für all die Menschen, Kurse, Fortbildungen, Yogastunden, die mir geholfen haben unter meinem Sofa aufzuräumen, denn alles wird so viel schöner und entspannter, wenn wir damit beginnen!  Darum ist das auch meine Lieblingslektion 🙂

43 – Freunde sind Menschen, die dich nehmen, wie du bist.

Ich bin sehr dankbar für die guten Freunde in meinem Leben. Es sind gar nicht viele, aber die, die da sind, sind meine besten Unterstützer, Ratgeber, Zuhörer. Was ich erst lernen musste: Wenn du das Gefühl hast, du darfst nicht ganz sein, wie du bist – dann bist du nicht am richtigen Ort. Freunde lieben dich so, wie du bist und lassen dich trotzdem sanft wissen, wenn du irgendwie auf dem Holzweg bist.

44 – Kristalle, Räucherwerk und Malas sind super.

Mal was zu den spirituellen Gedöns, wie ich es früher lästernd genannt habe. Eine der Lektionen heute ist: Es wirkt. Ich weiß nicht wie, ich weiß nicht warum, aber so ein Stein bei der Meditation oder ein bisschen Salbei nach einem Streit – wirken Wunder. Darum: Trag die Malas, zieh die Karten – vertrau auf das, was sich für dich richtig und gut anfühlt.

45 – Wenn du darum bittest, bekommst du Zeichen.

Das hätte ich früher nie geglaubt, aber es gibt Zeichen und sie sind überall, wenn wir erst unsere Augen für sie öffnen. Lies einfach die Geschichte meiner Kündigung, wenn du das nicht glauben magst. Ich bitte nun regelmäßig um Zeichen und finde das so beruhigend. Übrigens: Kein Zeichen sehen ist auch ein Zeichen.

46 – Gib all das, was du haben möchtest.

Egal für was, das gilt überall: Gib, was du dir wünschst. Respekt, Aufmerksamkeit, Offenheit, Geld. Je großzügiger du bist, umso mehr fließt zu dir.

47 – Kümmer dich gut um dich, damit du dich gut kümmern kannst.

Hab ich lange vernachlässigt und dabei so wichtig: Wir müssen auftanken, sonst können wir nicht geben. Egal, was die Aufgaben in deinem Leben sind- sorg gut für dich. Sorg für Pausen, gutes Essen, Spaß, Freude. Nur dann kannst du genau das in der Welt verteilen.

48 – Gönn anderen all das, was du haben willst.

Manchmal war ich früher neidisch, was Quatsch ist. Neid zeigt, dass wir uns etwas wünschen. Wenn das, was wir uns wünschen schon jemand anders hat, ist das super. Es bedeutet: Das gibt es! Es ist keine Illusion. Also freu dich über jede(n), der etwas hat, was du haben willst. Bemerke deinen Wunsch udn folg ihm (s.o.) und freu dich für die Person. Fortgeschrittene wünschen ihren vermeintlichen Konkurrenten (was ja eigentlich Verbündete für die gleiche gute Sache sind) den Erfolg, den sie sich selbst wünschen.

49 -Du brauchst nichts suchen, alles kommt.

Alles kommt zu uns. Wir brauchen nur das tun, was uns richtig erscheint und dem dienen ,was uns wichtig ist. Der Rest entwickelt sich. Nicht, weil wir nichts tun, sondern, weil wir das Leben tun lassen. Wir handeln trotzdem aber ohne diese manische Energie von „ich muss“. Wir handeln, einfach weil es das einzig Sinnvolle und Gute ist.

50 – Du bist gut, genauso wie du bist.

Wir alle sollten uns mehr umarmen. Unseren Weg, unsere Besonderheiten, unsere Unterschiede. Wir sollten die Liebe einladen und freundlich sein mit all unseren kleinen oder großen Wunden. Uns so behandeln, wie wir ein kleines Kind behandeln würden. Nie streng sein, nie Zwang. Ich finde, das ist ein feiner Vorsatz für die nächsten 50.

Längster Post ever

Ihr Lieben, der längste Post ever. Wenn du bis hier hin durchgehalten hast, lieben Dank. Ich freu mich zu hören, was dir das Leben für Lektionen geschenkt hat. Gibt es eine, die du teilen magst?

Happy day und bis bald,

Silja

 

 

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

16 Kommentare

  1. Vivian Mary 2 Monaten vor

    Das ist ein wunderschöner, trostvoller Post, liebe Silja. Was für schöne und schlaue Erkenntnisse aus Deinen 50 Jahren. Schön, dass es Dich gibt! 💕

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Vivian,
      ich freu mich! Danke dir und liebe Grüße
      Silja

  2. Kristin 2 Monaten vor

    Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag, liebe Silja, und vielen Dank für diesen wundervollen Post! Viele Deiner Lebenslektionen habe ich (so ähnlich) bereits erfahren und daraus gelernt. Eine meiner wichtigsten ist: entscheide ich immer für die Liebe und nicht für die Angst. Meiner Meinung nach gibt es nämlich nur diese beiden Grundgefühle: Liebe und Angst. Alle anderen kann man darauf zurückführen und wenn man mit /aus / in Liebe entscheidet / lebt, dann hat das unglaubliche Auswirkungen auf einen selbst und alles um einen herum. Ist nur leider nicht immer leicht.

    Alles Liebe!
    Kristin

    • Aga 2 Monaten vor

      Hallo Silja!
      Herzlichen Glückwunsch zum 50. Geburtstag!
      Mit 30, wo mein Leben auf dem Kopf stand, hat mir die „geklaute“ Weisheit vom Forest Gump gute Laune gemacht: Das leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weißt es nie, was man bekommt…. ich wollte unbedingt „die richtige“ abkriegen. Heute, mit 50+ (willkommen im Club) weiß ich : Alles kann, nichts muss….
      Lg. Aga

      • Autor
        Silja 2 Monaten vor

        Ich liebe den Spruch 🙂 danke für die Erinnerung liebe Aga.

        Bis bald und herzliche Grüße
        Silja

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Kristin,
      ich danke dir!Und ja, auf jeden Fall – Liebe und Angst, da steckt alles drin!

      Alles Liebe,
      Silja

  3. Liebe Silja, ❤️-lichen Dank für diesen großartigen Artikel!!! Heut ist Dein Tag~ Alles Liebe und Gute zum Geburtstag und mögen all Deine Wünsche in Erfüllung gehen!!!!! 🎉🌹🙏🍰🦋😘 Genieße und lass dich feiern… liebste Grüße von Claudia 🐘

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Claudia,
      ich dank dir sehr!
      Ganz liebe Grüße
      Silja

  4. Dagmar 2 Monaten vor

    Zum Geburtstag und für die Zukunft die allerbesten Wünsche.
    Dagmar

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Danke dir!
      Liebe Grüße
      🙂

  5. Sabine Notheisen 2 Monaten vor

    Liebe Silja,
    ganz herzliche Geburtstagsgrüße und habe wundervolle mindestens weitere 50 Jahre ( gerne auch noch mehr) auf diesem Planeten. Lass es Dir gut gehen und vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen.
    Sabine

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Danke dir liebe Sabine 🙂

  6. Conny 2 Monaten vor

    Liebe Silja, was für wundervolle, inspirierende Lektionen, mit soviel Herz und Weisheit! Danke für`s Teilen. Ich habe mich in vielen Lektionen wiedergefunden und spüre, wie viele Lektionen mit mir in Resonanz gingen. Spannend, was wir auf unserem Lebensweg alles erfahren, erlernen und begreifen dürfen! „Die Liebe ist Alles“ – ist eine meiner erkenntnisreichsten Lektionen in meinem Leben. Durch die Brille der Liebe sehen, Liebe schenken und empfangen … sind so heilsame Erkenntnisse! Alles Liebe und Gute weiterhin auf Deinem Weg liebe Silja und ich freu mich, hoffentlich schon in wenigen Wochen von dir und mit dir ein Stück gemeinsam lernen zu dürfen!!! YTT 😉 Ich freu mich riesig!!!!!!!! Conny

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Conny,

      ich freu ich sehr auf dich und unsere Reise! Und wie schön – Liebe ist alles. Ja, das ist wahr.
      Alles Liebe,
      Silja

  7. Tschiesi 2 Monaten vor

    Hallo Silja, wie schön du geschrieben hast. Das ist genau das was ich gerade brauchte🤗 Das sprich mir aus dem Herzen💕 😉 Ich nulle auch gerade und fange an meinen Weg zu gehen. Ich werde diese Punkte auf meinem Weg mitnehmen und sie werden mit mittragen. Vielen Dank für die Worte 🥰
    Liebe Grüße Tschiesi ☺️

    • Autor
      Silja 1 Monat vor

      Wie schön und Glückwunsch du Liebe!
      Freu dich auf die nächsten Schritte deiner Reise.
      Bis bald,
      Silja

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