Wie du das echte Weihnachtsgefühl in den Advent holst

Wie du das echte Weihnachtsgefühl in den Advent holst

Wie du das echte Weihnachtsgefühl in den Advent holst

Dies wird kein Plädoyer für Weihnachten, denn ich weiß, dass dieses Fest uns alle ein wenig spaltet. Einmal in die, die mit Freude schon Wochen vorher kistenweise Dekomaterial ins Wohnzimmer schleppen und den ersten Zimtstern kaum erwarten können oder in die, die kopfschüttelnd den Konsum betrachten und sich in die Südsee wünschen. Beides ist ok und heute gehts um nichts davon. Heute geht es um das Weihnachtsgefühl, was uns allen manchmal ein wenig abhanden kommt. Eigentlich sollten wir es sowieso ganzjährig leben, also wenn möglich.

Das Weihnachtsgefühl ins Herz lassen

Ok, wer bei Weihnachtsgefühl immer noch bei Lametta und Braten ist – nein, nein, nein – darum geht es nicht. Ich meine auch nicht die Deko oder die Geschenke. Ich meine was anderes. Für mich steht Weihnachten und damit die ganze Adventszeit unter dem Thema Gemeinschaft. Ich sehe Familien, Freunde und wie toll wäre es, wenn es sich alle gemütlich miteinander machen würden. Ich meine, was hilft es, wenn wir Weihnachten hochjubeln, aber kein Mitgefühl für die Kollegin, den Fremden, unseren Partner haben? Wenn wir entnervt weiter die Augen rollen aber dann an Weihnachten einen Tag Lametta und Freude regnen lassen wollen? Weihnachtsgefühl ist für mich eher das, was ein offenes Herz mit sich bringt. Es ist eine Haltung voller Freundlichkeit und Liebe für alles, was da ist und für alle, die da sind. Es ist eine Milde uns selbst und damit allen anderen gegenüber.

Die Welt ist schlecht

höre ich dann manchmal und ich ertappe mich auch immer wieder bei dem Gedanken daran, wie furchtbar alles ist. Man muss ja nur die Nachrichten hören und ist verstört. Die Gedanken lösen dann auch sofort das aus, für das sie stehen: Angst. Und Angst macht was mit uns. Sie macht uns unfreundlich, denn plötzlich müssen wir vorsichtig sein, plötzlich gibt es Gefahren und Feinde – und das Gemeinschaftsgefühl schrumpft.

Angst ist ein starker Motor

Die Angst lässt uns die verrücktesten Dinge tun. Wenn wir uns beispielsweise gegen andere durchsetzen, dann steckt oft die Angst dahinter, sonst zu kurz kommen zu können. Oder wenn wir uns verbiegen, lügen, uns verstellen – dann haben wir Angst nicht geliebt, oder zumindest nicht akzeptiert, zu werden. Die Angst ist kein guter Berater und wenn noch andere schlechte Faktoren wie Hektik, enttäuschte Erwartungen, unklare Wünsche, dazu kommen, dann können wir dabei zusehen, wie wir dicht machen. Unsere guten Vorsätze, unsere adventlichen Weihnachtsgefühle, all das ist dann ganz schön weit weg und von Mitgefühl, Freude, Gemeinschaft ist weit und breit nichts mehr zu merken.

„Nur was wir uns selbst nicht geben, kann fehlen.“

sagt Marianne Williamson und ich glaub, das ist ganz schön wahr. Du willst eine besinnliche Adventszeit? Vielleicht sogar ganzjährig? Willst lauter Liebe in die Welt bringen und eine Welle von Freundlichkeit um dich herum erleben? Dann wird es Zeit selbst zu tun, was zu tun ist.

Eine Wahl des Blickwinkels

Um die Dinge nicht angstvoll zu betrachten und uns dann schlecht zu fühlen und abzuschotten, haben wir nur die Wahl alles mit Liebe zu sehen. Das, was wir von all dem um uns herum tatsächlich wahrnehmen und unsere ureigene Interpretation dieser Bilder  -all das macht unser Kopf automatisch. Wir haben (fast) keine Wahl. Entweder, wir sehen alles mit Angst oder alles mit viel Liebe. So kann eine lange Schlange an der Supermarktkasse nach einem anstrengenden Tag echt nervig oder eine willkommene Pause sein. Es hängt davon ab, welchen Blickwinkel wir wählen.

Wie du dein Herz mehr öffnen kannst und so selbst viel entspannter bleibst

Ich finde, ein echter Advent-Held ist voller Weihnachtsgefühle und verstreut seine liebenswürdige Freundlichkeit wie Karnevalsprinzen Konfetti. Wenn du auch in so ein Stadium von inneren Frieden willst, alles eher mit Liebe anschauen möchtest, dann probier mal diese drei kleinen Schritte:

1. ) Die Liebe lebt in der Ruhe

Wenn du durchatmest, dir selbst Pausen gönnst und Mitgefühl mit dir hast, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass du deutlich mehr gute Schwingungen raus in die Welt bringen wirst – einfach, weil du dich besser fühlen wirst. Aber nicht, weil du etwas gekauft oder erreicht hast, sondern, weil du mehr bei dir bist. Ruhe ist der Schlüssel. Atme durch, besinn dich kurz – je öfter, desto besser. So strickst du dein mentales Muster von anstrengen-hetzen-durch den Tag kämpfen um auf durchatmen-fühlen-leben. Die Ruhe, die sich in dir breit macht, holt dich raus aus dem Opferstatus und damit raus aus allen ängstlichen Gedanken. Du fühlst dich lebendiger, freier, offener – und bist es auch. Die Liebe lebt in der Ruhe, also ruh immer wieder. Gerade jetzt.

2) Mit Liebe auf dich schauen

Ok, das ist schwerer. Aber die Ruhe wird dir helfen. Immer, wenn du es künftig schaffst, liebevoll auf dich selbst zu schauen, dann wird dein Ego etwas kleiner werden. Es ist ja so: Dann, wenn wir unsicher sind, uns bedroht fühlen, Angst haben das Gesicht zu verlieren oder uns kleiner/ schwächer/ dümmer fühlen – dann reagieren wir bissig, greifen an, machen komische Sachen. Wir versuchen uns so zu schützen und unsere Unsicherheit und Angst zu kompensieren. Das hat allerdings wenig mit Liebe, Freude und Konfetti zu tun, sondern ist anstrengend und voller Angst. Darum, für ordentlich Weihnachtsgefühl und inneren Frieden, brauchst du einen Blick voller Liebe auf dich. Stell sofort jede Form von Selbstkritik ein. Achte darauf, deine Grenzen und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Rede dir selbst gut zu und stärke dich. Umgib dich mit Leuten, die dich lieben und schätzen. Mit Liebe auf dich selbst schauen ist und bleibt DER Schritt, um mit Liebe auf alles andere zu schauen.

3.) Mit Liebe auf andere schauen (und sich auch so verhalten)

Nun hast du Oasen der Ruhe, hetzt nicht rum und arbeitest daran ganz liebevoll auf dich selbst zu schauen. Der entscheidende Schritt für weihnachtliche Harmonie und liebevolle Gemeinsamkeit ist allerdings dein Verhalten gegenüber anderen. Und Achtung – dein Ego spielt dir hier vielleicht übel mit. Es wünscht sich weiterhin Abgrenzung, es will, dass du Recht behältst und dass du Geschenke, Gesten, Nettigkeiten bilanzierst. Alles Quatsch. Konzentrier dich auf das, was verbindet. Konzentrier dich auf das, was jeder Gutes tut. Konzentrier dich auf das Licht. Du entscheidest, ob du streng bist und die Fehler suchst oder milde bist und die Versuche schätzt. Nur du kannst als erster lächeln, Menschen einen Gefallen tun, du kannst Fehler vergeben – große und kleine. DAS ist weihnachtlich. Nicht mehr Recht haben müssen. Nicht mehr bestimmen müssen. Nicht mehr darauf pochen, dass man besser ist. Nicht leicht, aber sehr wirksam.

Ein Bild, um mit schwierigen Menschen gut auszukommen

Manche Menschen machen uns das besonders schwer. Wir würden am liebsten streiten und alle guten Vorsätze über Bord werfen. Sie regen uns einfach auf. Solltest du auch ein paar Menschen kennen, die dich raus aus deinem Buddha-ähnlichen Stadium holen, dann probier mal diesen Blickwinkel: Versuch diese Menschen als Lernauftrag zu sehen. Überlege, was DU ändern könntest oder wie du sie anders sehen könntest. Überleg dir auch, was dich überhaupt anpiekt. Mir hilft es auch noch innerlich den anderen zu segnen. Also, wenn ich in dem Moment daran denke – sonst halt danach. Vergeben ist auch gut und hilft immer, besonders dir aber auch den anderen.

Wie du in schwierigen Situationen Streit vermeidest

Jetzt noch schnell eine kleine Technik, die du in konkreten Ärgersituationen anwenden kannst. Das geht ja manchmal rasant schnell: Wir werden angepiekt und wollen hochgehen – aaaah! Ei Streit ist nicht das, was wir wollen, wenn wir Kurs auf Besinnlichkeit und inneren Frieden genommen haben. Weihnachtsgefühle vertragen sich einfach nicht so super mit einer wilden Auseinandersetzung. Probier im nächsten Wortgefecht mal diese drei einfache Schritte – und es wird viel ruhiger werden:

So, jetzt bist du gut gerüstet. Der erste Advent kann kommen. Atme durch, verstreu dein Lächeln. Und wenn du noch mehr Liebe-statt-Hektik-Feeling haben willst, dann schau auf Instagram vorbei. Da startet am 1.12. meine erste Challenge und es geht um das Thema Liebe. Ich freu mich über jeden, der dabei ist und mit mir gemeinsam über schöne Gefühle nachdenkt.

Bis dahin eine gute Zeit,

Silja

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Vanessa 11 Monaten vor

    Danke für deinen schönen Artikel und den tollen Blog. Ich habe deine Seite auf meinem Blog empfohlen, ich hoffe das ist in Ordnung 🙂
    Liebe Grüße

    • Autor
      Silja 11 Monaten vor

      Hallo Vanessa,
      vielen Dank für dein Feedback und die Verlinkung!
      Liebe Grüße und bis bald,
      silja

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