Sich frei laufen

Sich frei laufen

Sich frei laufen – wieso es gut tut und wie es klappt

Heute schreibt die bezaubernde Christiane über das laufen. Warum es ihr gut tut, was ihr geholfen hat durchzuhalten und wieso es was von frei laufen hat, wenn man erstmal los legt. Ich wünsch euch viel Spaß (und hab die Laufschuhe auch schon rausgekramt):

Der Weg zum Läufer

Ich laufe…ja, ich laufe tatsächlich…Fast täglich. Mindestens eine Runde um den See, manchmal auch längere Läufe von fast 15 km. Nicht mit Bestzeiten sondern langsam, Aber stetig und regelmäßig. Noch nicht so lange, erst seit ca. einem Jahr. Manchmal, wenn ich so vor mir hertrabe und meine Gedanken ganz bei mir sind, wird mir bewusst, wie wichtig dieses „Laufen“ für mich geworden ist. Dies war lange Zeit für mich so gar nicht denkbar. Arbeit, keine Zeit, Bandscheibenvorfall, Übergewicht und Unsportlichkeit, all das hat mich fast 40 Jahre davon abgehalten, mich gesund zu laufen. Sich frei laufen ist so wichtig, verrückt dass ich das nicht schon früher erkannt habe.

Wir sind zum laufen gemacht

Dabei ist es doch so einfach und so natürlich: Wir Menschen sind eigentlich– schon rein physisch – auf das Laufen ausgelegt. Lange Beine, aufrechter Gang, gute Kondition. All das hat uns damals geholfen Beeren zu sammeln und Tieren hinterher zu jagen. Ca. 30 km am Tag könnten wir theoretisch auf unseren Beinen unterwegs sein und haben das früher auch genauso gemacht. Hat sich die Natur also alles ganz gut gedacht.

Was die Zivilisation aus uns macht

Unserem Fortschritt sei Dank (?) brauchen nun weder vor Tigern weg- noch welchen hinterherjagen. Selbst Beeren müssen nicht mehr gesucht werden. Wir genießen vielmehr das viel zu reichhaltige Angebot an Nahrung im nächsten Supermarkt. All unsere Strecken sind bequem mit Bus, Bahn oder Auto zu erreichen. Wir sind also gar nicht mehr in der Not-Lage langen Strecken zurückzulegen. Machen wir dann auch einfach nicht. Bequem sind wir Menschen nämlich auch gern. Und das aus guten Grund: Dieses Gefühl hat uns die Natur in die Wiege gelegt. Damit wir auf uns achten und mit unseren Ressourcen haushalten. Und so wurden aus den 30 KM, zu denen wir theoretisch in der Lage wären, im Schnitt nun ca. 500 Meter pro Tag. (Durchschnittswerte ermittelt durch die deutschen Krankenkassen)

Die Ressourcen schonen?

Auf meine Ressourcen habe ich viele Jahre viel zu gern geachtet. Abends auf der Couch, Da wurden die Ressourcen geschont ohne Ende. Oder in Restaurants, mit gutem Essen und Wein. Die vermeintlichen Wohl- oder Glücksgefühle holte ich mir durch Essen und Ablenkung in mein Belohnungssystem.

Raus ins Glück

Heute hole ich mir mein Glück draußen in der Natur. Auf meinen Strecken. Wenn die Sonne aufgeht und der Tag beginnt und ich bin ganz bei mir, dann bin ich glücklich. Laufen hilft mir, meinem Freiheitsdrang gerecht zu werden. Ich allein kann wählen: Wann und wie und mit wem und wie lange. Wie schnell. Ob mit Musik oder ohne. Das Laufen hat mich ein wenig gerettet: Vor erneutem Bandscheibenvorfall und noch mehr Übergewicht. Meine Hautallergie ist beinahe komplett verschwunden, mein Gewicht reguliert sich und ich fühle mich wesentlich ausgeglichener und entspannter. Bestätigen auch Kollegen, Partner und die Familie. Die werden es hoffentlich wissen. Meine Haut wird besser, strahlender und mein Immunsystem ist gestärkt. Diesen Winter hat mich noch keine Erkältung so richtig aus der Bahn geworfen. Geistig merke ich, wie eine neue Klarheit entsteht. Ich nutze bei meinen Läufen die Zeit, um mich zu all den wichtigen Themen um mich herum zu sortieren. Ich merke, wie meine Gedanken kreativer und meine Schritte in vielen Belangen wesentlich mutiger werden. Auch außerhalb des Laufes. Und dass ich mich nach so manchem stressigen Tag danach leichter und befreiter fühle.

Wie du selbst ins Laufglück kommst

So, überzeugt? Kann losgehen? Dann los! Denn alles, was man baucht sind ein paar gute Laufschuhe. Und die Bereitschaft, sich auch dann aufzuraffen, wenn nach Feierabend die Couch ruft. Oder aber morgens aus dem warmen Bett und in die Laufschuhe zu steigen. Mir hat es geholfen, einen festen Termin dazu fest zu planen und im Kalender zu notieren. Und dann…einfach starten. Langsam, auf den Körper hören und nicht zu viel wollen. Eine Strecke aussuchen, die gefällt. Ich laufe am liebsten am Wasser (See) oder aber im Wald (gibt es erfreulicherweise viel in Duisburg). Am liebsten laufe ich mit meinem Lieblingspartner: Mir selbst.

Frei gelaufen

Ich bin dankbar für jede Erfahrung und Entwicklung des letzten Jahres. Das gilt auch für so manches Motivationstief und schwere Beine. Mit sich selber hadern und dann doch wieder anfangen und immer mehr wollen, wenn oft immer weniger ging. Überraschend, was dann irgendwann doch so alles geht. Ich peile dieses Jahr meinen ersten Halbmarathon an, Wenn man mir das vor einem Jahr gesagt hätte, hätte ich laut gelacht und ins Croissant gebissen. Da beiße ich auch weiter gern mal rein – aber erst nach meiner Laufrunde.

Viel Spaß beim Laufen wünscht euch

Christiane

P.S.: Dieser Artikel wurde von Christiane geschrieben, deren Lauf-Disziplin ich nun schon länger bewundere. In ihren Job arbeitet sie mit viel  Herz an Themen wie Kommunikation, Gesundheit und Stressmanagement. Nach einer körperlichen Krise vor einigen Jahren freut sie sich heute in ihrer Freizeit über viel Bewegung draussen in der Natur – ob allein, mit Freunden oder mit Familienhund.

Und ich bin gespannt, ihr Lieben, wie schaut es bei euch aus: Noch jemand im Lauffieber?

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

7 Kommentare

  1. k 4 Jahren vor

    Danke schön. Sobald meine Rückenschmerzen weg sind, laufe ich auch wieder los!

    • Autor
      Silja 4 Jahren vor

      Liebe Kristina,
      wie schön dich hier zu sehen! Und gute Besserung. Hoffe deinem Rücken gehts bald besser – ich will auch endlich wieder loslegen.
      Liebe Grüße
      Silja

  2. kristina 4 Jahren vor

    Danke! Sobald meine Rückenschmerzen gelindert sind, laufe ich los mit diesem Text im Kopf.

  3. Sanne 4 Jahren vor

    Mir geht es ähnlich. Das Laufen ist mir so wichtig. Es befreit mich. Ich fühle mich verbunden mit der Natur und mit allem um mich herum.

    • Autor
      Silja 4 Jahren vor

      Liebe Sanne,
      ich hab auch so richtig Lust bekommen – gerade das laufen durch das Grüne tut so gut. Ich schick dir liebe Grüße und sag bis bald,
      Silja

  4. Carmen 4 Jahren vor

    Schöner Beitrag, auch wenn ich selber keine Freude am Ausdauerlaufen finde. Habe es mehrfach versucht, aber ich war schon in der Schule die, die lieber die 75m schnell gerannt ist, statt 1000m rumzujuckeln. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich keine Läuferin mehr werde, obwohl ich die Idee ganz bezaubernd fände…

    • Autor
      Silja 4 Jahren vor

      Hallo liebe Carmen,
      bist du mehr die Sprinterin, ja? Hauptsache ist ja, du findest deine schönen Inseln und sorgst gut für dich.
      Ich schick dir liebe Grüße
      Silja
      (war immer schon die langsamere…auch beim Schulsport)

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*