Selbstliebe leben und lernen

Selbstliebe leben und lernen

Gar nicht so einfach: Selbstliebe leben und lernen

Gestern hatte ich einen wunderbaren Yoga-& Coachingworkshop zum Thema Selbstliebe und was wir tun können, um uns selbst gut durchs Leben zu begleiten. Selbstliebe leben und lernen ist keine einfache Sache, denn unsere Gesellschaft und Kultur fördert den sanften Umgang mit sich selbst nur, äh, sehr bedingt würde ich mal sagen. Eigentlich werden wir relativ schnell auf Leistung und Optimierung getrimmt. Wir sollen uns Ziele setzen und Pflichten erledigen. In diesem Hamsterrad fällt es nicht leicht auf die eigenen Bedürfnisse zu hören und ihnen zu folgen. Zeit, dass sich das ändert und wir Selbstliebe weiter zum Programm machen!

Wie mangelnde Selbstliebe sich zeigt

Wir haben ganz schön viele Möglichkeiten uns das Leben selber schwer zu machen. Mangelnde Selbstliebe zeigt sich immer dann, wenn wir bewusst die Signale von Körper und Geist überhören, wenn wir uns Gedanken voller Angst und Selbstkritik hingeben, wenn wir uns selbst kaum ansehen mögen und wenn wir die Bedürfnisse anderer immer über unsere eigenen stellen.

Die Ursache mangelnder Selbstliebe

Jeder von uns hat in seinem Leben Momente gehabt, die unschöne Gefühle hervorgerufen haben. In solchen Momenten haben wir uns vielleicht alleine, verlassen, einsam, schlecht, böse, ohnmächtig usw. gefühlt und wir haben etwas gelernt. Wir haben gelernt, dass wir (um dieses Gefühl nicht nochmal erleben zu müssen) etwas anders machen sollten. Zum Beispiel, uns mehr anstrengen oder dem anderen recht geben oder nicht auf den eigenen Bedürfnissen beharren – was auch immer. Die Situationen sind uns meist gar nicht mehr präsent, aber das, was wir da gelernt haben, wabert weiter durch unser Unterbewusstsein und bestimmt so subtil unser Verhalten.

Weg mit dem Mist!

Wenn es dir also schwer fallen sollte, es dir so richtig gut gehen zu lassen, dann kannst du mal schauen, ob du in deinem Kopf ein wenig aufräumen möchtest. Ich glaube, das alles, was wir an Kasteiung und Schwere in unserem Leben ertragen, ein Ausdruck von selbstsabotierenden Gedanken ist. Wenn du also (manchmal) so etwas denkst wie:

  • Ich bin nicht gut genug.
  • Ich muss mich anstrengen, sonst …
  • Ohne Fleiß kein Preis
  • Das Leben ist kein Zuckerschlecken /Ponyhof/…
  • In der Liebe/ in Freundschaften hat Egoismus keinen Platz.

Dann beobachte mal, wohin dich die Gedanken führen. Strengst du dich mehr an, als du eigentlich willst? Arbeitest du länger und lässt den Sport /die Saune/ den Kinobesuch… immer wieder sausen? Schluckst du eigene Wünsche herunter und lebst das Leben anderer? Kannst du kaum glauben, wenn mal was glatt läuft? Wie auch immer es sich zeigt, der erste Schritt ist zu erkennen, dass du, mit alten Glaubensmustern und komischen Sätzen, dir diese Wirklichkeit selbst zusammen bastelst!

Sich erlauben, es sich gut gehen zu lassen

ist daher die erste Aufgabe auf dem Weg zu Selbstliebe. Selbstliebe beginnt mit der Erkenntnis des eigenen Wertes. DU bist es wert, dass du dich gut um dich kümmerst. Es ist sogar deine Aufgabe und der Rest der Welt wird davon profitieren. Denn es ist so: Erst, wenn du anfängst mit dir selbst sanft, liebevoll, respektvoll umzugehen – dann wirst du genau das auch in die Welt bringen.

Die yogische Erlaubnis für Selbstliebe

In uns ist ein Kern, die innerste Hülle, Anandamaya Kosha -unsere Glückseligkeit. Dies ist unser essentieller Zustand und unsere Verbindung mit der Unendlichkeit und dem Göttlichen. Unser Leben verwenden wir meist darin, diesen Zustand zurück zu erlangen und brauchen eine Menge Selbstliebe, um diese Praxis leben zu können. Wir müssen beispielsweise die anderen Hüllen und ihre Mechanismen durchschauen: Unsere Körper durch Praxis geschmeidig und dehnbar machen (Annamaya Kosha) ist ein Schritt. Unsere Energie (Pranamaya Kosha) respektieren und lernen zu lenken ist ein weiterer. Die Fähigkeit zu beobachten, zu urteilen, zu denken (Vijnanamaya Kosha) ist das, was wir in der Meditation zu kontrollieren versuchen, um dann auch unsere Emotionen (Manomaya Kosha) in den Griff zu bekommen. Selbstliebe und Yoga haben viel miteinander zu tun.

Welche Fragen helfen, um mehr Selbstliebe zu leben

Unser Leben so zu leben, dass wir unsere Glückseligkeit finden und unser Licht in die Welt tragen können, ist unsere Aufgabe. Wenn du daran glauben kannst, es wert zu sein das bestmögliche Leben zu leben, deine Wünsche wahr zu machen und so glücklich, wie nur möglich zu sein, dann stell dir (regelmäßig) die folgenden Fragen:

  • Wonach sehne ich mich?
  • Was kann ich tun, damit es mir besser geht?
  • Was mag ich an mir?
  • Was würde ich tun, wenn ich nicht scheitern könnte?
  • Was wäre wichtig an diesem Tag, wenn ich wüsste, ich hätte nicht mehr viele?

Wie Selbstliebe leben und lernen konkret geht:

Es gibt ein wunderbares Gleichnis zum Thema Selbstliebe (und leider hab ich voll vergessen, wo ich das mal gelesen habe): Selbstliebe ist, wenn wir uns so behandeln, wie wir ein kleines Kind behandeln. Mit Kindern gehen wir meist so um:

  • Wir achten auf frische Luft und ausreichend Schlaf.
  • Wir sorgen für Gelächter, Entspannung, Kreativität, Freunde und Natur.
  • Wir küssen, kuscheln, umarmen.
  • Wir trösten, wenn etwas nicht so geklappt hat und ermutigen.
  • Wir füttern gesundes Essen (und keine Tüte Chips).
  • Wir lassen Zeit fürs spielen.
  • Wir achten auf keine oder nur begrenzte Zeit für Fernsehen und Handykram.
  • Wir sind freundlich, herzlich, sanft.

Eigentlich müssen wir also nur genauso mit uns selbst umgehen.

Erste Schritte

Fang also an, für die oben stehenden Sachen zu sorgen. Damit das klappt, hab ich drei Ideen für dich.

Nutze Affirmationen

Für mehr Selbstliebe braucht du ein gutes Affirmations-set, was du dir jeden Morgen und Abend (mindestens) vorm Spiegel sagen kannst:

  • Ich bin genau richtig, so wie ich bin.
  • Ich bin schön.
  • Ich werde geliebt.
  • Ich bin Licht.
  • Ich bin perfekt, so wie ich bin.
  • Meine Aufgabe ist es, mich gut um mich zu kümmern.

Ändere den Kommentar

Fang außerdem an alle selbstsabotierenden Gedanken sofort zu unterbrechen! Atme durch und beginn dir selbst zuzuhören. Das ist super machtvoll. Immer dann, wenn du dich dabei erwischt, dass etwas schwer ist, dir keinen Spaß macht, dich traurig macht – frag dich: Warum mache ich das so? Und was erzählt mir die Stimme in meinem Kopf? Dann ändere sie  -und das Verhalten zu ändern wird viel leichter.

Fokussier das, was du ändern kannst

Manchmal ist unser Umfeld nicht 100% Selbstliebe – tauglich. Chefs legen Arbeit auf Schreibtische, Kinder können nörgeln, Freunde und Partner fordern. Fokussier das, was du tun kannst. Wenn du diese Aufgabe, diese Arbeit, diese Verabredung erledigen musst, dann frag dich: Wie kann ich es mir so nett wie möglich machen? Und mach es dann genauso. Es können manchmal Kleinigkeiten sein, die gut tun: Eine leichte Tasche, statt eine schwere mitnehmen oder flache Schuhe anstelle von hohen Hacken. Es kann eine weiche Jacke sein, die sich anschmiegt oder ein paar tiefe Atemzüge zwischendrin. Was auch immer du tust, achte darauf es dir schön zu machen.

Sei dein Freund

war ein guter Rat, den ich mal bekommen habe. Das ist Selbstliebe für mich und ich glaube daran, dass sie der Schlüssel ist, unser Lebensglück in die Hand zu nehmen. Das Leben besteht aus lauter kleinen Momenten. Wie schön sie sind, bestimmen wir selber.

Alles Liebe,

Silja

PS: Zum Umgang mit Glaubenssätzen, kann ich euch nochmal dieses Buch von Louise Hay empfehlen:

Wer den Tag schön starten will, kann mal die wunderschönen Karten von Erica Jago / Elena Brower nutzen. Das sind die, die gerade bei mir auf Snapchat und Instastories zu sehen sind:

Wie immer gilt: Beim Lieblingsbuchhändler oder über den Link bestellen. Bei letzterem profitiere ich ein wenig. Danke schön !

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. jenny 11 Monaten vor

    Liebe Silja,
    was für ein schöner, inspirierender Post. Ich bin gerade am Anfang, beim Hinspüren von meinen Gefühlen und Gedanken. Ich merke oft gar nicht wie schwer ich es mir mache (denn ehrlich gesagt, sind wir es doch meist selbst, die sich unter Druck setzen!).

    Ich werde in die nächste Woche auf jeden Fall die Sanftheit und das Wohlwollen mir selbst gegenüber einladen 🙂

    Alles Liebe
    Jenny

    • Autor
      Silja 11 Monaten vor

      Hallo Jenny,
      das sind noch mal vernünftige Pläne 🙂
      Ich finde echt, es ist ein Prozess und wird immer besser mit der Zeit. Wirst sehen!
      Alles Liebe und bis bald,
      Silja

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