Schnell glücklich – drei kleine Ideen aus dem Yoga & Ayurveda

Schnell glücklich – drei kleine Ideen aus dem Yoga & Ayurveda

Schnell glücklich – drei kleine Ideen aus dem Yoga & Ayurveda

Ok, du bist schlecht gelaunt und weißt nicht recht weiter? Dabei wünscht du dir eigentlich, dass es dir gut geht und du frisch und energiegeladen durch deinen Tag hüpfst? Das Leben soll bitteschön an dir abprallen, insbesondere, wenn es nicht so freundlich ist? Jupp! Ich kenne es auch! Trotz Yoga am Morgen und allerlei wilder Arbeit mit den Glaubenssätzen hab ich zwischendurch schlechten Sinn. Ich denke, wir alle kennen diese grauen und unschönen Tage. Solltest du also Lust haben, fröhlich durch dein Leben zu gehen, dann lass uns mal schauen, was du alles tun kannst. Mir helfen diese drei kleinen Ideen aus der Ayurveda und Yogaschatzkiste – gerade dann, wenn der Himmel grau zu werden scheint.

Viele Gründe können uns vom Glück ablenken

Bevor wir loslegen gibt es allerdings einen kleinen Blick auf die Dinge, die wir tun, um so richtig schlecht drauf zu kommen. Es gibt so viele gute Ideen, für ein bisschen Drama im Leben zu sorgen! Vielleicht gehörst du zu der Sorte, die sich ständig stresst und überfordert, um dann erschöpft und ein wenig lebensunlustig in dein Bett zu fallen? Ich kenne dieses Drama so gut und achte heut immer noch darauf, nicht in dies alte Muster zurückzufallen. Oder gehörst du zu den Dauernörglern, denen es zu warm/ kalt/ windig/voll/ laut/ leise/ (setz was ein) ist? Kenn ich auch. Eigentlich haben wir doch alle unsere kleinen, süßen, feinen Macken und leider halten genau die uns vom Glück ab. Sie locken uns ins Drama und zwar nicht in das italienische Sophia-Loren-Teller-werfen- Drama, was mit dem Filmkuss endet. Vielmehr landen die meisten von uns in Müdigkeit, Frust und schlechter Laune.

Fit werden und eine Entscheidung treffen

Falls du dich fitter machen willst, gegen diese kleinen Miesepeter in dir, dann wird es Zeit sich bewusst zu entscheiden. Früher dachte ich nämlich immer, mein Leben könnte öde werden, wenn ich zu gelassen werde. Nun, vielleicht ist die Buddha-ähnliche Gelassenheit noch zu weit entfernt, aber jeder Tag in Abwesenheit vom Drama fühlt sich gut an. Ich bin beschwingter, leichter, klarer und vor allem achtsamer. Dazu muss man sich entscheiden! Die Lust auf Achtsamkeit mit sich und den eigenen Mustern, Vorlieben, Temperamenten – das ist der Schlüssel zu einem entspannteren, lockeren und glücklicheren Leben. Frag dich also, ob du das willst.

Wobei…. eine Sache noch

Manchmal allerdings – und das sei hier gleich vorher gesagt – tut es gut und ist es richtig, den blöden Gefühlen ordentlich Raum zu geben. Wer wütend ist, darf mal rumstampfen! Wer Angst hat, sich verkriechen! Und wer traurig ist, darf das Kissen vollheulen! Tu es, wenn es dir hilft. Heute geht es nicht ums unterdrücken. Das ist das Gegenteil von gesunder Entspannung (siehe Tipp 3). Heute geht es eher um Prävention und kleine Hilfen, damit der Dampfkessel nicht überkocht. Also anschauen, Methoden einsetzen und den eigenen Zustand so ändern, dass er nicht unterdrückt wird, sondern einfach entspannt bleibt.

1.) Ayurvedisch ins Gleichgewicht kommen

Seit ich mich vor einigen Jahren ein wenig (und echt oberflächlich) mit den ayurvedischen Theorien (s.u.) beschäftigt habe, ist mein Tag relativ schnell wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Und hierfür muss ich ein wenig ausholen. Das Ganze liegt an dem ayurvedischen Konzept der verschiedenen Typen / Doshas, die uns ausmachen und die wir beachten können, wenn wir uns besser fühlen wollen. Eigentlich ist es gar nicht so kompliziert, wenn man einmal verstanden hat, dass es drei Doshas gibt, deren Mix unser Temperament, unsere Stärken aber auch mögliche Schattenseiten bestimmt. Einmal die Beschreibung der drei Doshas gelesen, war bei mir klar, dass meine Ungeduld und manchmal auch Wut, durch mein wunderbar hitziges Pitta entsteht. Und : Was man weiß, kann man ändern, oder? Also, ich hole mal kurz aus:

Ordentlich Kraft aber auch hitzig wie ein kleiner Vulkan?

Das ist Pitta. Pitta Menschen haben einen mittleren Körperbau, wirken vital, stark und haben meist eine gute Präsenz, wenn sie irgendwo auftreten. Sie mögen allerdings auch gerne bestimmen, Dinge umsetzen und anpacken und wirken dabei wunderbar wach und klar. Sollest du auch eine ordentliche Portion Pitta in dir tragen, dann ist deine (wie meine) Aufgabe im Leben, den Kopf kühl zu halten und etwas entspannter zu werden. Pittas können lernen, nicht so oft auszuflippen und sich nicht zu übernehmen. Für mich heißt das vor allem, immer mehr die Trigger zu bemerken und so nach und nach zu entschlüsseln, worüber ich mich alles aufregen kann (konnte). Wenn man analysiert, was man da innerlich für ein Drama macht, dann bekommt man eine schöne Distanz genau dazu – und die wiederum entspannt ein wenig.Für etwas weniger hitziges Gemüt hilft übrigens auch das richtige Essen. Iss an aufwühlenden, hitzigen Tagen einfach nichts Scharfes, sondern konzentrier dich auf kühlende und herbe Speisen, frisches Obst und Gemüse, Vollkornkram und lass dein Essen vor dem Verzehr ein wenig abkühlen. Verrückt, aber es hilft wirklich.

Friedlich, schön ruhig und irgendwie träge?

Dann überwiegt das Kapha. Echte Kaphas werden gerne mit einem ruhigen See verglichen, sind beständig und meist irre gelassen. Leider können sie auch super rumdümpeln und könnten ein wenig vom Feuer Pittas oder der Leichtigkeit Vatas für mehr Tatendrang vertragen. Wer viel Kapha hat, ist meist von kräftigerem Körperbau und strahlt eine schöne Sinnlichkeit aus. In sich ruhend sind die Kaphas eigentlich ganz happy. Allerdings gibt es bei zuviel Kapha die Gefahr, sich uninspiriert, lahm und langweilig zu fühlen. Kein guter Zustand! Sollte das passieren und dir den Tag vermiesen, dann hilft nur eine schöne, bewusste Prise Abwechslung (Inspirationen findest du hier). Veränderungen aller Art sind das, was du brauchst, wenn du dich langweilig fühlst. Die Ernährung kann dich gut unterstützen. Iss an uninspirierten Tagen mehr Scharfes, gönn dir jede Menge Ingwer und iss nicht so schwer oder zu häufig.

Kreativ und bunt, leichtfüßig und nervös?

Menschen mit Vata Konstitution sind meist eher zart, wirken irgendwie ätherisch und ein wenig flatterhaft. Ihre Kreativität, ihr Sinn für Ästhetik und ihre Unbeschwertheit sind wunderbar. Ich liebe meine Vata-reicheren Tage. Sie fühlen sich so beschwingt an! Wer allerdings zuviel vom luftigen Vata in sich trägt, fühlt die innere Unruhe deutlich. Nervosität kommt auf und irgendwie wird alles begonnen, aber nichts beendet. Sprunghaft und aufgehuscht rennt man dann durchs Leben. Sollte es dir an den blöden Tagen so gehen, dann besteht die Kunst darin mehr Ausgeglichenheit und Erdung zu gewinnen. Oft hilft schon ein wenig mehr Struktur im Alltag mit schönen Rituale zu etablieren. Bewusster Rückzug in Ruhe und Stille (Meditieren!) ist auch wirksam. Und natürlich wieder das Essen! Vatas können aufhören am Salat zu knabbern und sollten lieber ein wenig Warmes essen. Das Essen nicht zu fettarm und mit Genuss und Ruhe genießen – wirkt ebenfalls Wunder.

Wie Ayurveda konkret im Alltag hilft glücklicher zu werden

Wenn du einmal erkannt hast, was dein Muster an den „schlechten“ Tagen ist, dann kannst du mit diesem tollen System ganz easy gegensteuern. Es gibt Jahreszeiten, die laut ayurvedischer Lehre die Doshas verstärken. Wer weiß, dass er hier empfindlich ist, kann anfangen bewusst andere Akzente zu setzen und so das eigene Gleichgewicht wieder herstellen. Ich mag auch, dass es hier nicht nur ums grübeln geht. Wir können mit der richtigen Nahrung und den richtigen Ritualen schon ganz schön was bewirken. Es muss nur zu uns und unserem Thema (oder besser Dosha) passen!

2.  Atme dich in die Pause

Es ist und bleibt eine Offenbarung für mich, wie viel die Atmung verändern kann. Ja, eigentlich müsste ich das als Yogalehrerin total verinnerlicht haben, aber immer wieder, wenn ich aufgeregt bin und anfange bewusst zu atmen, wundere ich mich aufs Neue über die Wirkung. Ruckizucki- und ich bin ruhiger. Ruckizucki- und ich bin wacher. Leider vergesse ich trotz Übung und gutem Willen immer mal wieder dieses wertvolle Tool einzusetzen. Habs mir aber wieder vorgenommen und gerade jetzt, wo die Tage warm und die Nerven bei so manchem blank liegen, da hilft mir diese kleine Technik:

Finde die Pause

Ich habs neulich schon in einem Facebook Live Video geteilt: Meine Liebingsatmung ist so simpel wie effektiv. Nein, ich halte nicht groß die Luft an und ich hechel mich auch nicht durch die Meetings. Ich suche die Pause. Hierzu brauchst du nur einatmen und dann deine ganze Aufmerksamkeit auf den Wechsel deiner Atmung von der Ein – in die Ausatmung richten. Es ist so wunderbar! Sofort – und ich meine SOFORT – ist man im Moment. All die Sorgen über die Zukunft oder die Aufregung über Vergangenes ist einen Moment verschwunden. Da bin nur ich und diese kleine, subtile Pause. Finde die Pause demnächst, wenn du genervt bist! Ich spüre sofort, wie meine Schultern sinken und ich freier atmen kann – ganz ohne Anstrengung, einfach so.

3. Energie fühlen

Ok, meine letzte und schöne Idee ist ein wenig Osho-inspired. Der große Meister der Trance, Meditation und Selbsterkenntnis hat mir das austanzen und raushüpfen meiner Gefühle näher gebracht. Manchmal merke ich erst danach, dass ordentlich was in mir los war und ist. Manchmal merke ich auch, dass da ganz alte Dinge in mir wüten. Wenn das bei dir auch so ist und du ohne ersichtlichen Grund die Ungerechtigkeit der Welt beklagen möchtest -dann empfehle ich dir so richtig in Rage zu kommen. Leb es aus, was da ist aber lass deinen Körper mitmachen! Fühl die Energie und reinige deine Zellen von ihr! Das macht so richtig Spaß!

Den Mist rausschütteln

Immer dann, wenn ich merke, dass da was in mir schlummert, dann versuche ich mir ein wenig Zeit zu nehmen. Nochmal rein in das Gefühl zu gehen, in die Situation die da so in mir tobt und dann wird die Musik aufgedreht und gehüpft und geschüttelt. Ich kann spüren, wie das Gefühl erst stärker wird, bevor es mich verlassen kann. Danach – und das ist der wunderbarste Teil hiervon – leg ich mich auf den Rücken, Savasanah und fühle alle meine Zellen. Jede einzelne! Ich stell mir vor, wie sie gereinigt wurden und meine Energiehülle nun ganz neu strahlen darf. Befreiend und viel gesünder, als all das zusammen-reißen, was uns sonst schon mal abverlangt oder empfohlen wird.

1, 2 – glücklich?

Glück, ihr Lieben, ist ein Prozess. Es ist ein Weg, die eigene Bestimmung zu finden, sich herausfordernde aber erreichbare Ziele zu setzen und auf eine schöne Qualität im Leben zu achten. Korrekturen vorzunehmen und den eigenen Zustand so gut wie möglich positiv zu beeinflussen. Wer will nicht glücklich sein? Eben! Also los, probier es einmal aus. Schau dir deine Doshas an und überlege, worauf du künftig mehr achten willst. Was ist das Muster an deinen unschönen Tagen? Such außerdem die Pause in den blöden Momenten und verschaff dir so etwas Luft. Sollte sich dann trotzdem etwas aufstehen, dann leg los und lass es raus. Mir tuts gut! Oder hast du andere Tipps? Dann freu ich mich auf deine Gedanken im Kommentar.

Liebste Grüße,

Silja

PS:

Mein Lieblings-Oshobuch:

Mein Trampolin:

Und mein Liebings- Ayurvedabuch:

Wie immer gilt: All das bei den Lieblingsläden um die Ecke bestellen – oder über den Link. In diesem Fall profitiere ich ein wenig und sage lieben Dank!

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

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