Probiotika nehmen? Wann es Sinn macht und warum

Probiotika nehmen? Wann es Sinn macht und warum

Probiotika nehmen? Wann es Sinn machen kann und warum…

Als ich vor Jahren Kris Carrs tolles Buch Crazy Sexy Gesund (s.u.) gelesen habe, hatte ich einen ganzen Ballen neuer Informationen zu „verdauen“:  Neben der richtigen Sitzhaltung auf dem Klo (und die ist eher merkwürdig, wir sollen die Füße anheben und eher hocken), gab es auch einiges zum Thema Darmgesundheit und warum Bakterien etwas damit zu tun haben. Da ich Neuling auf dem Gebiet war, war das eine echte Offenbarung für mich. Heutzutage ist das anders, wahrscheinlich hat jeder zweite von euch schon das Darm-mit-Charme Buch gelesen und weiß längst, dass in unserem Darm die Nährstoffe extrahiert werden und 80 % unserer körpereigenen Abwehrzellen hier sitzen. Also warum sollte man Probiotika nehmen? Und wie am besten? Und was kann man noch tun?

Wofür eine gesunde Darmflora alles gut ist

Ein gesunder Darm hat viele Vorteile, zum Beispiel:

  • wird die Verdauung beschwerdefrei und normalisiert sich
  • wird es…äh… etwas gasfreier, wenn ich das mal so schreiben darf
  • die Fähigkeit des Körpers Nährstoffe aus der Nahrung zu ziehen wird erhöht
  • die körpereigene Vitaminproduktion wird angekurbelt (insbesondere B -Vitamine)
  • die Leber wird gestärkt
  • die Widerstandskraft gegen Allergien wird erhöht
  • man fühlt sich Energie geladener

Jippieh, ganz schön viel oder? Also, der Darm kann ab und zu ein paar extra Bakterien brauchen.

Warum unser Lebenswandel nicht so toll für unsere Darmflora ist

Ich weiß nicht, wie du dich ernährst. Vielleicht steckst du schon mitten in der veganen Ernährung oder bist gar zuckerfrei? Dann hast du ein paar Risikofaktoren Richtung Darmflora weniger. Alle Fleischesser und Milchgenießer müssen leider aufpassen, denn ihr nehmt wahrscheinlich einiges an Antibiotika auf, die den Tieren verabreicht wurde. Neben Antibiotika die wir selber brauchen, um eine schwere Infektion zu bekämpfen, kann das das Gleichgewicht der Bakterien in unserem Darm ordentlich durcheinander bringen. Auch einseitige Ernährung, jede Menge Stress oder Ärger, Angstzustände, chemisch hergestellte Nahrungsmittel, Zuckerkonsum, mit Chlor oder Fluor versetztes Wasser und Kortisongaben beeinflussen unser Darmmilieu negativ.

Wie eine gesunde Darmflora aussehen sollte

Damit der Darm seine guten Funktionen auch ausführen kann, rät Kimberly Snyder im Beauty Detox Plan (s.u.) zu einem Verhältnis von 80- 85% nützlicher Bakterien zu nicht so nützlichen. Wenn dem nicht so ist, kann in unserem Darm eine sogenannte Dysbiose entstehen, eine Störung der Darmflora. Die wiederum hat zur Folge, dass ungünstige Gärungs- und Fäulnisbakterien für eine Vergiftung unseres Darmmilieus sorgen.

Wieso wir besser aussehen, wenn unser Darmmilieu tiptop ist

Allein die Zellen unserer Gesichtshaut erneuern sich im Laufe von ungefähr sechs Wochen. Eigentlich ist es bei den meisten Körperzellen so. Wenn wir dafür sorgen, dass unser Darm Nährstoffe besser verarbeiten kann und uns auch noch gesund ernähren (zum Beispiel mit meinem Guide für yogische Ernährung oder gar zuckerfrei?) dann bekommt unser Körper jede Menge guter Nährstoffe, verarbeitet diese auch noch phänomenal und unsere Zelle werden sauberer und sind gut versorgt. Das sorgt wiederum dafür, dass wir frischer aussehen, Hautprobleme aufhören und Augenringe und Falten weniger werden.  Außerdem hat unser Körper mehr Energie, denn die natürliche Verdauung mit guten Darmbakterien sorgt für weniger Abfälle im Körper, deren Abtransport ordentlich Energie kosten kann. Überhaupt, wusste jemand von euch, dass unser Verdauungsprozess 60- 80% unserer Energie kostet? Irre, oder?

Wie ich das mit den Probiotika handhabe

Es gibt mehrere Wege sich dem Thema zu nähern. Manche Bücher empfehlen eine durchgehende Einnahme von Probiotika, andere sagen, dass probiotische Nahrungsmittel wie Apfelessig oder rohes Sauerkraut schon genug leisten. Beides solltest du übrigens in deine Ernäherung einbauen. Kimberly Snyder empfiehlt vor jeder Mahlzeit eine Tasse probiotischen Salat zu essen (was sowas ist wie rohes Sauerkraut, nur selbstgemacht) und von Mimi Kirk habe ich ja den Tipp andauernd (na gut, wenigstens morgens) 2 EL Apfelessig mit etwas Wasser zu trinken. Wirkt Wunder für den Darm und lässt uns manche Ernährungssünden abmildern. Nun zurück zu den Präparaten. Es gibt einige am Markt. Ich achte darauf, dass sie

  • vegan sind
  • verschiedene „gute“ Darmbakterien enthalten, also nicht nur eine gute Monokultur da unten anlegen
  • die wichtigsten Kulturen: Lactobazillus und Bifidobakterien in hoher Anzahl (Billionen) enthalten.

Meine Familie und ich nehmen die Probiotika übrigens mindestens zweimal im Jahr als Kur über einige Wochen ein. Danach reichen mir Sauerkraut und Apfelessig.

 

Wann Probiotika Sinn machen

Wenn einer oder mehrere der oberen Faktoren auf dich zutreffen, also nicht so tolle Ernährung oder Stress oder du musstest Antibiotika nehmen, dann macht Probiotika auf jeden Fall Sinn. Auch bei Lust auf Entgiftung, zum Start in eine neue Ernährungsweise oder wenn du z.B. das Rauchen aufgegeben hast, kann ein Probiotika eine tolle Unterstützung sein. Zur Stärkung des Immunsystem eignet es sich auch, darum nehme ich es immer im Spätsommer bevor der Herbst startet (also jetzt).

Wer dauerhaft Risikofaktoren ausgesetzt ist, kann auch völlig problemlos durchgehend Probiotika nehmen. Ist mir aber zu teuer und ich mag nicht ständig Pillen oder Pulver schlucken.

Also, auf dass wir alle eine spitzenmäßig funktionierende Darmflora haben (das hat dir doch noch keiner gewünscht, oder?)

Ich sag bis bald und liebe Grüße,

Silja

PS: Hier die Bücher, wieder mit einem Link bei dem ich von eurer Bestellung ein wenig profitiere:

Kris Carrs Guide liebe ich sehr:

Kimberly Snyder erklärt die Zusammenhänge sehr gut:

Frau Kirk ist ein Muss für alle, die mehr Rohkost im Leben brauchen:

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

6 Kommentare

  1. Sophie 1 Jahr vor

    Liebe Silja,
    das hört sich sehr sinnvoll an und ich überlege jetzt auch mal so eine Kur zu machen,
    kannst du mir ein Produkt, außer Apfelesseig und Sauerkraut ;), empfehlen?
    Viele liebe Grüße aus Antwerpen und danke für all deine tollen Beiträge
    deine Sophie

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo liebe Sophie,
      Sehr gerne und danke dir fürs Feedback. Ich kaufe meine Produkte im Reformhaus. Momentan nehme ich Dr Wolz Darmflora plus select. Komme gut damit klar ?
      Liebe Grüße
      Silja

  2. Jessica 1 Jahr vor

    Hallo Silja, ein toller Beitrag. Darmgesundheit finde ich wahnsinnig spannend, da ich viele Jahre Reizdarm-Patientin war 🙂 ich freue mich auch immer wieder über Apfelessig zu lesen, weil nach dem Ölziehen und blitze blanken Zähnen, gibt es zwei Eßlöffel.

    Ich überlege grad, ob ich bei meiner Großen mich mit dem Thema Probiotika mal beschaftigen sollte ?! Als Ex-Frühchen (frisch im Schwimmkurs) hat sie im Herbst / Winter echt mit Infekten zu tun.

    Liebe Grüße, Jessica

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo Jessica,

      Danke dir und ja! Macht meine Kinderärztin immer nach einer Antibiotika Behandlung und mein Jüngster macht auch immer mit. ?

      Liebe Grüße
      Silja

  3. Nora Hodeige 1 Jahr vor

    Liebe Silja,
    ein sehr interessanter und schön geschriebener Artikel. Ich persönlich nehme sehr viele Mittelchen, manchmal mehr, manchmal weniger – aber ich habe leider auch diverse Nahrungsmittelunverträglichkeiten und hin und wieder Probleme mit meinem Darm. Da helfen mir vor allem Probiotika sehr gut. Ich habe dazu auch einen Artikel geschrieben, vielleicht magst du ja auch mal dort vorbei schauen: http://www.leben-mit-ohne.de/probiotika-bei-histaminintoleranz/

    Außerdem finde ich es auch so wichtig, Aufklärung zu Darmgesundheit bei den Kleinsten zu machen. Denn der Darm ist der Sitz unserer Gesundheit und, wenn wir darauf achten, dass schon unsere ganz kleinen Mäuse eine optimale Darmflora besitzen, dann geben wir ihnen wirklich einen wunderbar gesunden Start ins Leben. Schön, dass auch du auch bei deinen Kindern darauf achtest. Das Immunsystem stärkt man mit einer optimalen Darmflora einfach am besten!

    Herzliche Grüße, Nora

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo Nora,
      schön, dass du von deinen Erfahrungen berichtest und danke dir fürs Feedback.
      Artikel wird gelesen,
      liebe Grüße und bis bald,
      Silja

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