Nicht jammern sondern machen!

Nicht jammern sondern machen!

Raus aus dem Jammerloch: Nicht jammern sondern machen!

Es gibt die verschiedensten Situationen, da erwische ich mich und andere beim Jammern. Mal mehr – mal weniger. Jammern über das Wetter, über das Essen, über den Chef oder die Kollegen oder über Familie und Partner – um mal nur ein paar Themen aufzuzählen. Und es nervt.  Und jammern sorgt leider, soviel steht fest, zwar komischerweise für eine Art von sich-verbrüdernder Geselligkeit aber macht keineswegs glücklich (die Geselligkeit jedoch schon).  Vor allem aber sorgt reines jammern dafür, dass sich erstmal NICHTS ändert. Wirklich NICHTS. Wir jammern halt und lassen dann alles wie es ist.  Keine wirklich gute Strategie zum entspannten Glücklichsein will ich meinen….Darum ist heute die Frage des Tages: Wie geht es raus aus dem Jammerloch?
Ich habe bisher genau drei Wege entdeckt mit Dingen umzugehen, die mich zum jammern bringen. Ich glaube, wir können etwas:

Ändern

Lieben lernen

Nicht mehr bewerten

Hört sich schräg an? Oder leichter gesagt als getan? Finde ich auch! Starten wir mit:

1. Ändern statt jammern!

Wer ständig jammert, dass der Partner nie Blumen bringt / dass der Job nicht glücklich macht/ dass die Freundin nie anruft -kann etwas ändern. Der erste Schritt, um die Dinge zu ändern, ist zu schauen, wo unser Einfluss ist. Der Partner bringt keine Blumen mit? Was ist es, was uns hier ärgert? Sind es die fehlenden Blumen auf dem Küchentisch? Dann aber nix wie los und statt zu jammern lieber selber kaufen! (Das garantiert im übrigen wirklich schöne Sträuße.) Oder stört uns, dass wir meinen der Partner würde „nie“ an uns denken? Nicht aufmerksam sein? Dann wird es Zeit sich zu melden und was zu sagen. Nicht „Bring mir doch mal Blumen mit – aber ganz spontan“ (das klappt ja jetzt schon nicht mehr) sondern etwas, das erfüllbar ist. Wie: „Weißt du was? Ich wünsche mir, dass du mir ab und zu noch mehr zeigst, was ich dir bedeute. Ich bin nämlich immer noch manchmal unsicher.“  – Und dann nichts erwarten (schon gar nicht Blumen) sondern sich überraschen lassen, was passiert. Allein dadurch, dass wir so frei und mutig waren zu sagen, was in uns vorgeht (und uns vorher die Zeit genommen haben, das rauszufinden), wird sich etwas ändern. Und ändern können wir alles: Unsere Erwartungen, die Klarheit unserer Kommunikation aber auch unsere Umstände. Manchmal wird es Zeit sich von Menschen/ Jobs / Klamotten usw. zu trennen, die uns unglücklich machen. Oder früher aufzustehen, um morgens keine Hektik mehr zu haben oder oder oder. Es gut gut, die Dinge in die Hand zu nehmen – denn wie heißt es so schön „und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..“

2. Blickwinkel wechseln statt rummäkeln!

Rummäkeln kann man immer! Ich behaupte auch im schicksten Penthouse blendet irgendwo die Sonne oder stinkt der Müll. Also wird es manchmal auch Zeit das Glück neu zu entdecken. Was ärgert uns da ständig? Über was meckern wir? Und lässt sich das nicht aus einem anderen Blickwinkel betrachten? Wie heißt diese Geschichte, die ich in der aktuellen Emotion entdeckt habe? Der König ist traurig, weil immer wenn ein Kind geboren wird, ein Mensch in seinem Königreich stirbt. Er verliert über seinen Kummer seine ganze Lebensfreude. Bis ihm jemand den Rat gibt, es einmal anders zu sehen: Immer wenn ein Mensch im Königreich stirbt, wird ein neuer Mensch geboren. Und schon…genau! Also, wo hakt es und was ist vielleicht gut daran? Wenn die Sonne blendet (ok, jetzt wird es etwas profan), dann scheint sie. Mal übersetzt auf das tägliche Leben heißt das für mich zu suchen, wofür ich dankbar sein kann – anstelle vom meckern darüber was nicht 100% ist. Und da geht es um ganz einfache Dinge. Manchmal nervt mich das abendliche Kochen – wenn ich vom Job komme, nicht so recht weiß, was ich machen soll aber alle schon ordentlich Hunger haben. Durchatmen, den Anspruch wahnsinnig tolle Gerichte zu produzieren runter fahren und sich dann freuen, dass wir alle beim Abendbrot zusammen sitzen – das hilft manchmal und macht mich deutlich glücklicher.

3. Akzeptieren statt bewerten

Jeder Moment ist einzigartig, wie jede Schneeflocke (wie ich neulich im Frühstücksradio gelernt habe) – und wie jeder Mensch. „Du bist einzigartig, wie alle anderen auch“ ist darum ein schöner Satz von den Craemers, den ich gleich in meine Glaubenssätze adoptiert habe. Da wo ich es schaffe, mich frei zu machen von „gut“ oder „schlecht“ Bewertungen, da geht es mir besser. Aber das ist nicht einfach. Die Frau beim Bäcker wirkt auf mich unfreundlich? Und schon kann ich, wenn ich will, voll in die Bewertung einsteigen: „Was mault die denn so rum?“, „Ich hab doch gar nichts getan..“ – es gibt viel was mir in so einem Moment einfällt, wenn ich mir Mühe gebe. Meine Laune jedoch sinkt und ich fange an das unfreundliche Verhalten persönlich zu nehmen. Als ob! Beobachten wir das Verhalten anderer, beziehen wir das Meiste auf uns belegen Studien. Während wir, wenn wir selber handeln, wissen,  dass wir z.B. unfreundlich sind, weil wir schlecht geschlafen oder Streit Zuhause hatten. Bei der armen Verkäuferin kommen wir jedoch nicht sofort auf die Idee. Schade eigentlich. Mir hilft: durchatmen (für die armen Emotionen, die schon mit „ärgern“ angefangen haben) und dann freundlich sein, es nehmen wie es ist. Mein Leitspruch in diesem Zusammenhang ist :Es ist wie es ist – und das ist wahrscheinlich aus irgendeinem Grund gut so.
Schön in diesem Zusammenhang ist die Initiative eines Predigers aus den USA für ein „complaint free world“ – mehr zu lesen unter: http://www.acomplaintfreeworld.org
Das wäre was, eine Welt ohne jammern…oder?

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

1 Kommentar

  1. Ein schöner Post, gefällt mir sehr gut. Ändern statt jammern, das trifft genau den Punkt, mehr muss man gar nicht sagen. Das werde ich mir heute immer wieder vor Augen halten.
    LG Eva

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