Kreativer werden – so gehts!

Kreativer werden – so gehts!

Kreativer werden – so gehts!

Kreativität und Lebensfreude entfesseln hieß mein Yoga& Coaching Workshop gestern und ich dachte, ich lasse alle, die nicht dabei sein konnten ein wenig teilhaben an dem tollen Thema Kreativität. Denn immerhin ist sie unser Motor, unsere Strahlkraft. Sie bestimmt, wie sehr wir das, was in uns vorgeht, auch wahrnehmen und ausdrücken können. Und wir können einiges tun, um sie zu stärken und so nach und nach kreativer werden – was sich übrigens so richtig gut anfühlt!

Als wir noch total und absolut kreativ waren

Erinnert sich noch jemand an die Zeit irgendwo zwischen zwei und sechs Jahren? Die Zeit, in der wir mit matschigen Fingern riesige Fantasieburgen im Sand gebaut haben, in der wir als Feen verkleidet über Wiesen gerannt sind und uns im Tun verlieren konnten? Als Kinder sind wir alle so kreativ. Ich muss mir nur anschauen, auf welche Ideen kleine Kinder kommen und bin begeistert. Ein Kind ist auch irgendwie immer im Flow, also im versunkenen Moment und im Tun. Vieles, was uns später hemmen wird, ist in dieser Zeit noch nicht da und so sind die Kleinsten von uns oft die Kreativsten.

Regeln, Schuld und Scham

Dann kommt die Zeit, in der wir erklärt bekommen, dass das, was wir tun, gewissen Kriterien genügen muss. Eventuell erklären uns unsere Eltern schon, dass Bäume weniger rosa, dafür aber mehr grün sind und spätestens wenn die Schule beginnt, wird unsere Kreativität in Noten gepresst. Überhaupt geht es dann nur noch sehr begrenzt ums kreative Schaffen. Es wird viel eher auswendig gelernt, abgeschrieben, in Form gebracht und so lernen wir das, was unserem freien Ausdruck nicht gut tut: Regeln. Mit den Regeln kommt dann auch das Versagen. All die Male, wo wir ausgelacht oder komisch angeschaut werden. Die Male, wenn der Aufsatz mit lauter roten Strichen am Rand zurück kommt oder wir uns erklären müssen, weil etwas nicht geklappt hat. Plötzlich fangen wir an, uns nicht mehr so gut zu fühlen. Schuldig irgendwie. Nicht ganz richtig.

Das zweite Chakra

Dabei ist die Kreativität so wichtig für uns! Wie schade, sie in blöde Regeln pressen zu wollen. In der Chakra-Lehre gehört unser kreativer Ausdruck zu unserem wunderbaren zweiten Chakra. Während das Erste noch unsere Wurzeln und unseren Halt im Leben darstellt, wächst im Zweiten aus dem gesunden Vertrauen die Freude daran, sich frei auszudrücken. Die Energie des dritten Chakras hilft uns dabei und drücken wir aus, was und wer wir sind. Nicht umsonst heißt das Svadhistana Chakra auch „mein eigener süßer Wohnsitz“ und ist der Sitz unsere wahren Selbst. Hier findet intuitiv das Ausdruck, was uns ausmacht – wenn es denn frei fließen kann.

Lebensfreude

Ich weiß nicht, was du fühlst, wenn du frei das sein und tun darfst, was du fühlst und bist. Ich fühl mich dann wunderbar und frei. Lebensfreude entsteht, Freude am eigenen Sein und an dem, was man schafft. Das ist etwas völlig anderes als das Beurteilen nach den Regeln oder das Vergleichen mit anderen. Es ist dieser Zustand von authentischem Tun, der uns irgendwie Flügel verleiht.

Wie wir unsere Kreativität entfalten

Letztlich geht es, wenn wir wieder mutiger und lebensfroher werden wollen, um das Befreien von der Angst. Du kannst, mit ein paar kleinen Kniffen, deiner Angst begegnen und sie dir anschauen. Ich hab darum ein paar kleine Lieblingstricks mitgebracht, die helfen können ein wenig kreatvier und bunter zu denken und zu leben. Dabei?

Kontakt mit deiner Kindheit

Eine gute Idee ist es, ein wenig von dem wieder zu entdecken, was dir als Kind Spaß gemacht hat. Ich hab das Gefühl immer, wenn ich in Sommerurlauben mit meinen Söhnen versunken am Strand Burgen bauen kann. Das habe ich früher so geliebt und bis heute ist das Gefühl von Sand und Matsch und die Form, die entsteht, toll für mich. Wer in solche Momente wieder einsinkt und danach einmal überlegt, wo im „erwachsenen“ Leben dieses Gefühl gerade am meisten fehlt, der kriegt ein Gefühl dafür, wo er mehr Kreativität einladen kann. Also, wenn du kannst, mach Dinge aus deiner Kindheit. Such ein altes Spielzeug und schau es dir an. Erinnere dich und weck so langsam wieder das, was in dir schlummert.

Beweg dich

Ich werde jetzt bald mal endlich ein Trampolin bestellen. Wird echt Zeit, ich glaube das springen wird mir gut tun. Unser Körper ist gemacht, sich zu bewegen und die besten Ideen kommen auch, wenn wir spazieren gehen oder Sport machen. Die Bewegung und die Entspannung, die hier entsteht, lässt neue Gedanken zu und hilft unserem Kopf aus eingefahrenen Bahnen auszubrechen. Also, beweg dich wo du nur kannst. Ich hab gehört, dass unser Körper eigentlich darauf ausgelegt ist ungefähr 20 Kilometer zurück zu legen. Verrückt, aber das schaffe ich bisher sicher selten.

Geh deiner Scham auf die Spur

Es gibt Tabus für dich? Dinge, die du nicht gerne vor anderen tust? Für die du dich schämst? Dann fang an diese Grenzen sanft (!) zu verschieben. Atme durch und stell dich deinen Ängsten. Geh ganz albern angezogen auf die Straße (aber nicht an Karneval), um dich bewusst dem Gefühl der Peinlichkeit zu stellen und so dem Gefängnis aus „bloß nichts Peinliches tun“ zu entkommen. Denk an die Situationen deines Lebens, in denen du dich geschämt hast. Fang an damit zu arbeiten und schick dir selber ein wenig Mitgefühl und Licht. Letztlich machen wir manchmal komische und merkwürdige Dinge, aber das tun wir alle. Es geht nicht darum perfekt zu sein, es geht darum echt zu sein. Dafür wird es Zeit das Gefängnis des „es richtig machen“ wollen loszulassen. Fang also an deine Angst und deine Regeln anzuschauen, so dass der Schrecken vergehen kann und du frei wirst.

Entspann dich

All die ganze Anstrengung in unseren Leben sorgen dafür, dass wir immer unkreativer werden. Unter Bedingungen von Stress und Hektik verlieren wir den Bezug zu uns selbst. Wir sind im Kampfmodus, da kann man auch schlecht hinhören und reinspüren. Also atme durch, entspann dich, genieße eine Pause. Die Ideen sprudeln besser, wenn du ausgeschlafen und relaxt bist.

Was macht dich aus?

Was also macht dich aus? Was schlummert in dir? Je mehr wir unsere Wahrheit erkennen, umso mehr können wir dem Ausdruck verleihen, was uns ausmacht und bewegt. Also, lasst uns unsere Individualität feiern und uns in den Fluss des Lebens begeben. Wir pfeifen einfach ein wenig auf die Kriterien und Regeln der anderen und machen unser eigenes Ding! Dann ist auch dieser blöde innere Widerstand weg, der uns so oft lähmt. Also irgendwie auch ein klasse Detox, diese Kreativität. Reinigend ist das, wenn wir echt und wahrhaftig sind. Und es tut der Welt gut. Unser Licht kann nur dann hell strahlen, wenn wir es lassen. Flexibel bleiben und auf uns hören. Wer ist alles bereit?

Ich schick euch liebe Grüße,

Silja

PS: Das schöne Bild ist eine Wandverzierung aus Dresden. Ich habe allerdings keinen blassen Schimmer mehr, wo wir sie letztes Jahr genau gefunden haben.

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Katharina 2 Monaten vor

    Hallo Silja
    Kreativität braucht vor allem eines: Raum. Zeitlich, räumlich, gedanklich. Und wenn der fehlt, dann steht es um meine Kreativität meistens sehr schlecht…. Da hilft nur eines: Raum schaffen.
    Liebe Grüsse
    Katharina

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Hallo Katharina,

      total – Raum ist so wichtig. Danke dir für den Impuls.
      Bis bald und liebe Grüße,
      Silja

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