Kleine Hilfe für mehr Erfolg und Spaß im Job

Kleine Hilfe für mehr Erfolg und Spaß im Job

Wie du mehr Erfolg und Spaß im Job hast

Als Trainerin und Coach treffe ich eine Menge Menschen und die meisten arbeiten. Nicht alle sind glücklich, viele im Umbruch oder auf Sinnsuche. Ein ordentlicher Teil wünscht sich mehr Erfolg und Spaß im Job. Gar nicht so eine leichte Sache mit unserem täglichen Brot, oder? Schon gar nicht in den Zeiten des Umbruchs, in denen wir uns gerade befinden. Ich habe selbst auch schon Phasen mit zu wenig Erfolg und Spaß im Job gehabt. In manchen Zeiten war es mühsam und ich habe mich richtig abgemüht, in anderen war es einfach langweilig. Aus der heutigen Perspektive haben mir ein paar Gedanken sehr geholfen erfolgreicher zu werden und damit auch mehr Spaß zu haben. Denn verrückterweise hängt das ja zusammen: Der Spaß und der Erfolg.

Wir mögen es, wenn wir gut sind

Wir mögen Erfolg. Ich habe noch keinen getroffen, der in seinem Leben nicht zu irgendetwas beitragen wollte. Wenn wir dann auch noch für unsere Taten gelobt werden oder uns selbst loben, schüttet unser Körper Wohlfühlhormone aus und wir werden tatsächlich, schon rein chemisch, glücklicher. Nicht umsonst bringe ich Führungskräften bei möglichst 70 % der Kontakte zu ihren Mitarbeitern für ein ernstgemeintes Lob, eine Anerkennung zu nutzen. Es tut uns so gut und motiviert uns mehr zu tun. „Nicht meckern ist Lob genug“ gilt jedenfalls schon lange nicht mehr. Wenn du also kannst, fang an dich und deine Kollegen zu loben. Es ist ein erster Schritt.

Wie du erfolgreicher werden kannst

Lieben, was man tut

Erfolg kommt, wenn du motiviert bist und bereit bist dich wirklich einzusetzen. Im Idealfall hast du also Lust auf deine Aufgabe, findest dein Unternehmen toll und magst auch das, was von dir verlangt wird. Hm. Denk mal nach und schau auf einer Skala von 0 -10 wie sehr du das unterschreiben kannst. Meiner Erfahrung nach finden sich die meisten irgendwo zwischen 3- 6 wieder. Keine gute Voraussetzung für begeisterten Erfolg. Aber nix ist verloren! Denn hier gilt: Wenn du nicht wechseln willst und es nicht verändern kannst, dann lerne es zu lieben. Womit wir bei einer herrlich gelassenen Haltung zum täglichen Brot wären. Warum sich aufregen über das Unternehmen oder den Chef? Du willst nicht wechseln (sonst weiter aufregen und überlegen was du machen willst) und du hast gerade keine Idee, was du verändern könntest? Dann wird es Zeit deinem destruktiven Jammern auf Wiedersehen zu sagen und loszulegen mit einer freundlichen, gelassenen Haltung. Denn für unser Glück und unsere Gedanken sind nur wir selbst verantwortlich. Wenn ich also Gedanken verändern will, helfen mir oft die Fragen von Byron Katie. Dazu musst du als ersten Schritt einen kleinen Meckerzettel über deinen Job schreiben, eine letzte Meckertirade sozusagen. Schreib auf, was dich alles nervt und was blöd ist und überhaupt warum du keinen Erfolg haben kannst (und sehr wahrscheinlich auch nicht haben willst) und dann prüfe jede Aussage mit diesen Fragen:

  • Ist das wahr?
  • Kannst ich mit 100% Sicherheit sagen, dass es wahr ist?
  • Wie geht es mir, wenn ich diesen Gedanken denke?
  • Was wäre ich ohne den Gedanken?
  • Dreh es um!

Ich mache mal ein Beispiel. Also, angenommen du schreibst etwas wie „Ich bin in meinem Job total unterfordert. So kann er mir einfach keinen Spaß machen.“ (Achtung, die Voraussetzung ist: Du hattest entschieden nicht wechseln zu wollen und auch nichts zu verändern!). Dann geht es weiter mit:

  • Ist das wahr? Hm, sehr wahrscheinlich empfindest du das so. Du fühlst dich unterfordert und schließt daraus, dass dir nur Aufgaben, die dich fordern wirklich Spaß machen werden.
  • Kann ich mit 100 % Sicherheit sagen, dass es wahr ist? Bist du 100% sicher, dass dein mangelnder Spaß an der Unterforderung liegt? Oder gibt es andere Aspekte, die reinspielen? Unerfüllte Träume vielleicht? Oder deine schlechte Laune ist schon sowas wie eine Grundhaltung? Such selber, ich rate hier gerade nur ein wenig.
  • Wie geht es mir, wenn ich diesen Gedanken denke? Sehr wahrscheinlich fühlst du dich ohnmächtig und wirst noch viel unglücklicher, wenn du dir das jeden Tag vor Augen führst, oder? Ist normalerweise gar nicht so schlecht, denn so entsteht der Wille zur Veränderung, aber die willst du ja nicht. Also: Was macht der Gedanke mit dir am Morgen? Am Mittag? Am Abend? Wie fühlt er sich an?
  • Was wäre ich ohne den Gedanken? Eventuell wärst du etwas offener für die schönen, kleinen Momente deines Alltags? Für den netten Kollegen, der dir den Kaffee bringt? Oder die lustige Runde im letzten Meeting? Eventuell würdest du ein wenig befreiter morgens losfahren, wenn da nicht schon dieser Gedanke wäre?
  • Dreh es um! Das mag ich am liebsten. Hier testest du alle möglichen Umkehrungen deines Gedankens und fühlst in dich hinein, was sich gut anfühlt und was nicht so. Hier also zum Beispiel: „Mein Job ist unterfordert von mir. So hat er keinen Spaß mit mir“ oder „Wenn ein Job Spaß macht, unterfordert er mich. “ oder „Mein Job ist überfordert mit mir, darum hat niemand Spaß.“ oder oder oder. Du kannst alle möglichen Varianten ausprobieren und schauen, welche auch noch innerlich klingelt. Das ist dann die richtige! Über diese Variante solltest du dann weiter nachdenken.

Erfolg haben, weil man was tut

Was tun Menschen, die wirklichen Erfolg haben? Langfristig sind es selten die opportunen Mitschwimmer, die nach dem Mund reden. Wer sich für sein Unternehmen und dessen Ziele interessiert und anfängt mitzudenken, querzudenken und Vorschläge einzubringen, ist auf einem guten Kurs. Ich rate dir also für mehr Erfolg im Job: Liebe deinen Job mehr und zeig dich mehr! Denk mit und überlege, was kann man ändern? Wo siehst du Bedarf? Was würdest du gerne anfassen, wenn du könntest? Fang an die Dinge im Kleinen zu bewegen. Ich liebe das Motto: Lieber um Entschuldigung bitten als um Erlaubnis fragen. Also, wenn es Dinge gibt, die du verändern kannst und die dem Unternehmen dienen, dann fang an in dieser Richtung weiter zu denken und erste Schritte zu gehen. Etwas bewegen macht glücklich und engagierte Mitarbeiter haben mehr Erfolg, da bin ich sicher.

Nicht zurücklehnen und Jammern, machen!

Manchmal erlebe ich, dass meine Coachingklienten genau wissen, was alles anders laufen müsste. Ich höre Sätze wie „Man müsste eigentlich xy, aber mich fragt ja keiner“ oder “ XY stimmt nicht. Aber das sollen die Bosse mal schön rausfinden, die werden ja dafür bezahlt…“. Kennst du das auch? Nachvollziehbar, oder? Allerdings der Spaß und der Elan, das begeisterte Arbeiten an einer Sache, all das bleibt so auf der Strecke. Für echten Spaß und Erfolg brauchen wir Engagement. Und das entsteht da, wo wir einen guten Grund sehen. Wenn du also da bleiben willst, wo du bist, lass dir folgende Fragen durch den Kopf gehen:

  • Warum lohnt sich in meinem Job echtes Engagement?
  • Was will ich verändern und was kann ich tun?
  • Was ist mein Beitrag mit diesem Job für das große Ganze?
  • Welche Botschaft sende ich hinaus in die Welt, in mein Umfeld, an meine Kinder und Freunde, wenn ich mich da einsetze, wo ich bin?

Wenn du es schaffst so ein wenig mehr den Sinn für dich und deine Aufgabe zu finden, dann ist das Gold wert. Fang an alle deine Handlungen zu überprüfen: Dienen sie diesen Zielen? Wenn du einen echten Sinn findest, einen Grund warum es wichtig ist, dass du da bist, dann wirst du anders dabei sein und anders mitarbeiten, einfach mit mehr Elan. Ich habe mir eine kleine „Jobvision“ aufgeschrieben. Sie hält fest, was ich mit meiner täglichen Arbeit erreichen will und warum mir das wichtig ist. Ab und zu, wenn meine Schultern hängen, dann hilft es sie zu lesen und mich zu erinnern.

Was wäre wenn?

Angenommen, du wüsstest, dass du geführt wirst? Angenommen alles, wirklich alles hätte einen Sinn? Wäre für etwas wichtig? Egal an was du glaubst, an Gott, das Universum, dein höheres Selbst, was auch immer: Was wäre, wenn du ganz sicher sein könntest, dass du geführt wirst? Wenn du nichts selber machen bräuchtest, sondern dich einfach nur dem Fluss des Lebens hingeben müsstest? Ich mag diese Idee, sie ist aus  Gabrielle Bernsteins Buch (siehe unten). Keine schlechte Vorstellung, oder? Manchmal machen wir uns das Leben nämlich ganz schön schwer. Wir glauben, wir müssten das Beste herausholen aus unserem Leben. Alles soll perfekt in einen tolle Form passen. Natürlich geht es auch um Selbstverwirklichung und Sinn. Aber es geht nicht darum, wer die tollsten Jobs hat oder das meiste Geld verdient, oder?

Um was es geht

Ich glaube, es geht es darum, mit wie viel Herz wir dabei sind. Es geht darum, wie sehr wir lieben und wie viel Spaß wir haben. Was zählt ist, ob wir dazulernen und wie viel wir uns trauen. Ob wir dahinplätschern in einer Routine oder ob wir das Beste aus jedem Tag herausholen. Ob wir eine Stimme haben und unsere Meinung sagen, ob wir interessiert sind und engagiert und ob wir die Welt, ein ganz kleines bisschen vielleicht, einen besseren Ort werden lassen. Darum geht es, oder?

Wie du mehr Spaß und Erfolg bekommst

Und genau da kannst du anfangen: Hab Spaß bei dem, was du tust. Überlege, was du verändern kannst, damit du mehr Freude findest.  Versuche die Dinge mit Hingabe zu tun, auch wenn sie dir manchmal öde erscheinen. Sei der Lichtblick im Grau! Sei das Glanzlicht und mach den Unterschied! Sei die beste Version von dir selbst. Hilf anderen, hilf dir selber. Solange du nicht wechseln möchtest, sei mit ganzem Herzen dabei. Fokussiere alles,was dir gefällt. Suche die kleinen wunderbaren Momenten an jedem Tag. Genieß deinen ersten Tee und das Lächeln der Kollegen. Mach es dir selber schön. Wir sind für unser Glück selbst verantwortlich, wir sind verantwortlich für unsere Gefühle.  Egal was dich stört, schau dir an, ob du einen Anteil bei dir findest. Etwas, was du ganz alleine verändern kannst. Manchmal fühlen wir uns ohnmächtig und unglücklich, dann hilft es unseren Einflussbereich wieder zu finden. Die Stelle, wo wir was tun können. Das gibt neue Energie. Also, wenn es regnet und du willst draußen bleiben: Hol dir dein Regencape und tanz im Regen!  Ich weiß, so einfach ist es nicht immer, aber werde kreativ. Lebe von einem Moment zum anderen und versuch so viele Momente wie möglich zu genießen. Das ist weitaus angenehmer, als dich zu ärgern. Also, atme tief durch und mach einen Unterschied,  strahle hell! Du wirst sehen, mit der Zeit kommt so mehr Erfolg und mehr Spaß hast du sowieso.

Viel Spaß dabei und ganz liebe Grüße

Silja

PS: Wer mehr lesen will:

PPS: Wenn du die ganze Zeit wild den Kopf geschüttelt hast und Gedanken hast wie: „aber nicht in dieser Aufgabe/ diesem Job/ diesem Unternehmen“, dann wird es vielleicht doch Zeit zu wechseln? Intern oder extern? Zu schauen, wo du glücklicher sein könntest? Lies meinen Post zum Thema innere Stimme, vielleicht hilft er dir ein wenig, einen neuen Plan und neuen Mut zu fassen und dich umzuschauen. Viel Erfolg.

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

4 Kommentare

  1. Christina 2 Jahren vor

    Liebe Silja,

    wie immer ein wundervoller Beitrag. Dein Schreibstil macht mir soviel Freude und die Themen sind sehr wertvoll für mich. Ich musste bei Deinem Beitrag sofort an Beppo den Straßenkehrer denken: “ Schritt – Atemzug – Besenstrich“ – diese Stelle hat mich schon als Kind berührt. Genau so ist es. Wenn ich nur das große Ganze sehe, dann Mühe ich mich ab, überfordere mich und sehe nicht die KLEINEN Kostbarkeiten am Wegesrand, die das Leben so lebenswert machen. Im Kleinen die Dinge zu verändern kann manchmal große Veränderungen nach sich ziehen. Und das wichtigste ist wirklich die Freude und die Liebe, die uns täglich begleiten sollte.

    Von Herzen Christina und ich freue mich schon auf dein e-Book und den nächsten Beitrag.

    • Autor
      Silja 2 Jahren vor

      Hallo Christina,

      danke dir für deinen lieben Kommentar. Und du hast so recht, die Freude und die Liebe sind das wichtigste. Ich drück dich!
      Hab einen tollen Tag, liebe Grüße
      Silja

  2. Raphaela 2 Jahren vor

    Liebe Silja,
    deine Beiträge gefallen mir unglaublich gut. Meinen Job lieben zu lernen, wird wohl mein nächstes Ziel sein, denn du hast Recht: der persönliche Blickwinkel macht sehr viel aus und entscheidet im Zweifel zwischen Begeisterung und Unzufriedenheit. Vielen Dank für die tollen Impulse!

    Liebe Grüße 🙂

  3. Autor
    Silja 2 Jahren vor

    Hallo Raphaela,

    ja das glaube ich wirklich. Und für uns alle manchmal eine Aufgabe ;-). Schön, dass du vorbei geschaut hast. Ich freu mich, dass dir Glücksplanet gefällt. Bis bald,

    Liebe Grüße
    Silja

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*