Ideen für ein frisches Leben

Ideen für ein frisches Leben

Raus aus dem Trott: 6 Kleine Ideen für ein frisches Leben

Kommt dir dein Leben auch manchmal wie ein Trott vor? Ich hatte neulich so einen Tag. Meine liebgewonnene Routine aus Ayurveda, Yoga und Meditation am Morgen kam mir irgendwie fad vor und dann hatte ich ein paar Termine im Job, bei denen mich das Gefühl nicht verlies, das alles schon mal besprochen zu haben. Irgendwie war alles grauer und ich dachte mir so: Und so geht das nun weiter? Oder bekomme ich in mein Leben wieder ein wenig mehr Leben eingehaucht? Schönes, neues, begeisterndes und frisches Leben?

Für unser Lebensglück sind wir selber verantwortlich

Zum Glück muss man ja fast sagen. Stell dir vor, dein Glück würde nur von anderen abhängen. Au weia. Allerdings heißt dieser wunderbare Glaubenssatz von mir auch, dass ich für mein fades Gefühl an besagtem Morgen selbst verantwortlich war. Bin. Was dazu führte, dass ich in Angriff genommen habe etwas zu verändern. Und Achtung! Dieser Artikel ist kein Aufruf das gesamte Leben umzukrempeln – dazu vielleicht später mal was, denn das sollten wir ab und an auch machen. Dieser Artikel ist eher dazu gedacht, das Leben, so wie es ist, an der ein oder anderen Ecke mit kleinen Mitteln ein wenig aufzufrischen. Und so ein bisschen mehr an Schwung und Neugier in die eingefahrenen Aspekte des Alltags zu bringen. So kann bleiben was soll, darf oder muss und renoviert werden, was einen neuen Anstrich gebrauchen kann.

Hier meine kleinen Tipps für mehr Frische im grauen Alltag:

  1. Ändere deine frühmorgendliche Routine.

    Du gehst morgens als erstes ins Bad und duschst? Dann probiere morgen mal einen minimal anderen Ablauf aus. Einmal kräftig dehnen und strecken und dann 50 Jumping Jacks vor dem ersten Duschen wirken Wunder. Ich mach das neuerdings, wenn ich dran denke (soll den Lymphfluss irgendwie nochmal anders schick ankurbeln) und es fühlt sich fabelhaft an. Vielleicht fällt dir auch was anderes ein ? Ich beginne immer mit einem Glas warmen Wasser mit einem ordentlichen Spritzer frischer Zitrone. Lecker, kann ich empfehlen. Oder ein wilder Tanz zum Lieblingssong? Oder als allererstes am Fenster stehen und rausschauen, recken und strecken? Alles, was dir morgens in den Sinn kommt drauflos in ein schönes Notizbuch schreiben? Intuitive writing genannt und auch einen schöne Methode den Tag zu beginnen. Was auch immer: Los geht es! Hauptsache du unterbrichst mal kurz deine ureigene tägliche Routine – und zwar möglichst am Anfang. Macht flexibel und verscheucht ein bisschen vom Grau, versprochen.

  2. Frühstücksvariationen

    Ich frühstücke immer gleich. Chiasamenbrei, grüner Tee und 1-2 Scheiben von meinem Lieblingsbrot. (Ich weiß, hört sich viel an, ist es auch – ich bin ein sehr hungriger Morgenmensch.) Ach und ich mag das einfach so gerne. Neulich habe ich bei einer Freundin allerdings warmen Porridge genossen. Das war vielleicht lecker und hat in mir ein ganz anderes Morgen-Gefühl ausgelöst. Gar nicht grau sondern gut und wohlig war mir. Morgens mehr variieren scheint eine gute Idee zu sein. Ich will also Porridge kochen. Lecker. Werde berichten.

  3. Alle Wege führen irgendwohin.

    Ich weiß, der gleiche Weg fühlt sich gut an. Man kann abschalten und fast schon meditativ gehen/ fahren/ radeln wir zu unserer nächsten Wirkungsstätte. Ein neuer Weg allerdings schafft neue Einblicke in unsere Stadt und unseren Block. Mal raus aus dem Automatismus tut gut und vielleicht entdecken wir was Schönes? Ich hab neulich bemerkt, dass in der Nachbarstraße ein Haus wunderschön renoviert wurde. Ich habe richtig gestaunt. Hab ich nicht gesehen, denn sonst nehme ich immer einen anderen Weg.

  4. Mittags mal bewegen.

    Ich bin ein Am-Schreibtisch-Mittagesser. Ich weiß, soll man nicht. Aber mein Job ist spannend, der Salat sowieso im Gepäck und es ist immer was zu tun. Nach meinem faden Alltagsgefühl jedoch habe ich mir gedacht, wenn die Sonne so strahlt und der Himmel blau aussieht- dann sollte ich rausgehen, die Stadt erkunden, in der ich arbeite. Bewegen, gehen, schauen. Ich bin für neue Blickwinkel, fällt das auf?

  5. Lieblingslieder neu finden.

    Auf dem Nachhauseweg höre ich meistens Radio. Leider läuft im Sender meines Vertrauens doch irgendwie meist das Gleiche also habe ich mir gedacht, was wäre, wenn ich mal alle meine früheren Lieblingslieder auf eine Playlist packe? Und da ich ja schon einige Jahre, hüstel, Jahrzehnte vielleicht auch, Musik höre – kam ganz schön was zusammen. Und wie lustig es ist, die alten Lieder lauthals mitzugröhlen. Ha! Gar nicht schlecht als Feierabendgefühl.

  6. Was Neues ausprobieren.

    Ich habe mir vorgenommen wieder mehr zu probieren. Mein Tag ist voll, ja, wie bei allen anderen auch. Und doch gibt es noch so viel zu entdecken: Filme, die ich nicht kenne. Schauspielhäuser, die ich noch nicht besucht habe. Weine, die ich noch nicht getrunken habe. Museen, die unbekannte Schätze beherbergen. Sportarten, die ich ausprobieren kann. Restaurants, die auf Besuche warten. Bücher, die gelesen werden wollen auch wenn sie nicht meinem Lieblingsgenre entsprechen. Fröhliche Runden mit alten Freundinnen / neuen Freundinnen/ meiner Familie- es gibt so viel. Ich will mehr mischen: Gewohntes mit Neuem. Ich glaube, das macht Spaß.

Die Liste lässt sich weiterführen und sicher habt ihr auch tolle Ideen. Ich habe neulich einfach mal meine Yogapraxis in eine andere Richtung gemacht. Das war komisch aber auch gut. Spannend ist das, wenn wir unser Gewohntes verlassen. Manchmal reichen schon kleine Momente und unser Leben ist wieder frischer. Selbstbestimmter. Glücklicher. Mit ein wenig Glück entsteht was Neues in uns. Ich weiß noch, als ich vor über 10 Jahren das erste Yogabuch gekauft habe – da ist was Neues entstanden, das war fabelhaft. Ich nehme mir also vor neugieriger zu sein und mutiger meine Routinen zu verlassen. Und ende diesen Post mit dem zauberhaft weisen Marc Twain:

In 20 Jahren wirst du mehr enttäuscht sein über die Dinge, die du nicht getan hast, als über die Dinge, die du getan hast. Also löse die Knoten, laufe aus aus dem sicheren Hafen. Erfasse die Passatwinde mit deinen Segeln. Erforsche. Träume.

Hab viel Spaß beim Ausprobieren und Neu-entdecken. Ich bin gespannt, was mir noch so einfällt. Wenn du Ideen hast, dann schreib mir einen Kommentar. Ich freu mich auf Inspiration und sage: Hab eine schöne, frische Woche, bis bald

Silja

4 Kommentare

  1. Vanessa Stilp 2 Jahren vor

    Super Artikel! Ich starte jetzt schon länger morgens warm in den Tag mit Tee und Porridge und ich liebe es, sogar im Sommer! 🙂 Und seit einiger Zeit klopfe ich nun morgens immer den gesamten Körper, regt dir Lymphe und Meridiane an – super Wachmacher! Lieben-Gruß-Drücker

    • Autor
      Silja 2 Jahren vor

      Hallo Vanessa, danke dir und hui, das hört sich ja toll an mit dem klopfen. Erklärst du mir das einmal? Würde mich interessieren. Porridge ist echt super und macht ja wahnsinnig satt. Liebe Grüße! Silja

  2. Jessica 2 Jahren vor

    Wie immer, ein sehr toller Beitrag. Würdest Du ein Buch schreiben, ich würde es sofort kaufen 🙂

  3. Autor
    Silja 2 Jahren vor

    Hallo liebe Jessica, was für ein schönes Kompliment. Ganz lieben Dank! Bald gibt es hier ein kleines kostenloses Ebook, da kannst du dich schon mal drauf freuen. Wird gerade Layout -mäßig noch angehübscht! Liebe Grüße und danke dir!

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