Haarliebe – Silikon in der Haarpflege ?

Haarliebe – Silikon in der Haarpflege ?

Haarliebe – Silikon in der Haarpflege ja oder nein?

Ok, dies ist ein Post der a) die Oberflächlichkeiten bedient und b) aus der Öko-Ecke raushüpft. Aber da es hier auf Glücksplanet um alles geht, was glücklich machen kann, geht’s heute mal um Haare. Immerhin hängen sie bei den meisten von uns am Kopf herum und sorgen entweder für pures Glück oder auch mal für Verzweiflung. Ich hab beides hinter mir: Glücksgefühle und viele Momente der Verzweiflung. Letzere hatten meist mit meiner Haarpflege zu tun. Es wird daher Zeit mal darüber zu schreiben und Licht ins Dunkel zu bringen. Was das mit Silikon in der Haarpflege zu tun hat? Nun, dazu später mehr.

Haare sind…

lange Hornfäden, sagt zumindest Wikipedia und damit bestehen sie hauptsächlich aus Keratin. Es gibt verschiedene Wachstumsstadien und Zyklen und allerlei Wissenswertes für die, die wild auf Haarwissenschaft sind. Für mich zählen eher andere Dinge, wie das Gefühl von Haaren, die sich anschmiegen oder im Wind wehen. UND für mich zählt momentan wie sie wachsen.

Lange Haare

Das liegt daran, dass ich der Meinung bin meine Haare könnten noch ein Stückchen länger werden und so züchte ich seit einiger Zeit nach besten Wissen und Gewissen. Gar nicht so leicht, wenn man (wie ich) noch nicht zum sich vermehrenden Grauton stehen möchte. Ich helfe meiner blonden Pracht mit regelmäßigen Färbeaktionen ein wenig nach und das macht, dafür brauche ich keine Wissenschaft, nicht gerade gesündere Haare.

Gute Haarpflege

muss daher her und ich hab einiges hinter mir. Früher war irgendwie alles ganz leicht, da hab ich irgendeine Leave-in Kur aus dem Drogeriemarkt nach dem Waschen ins Haar gepackt und alles war in Ordnung. Bis ich angefangen habe nur noch pflanzlich zu essen und mir plötzlich andere Gedanken gemacht habe. Tierversuche? Wie viel Chemie ist da eigentlich drin? Wie kann man sich nachhaltiger die Haare waschen? Ich überlegte und recherchierte und vor allem: Ich probierte aus…

No Poo und Naturgedöns

Was dann folgte habe ich hier schonmal ausführlich beschrieben. Einige Wochen ohne Shampoo (No Poo), gefolgt von einigen anderen wilden Experimenten. Irgendwann war ich das mischen und mixen leid und auch die versprochenen Folgen einer natürlicheren Haarpflege wie schnelleres Wachstum, gesündere Haare stellten sich nicht ein. Ich blieb aber dran. Wenn ich mir was vorgenommen habe, dann kann ich sehr diszipliniert sein und hab mich bemüht ökologisch vernünftig die Haare zu waschen.

Verzichte auf Silikone in der Haarpflege

war dann das, was ich seit März gemacht habe. An mein Haar kam nur noch Naturkosmetik-Shampoo und ebensolche Spülungen. Kuren wurden mit Aloe Vera, Honig und Zitrone teilweise selbst angemischt oder das Haar mit Kokosöl über Nacht gepflegt (mache ich immer noch gerne!). Eine Zeit ging das gut, aber nicht sehr lange. Nach den Sommerferien mit viel Meeresluft und lauen Abenden kam die Herbstzeit und mein Haar war blond und trocken. Sehr trocken. Was dazu geführt hat, dass ich (egal welche der tollen Spülungen ich genutzt habe) nach der Dusche aussah, wie eine sehr wilde Version vom Struwwelpeter. Meine Haare wurden dünner und sahen irgendwie geschafft aus.

Wenn Kämmen zur Qual wird

Kennt das noch jemand da draußen? Ich habe nach der Haarwäsche ca. 20 – 30 Minuten gekämmt. Natürlich so, wie man es machen soll, mit grobem Kamm oder dem Tangle Teezer (s.u.), der mich das ein oder andere Mal gerettet hat. Wenn ich mehr Pflege genommen habe, sah mein Haar fettig aus, bei weniger Pflege blieb das Kämmen eine Qual und ich hatte büschelweise Haare im Kamm. Hm. Die Haaroutine und ich, wir waren noch keine Freunde und mein Haar sah nicht mehr so gut aus. Ich überlegte nochmal alles abzuschneiden.

Öko oder Silikon?

Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Das eine will quasi total auf Plastik, Chemiezeugs und all den Kram verzichten, die Umwelt schonen und die Welt verbessern. Hach, wäre das toll! Das andere Herz jedoch träumt von langen, schönen Haaren und schüttelt den Kopf beim Blick in den Spiegel. Es sagt: Mach was, womit du dich wohl fühlst und was leicht ist, nimm das alles nicht so ernst. Ich bin immer noch hin und her gerissen, zumal einer meiner Lieblingsblog Dariadaria hier plötzlich auch vom wild-alternativen Haarprogramm berichtet hat. Aaaah. Statt die Haare kurz zu schneiden wollte ich kurzzeitig Roggenmehl sieben und den Apfelessig wieder an die Dusche zu stellen. Aber etwas hielt mich ab.

Ein Fazit

Es ist so: Lange Jahre hatte ich keine Probleme mit meinen Haaren-  und das trotz Färberei, Sonnenbaden und Meerwasser. Seit einigen Jahr verzichte ich nun. Auch aus umwelttechnischen Gründen, denn die Silikone in unseren Kosmetikprodukten belasten die Umwelt und legen einen Kunststoff-ähnlichen Film um Haare oder Haut. Letzteres sorgt beim Haar übrigens für die Glätte und Kämmbarkeit und all die schönen Lichtreflexe.  Somit sieht das Haar gesund aus und lässt sich gut kämmen. Und genau das fehlt mir.

Eine kleine Recherche in eine andere Richtung

Nachdem ich meine Zeit bisher in Recherchen rund um alternative Haarpflege investiert hatte, hab ich angefangen nachzuschauen, ob es noch anderen so geht wie mir. Und siehe da, ich fand diesen Post von Beauty Runner und diesen von Kirschblütenschnee. Ihre Geschichten hörten sich erstaunlich nach meiner an. Ich dachte mir, dass was Silikon macht, ist die Struktur des Haares glätten und genau das fehlt mir.

Silikon in der Haarpflege

Somit ihr Lieben, und ja ich weiß, es ist für die Umwelt nicht die beste Lösung, nutze ich wieder silikonhaltige Produkte. Ist mir fast schon peinlich – aber es tut echt gut. Ich achte natürlich auf absolute Tierversuchsfreiheit und hab mich darum für Paul Mitchell entschieden. Erbse erklärt hier sehr gut, warum die Firma diesbezüglich eine gute Wahl ist.  Ich nutze die Forever Blonde Serie und schon die erste Haarwäsche war irre, denn ich hab meine Haare danach einfach so durchkämmen können. Ha! 20 Minuten Zeitersparnis und kaum Haarverlust. Ich bin also – trotz der Plastikverpackung – zur Zeit ziemlich euphorisch.

Wie gehts weiter?

Das bleibt nun erstmal so. Ich freu mich einfach zu sehr. Irgendwann, da bin ich sicher, wird sich das andere Herz in meiner Brust wieder melden und ich halte euch dann auf dem Laufenden, was ich ausprobiere. Mich würde interessieren, wie ihr es handhabt insbesondere (aber nicht nur), wenn ihr wie ich blondierte Haare habt. Nutzt ihr Silikone in der Haarpflege oder verzichtet ihr kategorisch? Schon jemand mit dem Mehl unterwegs im Haar? Ich bin neugierig und schicke euch liebe Grüße, der nächste Post wird sicher wieder tiefsinniger 😉

Alles Liebe,

Silja

PS:

Hier der Tangle Teezer, für alle die Hilfe beim Kämmen brauchen

Für alle, die mal das Paul Mitchell Shampoo probieren wollen:

Oder den Conditioner:

Die Links sind von Amazon – das heißt, wenn ihr hier bestellt profitiere ich ein wenig. Es gibt alles aber auch beim Friseur.

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

15 Kommentare

  1. Dagmar 10 Monaten vor

    Hallo Siljia
    Danke für diesen Beitrag. Ich habe auch lange gesucht, bis mir eine Kollegin die Aleppo Haarwaschseife empfohlen hat. Haare färbe ich mit khadi Pflanzenfärbemittel (meine lieben grauen Haare – ich stehe auch noch nicht zu denen – werden gut abgedeckt, jedoch färbe ich sie jetzt jeden Monat, anstatt jeden 2. Monat, aber das macht ja nichts). Dann war da noch das Problem mit der Kämmbarkeit, ich habe Locken. Natürlich kam auch ich bald darauf, Essig zu nehmen. Anfangs schüttete ich bei jeder Haarwäsche rein, mittlerweile nur noch selten. Denn inzwischen lassen sich meine Haare wunderbar kämmen. Und sie sind wie ich meine, fester und stabiler geworden als vorher mit dem Chemie-Zeugs. Ich frage mich manchmal wieso ich mir das solange angetan habe. Also ein Stück Aleppo-Seife, Bio-Apfelessig und das wars. Die Seife hält ewig und man hat keine blöde Flasche mehr zu entsorgen. Man muss am Anfang ein bisschen durchbeissen bis man sich an die neue Methode und das neue Haargefühl gewöhnt hat. Aber es lohnt sich. Ich bin glücklich damit.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz!

    • Autor
      Silja 10 Monaten vor

      Hallo Dagmar,

      ganz lieben Dank für deinen Beitrag!! Hört sich an wie eine tolle Routine und wenig Arbeit Ich denk mal drüber nach.

      Liebe Grüße
      Silja

      • Dagmar 10 Monaten vor

        Ja, es ist nicht mehr Arbeit als vorher.. Sozusagen weniger, da ich vorher noch jedes Mal Conditioner verwendet habe. Dieser Arbeitsschritt fällt ja jetzt weg. Das Haarefärben mach ich im normalen Turnus bei meiner Friseurin (alle 2 Monate mit Spitzen schneiden) und zwischendurch selber an einem verregneten Sonntag 🙂

        • Autor
          Silja 10 Monaten vor

          Danke dir! Hört sich tatsächlich gut an.
          Liebe Grüße

          • Dagmar 10 Monaten vor

            Wäre übrigens meiner Meinung nach auch mal einen Blog-Beitrag wert, denn die Seife – der Name sagt es – wird nach Jahrhunderte alter Tradition in der Stadt Aleppo in Syrien hergestellt. Ich habe schon oft versucht zu recherchieren, man erfährt leider recht wenig. Ich weiss auch nicht ob eine Produktion noch möglich ist, ob dieses grausamen Krieges..
            Liebe Grüsse

          • Autor
            Silja 10 Monaten vor

            Hallo Dagmar,
            ja das hört sich spannend an. Schreib mal drüber und sag mir bescheid – -ich komm schauen.
            Furchtbar, was dort gerade passiert.
            Liebe Grüße und danke dir
            Silja

  2. Susa 10 Monaten vor

    Uah, das Haarthema. Meine Haare sind nach einem missglückten Friseurbesuch ueberbleicht und ziemlich kaputt und ich kenne das von dir beschriebene Szenario.
    Bis der Blondiermarathon vor einem Jahr anfing, war ich silikonfrei, mit meinem Naturhaar hat es einigermaßen funktioniert, aber in den Laengen waren sie trotzdem etwas struppig. Und ja, ich habe das Silikonfrei-Konzept 3 Jahre lang durchgezogen.
    Mir wurden Produkte von Maria Nila empfohlen, die ich mir jetzt besorgen werde, mal sehen.
    Ansonsten benutze ich Pureology und Kenra aus den USA, aber da gestaltet sich die Beschaffung etwas schwierig.

    • Autor
      Silja 10 Monaten vor

      Hi Susa,
      ich bin gespannt wie das mit den neuen Sachen klappen wird. Sag mal bescheid, wenn du die Wunderwaffe gefunden hast. Ich drück dir die Daumen!
      Liebste Grüße
      Silja

  3. Doris 10 Monaten vor

    Hey Silja,

    es freut mich, dass ich hier an dieser Stelle dir mal einen Tipp geben kann und somit mich revanchiere für deine unendlichen vielen Denkanstösse, die du mir schon gegeben hast 😉

    Ich nutze beim Shampoo auch den „Mittelweg“… Ich pflege mich ja seit einiger Zeit mit REINER Naturkosmetik:
    Seife zum Duschen, Sheabutter, Kokosöl etc. zur Hautpflege, aber mit der Haarseife und sämtlichen anderen alternativen Tipps zur Haarpflege komme ich absolut nicht klar!!!

    Darum nutze ich die Shampoo´s von alverde, die sind silikonfrei und fast alle auch vegan…
    Vielleicht bist du damit auch zufrieden…

    Schönen Abend und gutes Gelingen für den Rapunzel-Style
    Doris

    • Autor
      Silja 10 Monaten vor

      Liebe Doris
      vielen Dank für deinen Tipp. Bisher kam ich mit Alverde nicht so gut zurecht. Vielleicht geb ich ihm trotzdem noch mal eine Chance…hm.
      Ich schick dir liebe Grüße, danke für die Anregung,
      Silja

  4. Patrizia 10 Monaten vor

    Hallo Silja,

    ich verwende seit einigen Jahren Aubrey Organics und komme damit super zurecht.
    Das Ganze Silikongedöns mag ich gar nicht mehr, macht meine Haare immer irgendwie klitschig oder wahlweise statisch.
    Mit Alverde habe ich es auch einige Zeit probiert, aber da komme ich mit den Laureth Sulfaten und Alcohol nicht so klar, macht das Haar irgendwie trocken.
    Liebe Grüße und Viel Spaß noch beim weiter experimentieren.
    Patrizia

    • Autor
      Silja 9 Monaten vor

      Hallo Patrizia,
      bei Alverde ging es mir ähnlich. Aubrey kenn ich noch nicht und wird ausprobiert. Danke dir für den Tipp!
      Liebe Grüße
      Silja

  5. Miriam 9 Monaten vor

    Hallo liebe Silja,danke für deine tollen Tipps.Ich habe auch blonde Haare und bin auch schon länger auf der Suche nach den richtigen Produkten.Mich würde noch interessieren,ob du dir deine Haare selbst färbt oder zum Frisör gehst.Ich färbe seit einigen Monaten selbst,aber es wird nicht immer so optimal wie ich es mir vorstelle und diese „billige Chemie“ ist ja auch nicht so gesund.Wie machst du das?
    Liebe Grüße,Miri

    • Autor
      Silja 9 Monaten vor

      Hi Miriam,
      ja ich glaube wir blondierten haben es schon besonders schwer 😉 hast du recht. Sind so viele auf der Suche – verrückt eigentlich! Vielleicht kommst du ja auch gut mit den Sachen klar, die ich gerade nutze. Nun zur Frage: Ich lasse färben. Traue mich alleine nicht ran und mag meine Friseurin auch noch sehr. Die letzten zwei Mal habe ich so ein Öl mit in die Färbung bekommen, so ähnlich wie diese Olaplex allerdings von der Firma Pur Hair. Das war super. Wie eine tolle Kur! Ich beobachte das mal weiter und wenns was taugt, dann schreib ich nochmal darüber.
      Liebe Grüße
      Silja

  6. Nicole 2 Wochen vor

    Mir geht es ganz genauso. Auch mit den zwei Herzen in der Brust, mit den Wunsch nach langen Haaren auf der einen Seite und die liebe zur Umwelt auf der anderen…ich hatte früher nie Probleme, dann habe ich Silikonfrei und NK benutzt und habe meine schulterlangen Haare auf 2 cm abschneiden lassen müssen – massiver Haarbruch. Das war 2012, ein richtiger Neustart. Habe dann erst wieder NK benutzt, aber je länger sie wurden, desto strubbeliger und glanzloser sahen sie aus. Also wieder Gliss Kur: weiche Haare, glanz, kein Spliss, kein Haarbruch. Dann nach zwei Jahren wieder NK ausprobiert und meine nicht gefärbten, weichen Haaren reagierten wieder mit Haarbruch. Nach drei Monatem chemie waren sie wieder normal, aber das eine Herz meldete sich wieder und seit dem geht es hin und her. Jetzt versuche ich wieder mit Chemie und Ölkuren meinen Haarbruch in den Griff zu bekommen und werde danach nicht mehr zu NK wechseln – so viel ausprobiert, so viel Geld ausgegeben und mich so oft unwohl gefühlt und versteckt. Jetzt gehen sie über den BH Verschluss und ich bin nicht gewillt sie nochmal zu opfern. Es ist mir einfach zu aufwändig und am Ende bin ich nicht zufrieden. LG!

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