Glücklich in Stockholm

Glücklich in Stockholm

Glücklich in Stockholm

Reisen macht glücklich und da ich das Glück in keinem Fall vernachlässigen kann, war, nachdem ich Marburg erkundet habe, nun eine kleine Reise mit lieben Freunden in den hohen Norden angesagt. Stockholms Ruf eilte voraus. Mein Vater behauptete, dass ich als Kind bereits durch die Straßen getollt sei (ich erinnere mich nicht), eine gute Freundin verwies auf das außerordentlich gute Aussehen der Menschen in Stockholms Straßen (ich war gespannt) und jeder gute Guide auf Pinterest machte Laune auf mehr. Und wir hatten gute Tage! Echt! Daher gibts heute einen kleinen, feinen Reisebericht, für alle, die auch Reiselust haben.

Lieblingsstadtteil

Ok, ich schraube die Erwartungen an diesen Post erstmal zurück: Stockholm bietet richtig viel – und ich habe nur einen Teil davon gesehen. Was bedeutet, dass es neben meinen Lieblingen ganz sicher eine ganze Menge weiterer toller Orte gibt, die man nicht verpassen sollte. Die ich aber verpasst habe. Jedoch nicht alles und viel von dem wenigen hat mir ganz schön gut gefallen. Allen voran Södermalm! Hier gibt es eine Menge kleiner, süßer Läden, schöner Gassen, netter Restaurants  – die einfach glücklich machen. Also mich. Man kann bummeln und schauen und sitzen und schauen und shoppen und staunen. I loved it. Södermalm wird übrigens auch SoFo genannt (in Anlehnung an das ebenfalls hippe, schöne Viertel SoHo in NY). Wer genug geschaut hat, der springt von hier aus auf eine der feinen Hop-on-and-off- Bootstouren, die einen blitzschnell und mit ordentlich Ferienfeeling an die wichtigsten Sightseeing Orte bringt.

Piratenfeeling im Vasa

Das Vasamuseum war unser erster Stop und ohne Kinder hätte ich hier nicht hingefunden. Dabei ist es ganz schön eindrucksvoll, insbesondere, wenn man  mit jeder Menge Piraten- und Seefahrerfilmen aufgewachsen ist. Im Museum steht, ganz gut erhalten, die 1628 gebaute Vasa, die leider direkt bei ihrer Jungfernfahrt versank. Das Museum ist eine kleine Zeitreise, samt Staun- und Schauderfaktor, denn neben dem eindrucksvollen Schiff gibt es eine Menge Geschichte aus der Zeit und sogar ein paar Knochen (Grusel).

Die Altstadt – Gamla Stan

Wer Stockholm besucht bummle bitte durch diese kleinen, süßen, engen Altstadtgässchen. Ein Blick auf das eindrucksvolle Schloss (nein, wir waren nicht drin, aber das muss nix heißen) schadet bestimmt nicht. Nur eine Warnung habe ich zur Altstadt: Geht hier gar nicht oder nur gut geplant essen. Wir hatten den Moment verpasst, rechtzeitig nach einem anständigen Restaurant zu schauen, so dass wir ziemlich ausgehungert durch die Altstadt bummeln mussten. Was mich, ich will nichts beschönigen, ein wenig unleidlich macht. Immer.  Daher war es irgendwann für alle Beteiligten das kleinere Übel mitten im größten Nepp in ein italienisches Restaurant zu stürmen. Und auch wenn das Essen solide-einfach war, waren die Preise alles andere als einfach und das in Aqua-Panna abgefüllte Kranwasser, hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Prost!

Östermalm

Das schicke Östermalm mit seinen exquisiten Geschäften ist auch einen Bummel wert. Es sieht ein wenig nach England aus und ein hübsches Häuschen reiht sich an das nächste. Normalerweise gibt es  hier die sehr sehenswerte Saluhall, eine wunderschöne, historische Markthalle voller Leckereien. Bei uns war die leider wegen Renovierung geschlossen. Was wir übrigens erst bemerkten, als wir uns über das sehr überschaubare Ausmaß der kleineren Ersatzhalle wunderten. O-Ton: „Darum machen die so ein Bohei?“ Seufz. ihr seht, wir sind hoffnungslos unorganisierte Touristen!

Museen

Neben dem dicken Schiff habe ich kein anderes Museum besucht. Was so nicht geplant war. Eigentlich wollten wir zumindest das Moderna Museet sehen. Auf dem Weg dorthin sollen sich schon allerhand wunderbar bunte Skulpturen tummeln. Allerdings waren wir an Tag zwei unserer nur dreitägigen Reise, so erschöpft, dass wir mehr Lust hatten durch die kleinen Cafés und Bars zu schlendern, als durch ein Museum. Somit gab es für uns keine anregende, moderne Kunst sondern eher die entspannte Kunst des angenehmen Faulseins.

Gut essen, trinken, schlafen

Mein Lieblingsfrühstück gab es im kleinen aber hippen Café Pom & Flora. Acaibowls, Porridge, Avocadobrot – die Auswahl lässt das Herz höher schlagen. Im gut sortierten Delikatessen- und Imbissladen Urban Deli kann man hervorragend Mittagessen und die kleinen, rohen, süßen Köstlichkeiten aus der Kühltheke sind einen Ausflug wert! Für den Sundowner wurde mir das „Nest“ im etwas außergewöhnlichen Downtown Camper Hotel empflohlen. Nur schade, dass wir mit Kindern unterwegs haben, die müssen dort nämlich draußen bleiben. Ebensowenig geschafft haben wir es zum Sundowner ins Fotografiska. Ich kann aber vermelden, dass man auch an weniger spektakulären Orten gut Sundowner genießen kann. Allerdings lieber unterwegs als in unserer AirBnB Unterkunft, welche den luftigen Charme der im Netz eingestellten Bilder leider nicht ganz halten konnte. Beim nächsten Mal habe ich daher das NOFO ins Auge gefasst. Sieht schick aus und ist von einer Freundin für gut befunden worden.

Shopping

Ich wiederhole es nochmal: Södermalm!  Filippa K s Shop ist einen Zwischenstop wert, ebenso wie die wunderbare Fundgrube Grandpa. Second Hand Läden gibt es auch einige. Ich fand spannend wie schön und gut sortiert die lokalen, gemeinnützigen Second Hand Läden sind. Ach ja und das Manos ist ebenso wie die vielen kleinen Blumenläden einen Abstecher wert! Ich bin jedenfalls zurück gekommen mit ein paar gebrauchten Einzelstücken, einem neuen Filippa Kleid und einer Menge schöner Eindrücke zu Pflanzenarrangements, Farbkombinationen und all so einem Zeugs.

Glücklich in Stockholm

War ich also tatsächlich. Mai hat sich als perfekte Reisezeit herausgestellt: Blauer, klarer Himmel und überall blühte der Flieder so üppig und duftend, dass es eine reine Freude war. Auch mit Kindern ist es toll! Stockholm hat an fast jeder Ecke einen kleinen Spielplatz oder einen Park zum Spielen. Dem drohenden Hungertod konnte ich durch ausreichend vegane Alternativen entspannt entkommen und wir hatten viele nette Momente mit lieben Freunden. Wo das Hauptrezept für diese Reise ist: Die beste Idee war, sich am zweiten Tag einfach zurück zu lehnen. Die Liste mit den Sehenswürdigkeiten zur Seite zu packen und einfach da zu sein. Nichts abzuarbeiten, sondern sich treiben zu lassen. Kichern, bummeln, schauen waren daher unsere Hauptbeschäftigungen – und das war gut so. Außerdem haben wir nun einen Grund zurück zu kommen, um den Rest zu sehen. Wie wunderbar.

Städtereisen sind sowieso immer toll. Ich bin nach nur drei Nächten zurück gekommen voller Eindrücke und mit dem Gefühl, ewig weg gewesen zu sein. Was gut getan hat. Daher freu mich mich schon auf die kommenden Tage in Zürich und alle Reisen, die noch auf unserer Liste stehen. Wie schaut es bei euch aus? Gibt es Planungen?

Alles Liebe

Silja

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Anne 4 Wochen vor

    Hallo Silja! Bin gerade auf deinen Blog gestoßen und ich finde ihn wirklich klasse!
    Stockholm möchte ich auch unbedingt sehen, es scheint eine ganz zauberhafte Stadt zu sein.
    Vielen Dank und mach weiter so! Liebe Grüße, Anne

    • Autor
      Silja 4 Wochen vor

      Liebe Anne,
      danke dir für dein liebes Feedback! Das freut mich sehr und ja -schau dir Stockholm an! Ich fand die Stadt sehr inspirierend.
      Liebste Grüße
      Silja

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