Erica Jago – das Glück der Selbstverwirklichung

Erica Jago – das Glück der Selbstverwirklichung

Erica Jago und das Glück der Selbstverwirklichung – Workshopbericht & Interview

In der heutigen Glückspost gab es schon einen kleinen Vorbericht, denn mein Workshop bei Erica Jago in Berlin im wunderschönen Yogatribe-Studio hat einfach nur gut getan und das aus den verschiedensten Gründen. Ich brauchte einfach diese kleine Auszeit, diesen Tag für mich und die Kombination von Kreativität und Yoga war und ist wunderbar. Und dann ist diese Erica Jago auch einfach nur zauberhaft. Nicht nur, dass sie ein elfenhaft-zartes Auftreten hat und eine tolle Yogalehrerin ist, sie kombiniert ihre Themen Kunst, Ausdruck und Yoga auch so elegant und natürlich  – ich war jedenfalls ganz schön geflasht von dem tollen Tag. Zum Glück hatte sie im Anschluss noch Zeit für ein Interview, so dass ich heute nicht nur erzählen kann, was wir alles gemacht haben und wie das auf mich gewirkt hat, sondern auch wie sie zu den Themen denkt.

Ein ungewöhnlicher Workshop

Erica Jago in Berlin

Erstmal zum Rahmen, denn eigentlich war ein ganzes Wochenende mit Erica möglich, allerdings hatte ich nur am Samstag Zeit. Was schade, aber  nicht schlimm war, denn ich hatte das Gefühl einen Haufen Antworten gefunden und eine Menge neue Energie getankt zu haben. „See your life as a gift“ – „Sieh dein Leben als Geschenk“ war einer der Kernsätze und es ging um unser drittes Chakra, um das Selbstbewusstsein sich auszudrücken im ganzen Glanz. Hell zu strahlen und sich bewusst zu werden über die Lehrer, die eigenen Themen, die eigenen Medien. Was wir dann getan haben, war eine bunte Mischung aus Mantrasingen, Pranayama, einer wunderschönen Yogastunde verbunden mit Affirmationen zum Nachdenken und später wildes, expressives Tanzen (jaja!) und Ausdruck in Farben, Tuschen, Sätzen. Herrlich, Leute, herrlich! Alles dreht sich ums Nabelchakra und ich fühlte richtig, wie Feuer entfacht wurde. Hach ja und seufz.

Was das macht

wenn man einen ganzen Tag solche gewohnten mit ungewohnten (ich tanze sonst (leider) nicht expressiv über eine Stunde herum) mischt, ist eine neue Art der Erkenntnis. Ach war das schön, denn ich habe geschwitzt und gelacht, ein wenig geweint und viele Gefühle durchlebt. Was bei mir blieb, ist die Erkenntnis, dass es nie so sehr um das was geht. Was ich tue. Was ich mache. Was ich schaffe. Vielmehr geht es um das wie. Wie ich die Dinge tue. Wie ich bin. Wie ich lebe. Wie ich fühle. Das Wie zu fokussieren, viel mehr als bisher, scheint mir eine gute Idee. Außerdem ist mir einmal mehr bewusst geworden, was ich in erster Linie bin: Mutter. Partnerin. Erst danach all das andere: Bloggerin, Yogalehrerin, Coach, Trainerin. Was und Wie und Wer waren entscheidende Fragen und es hat gut getan, sie mir erneut zu stellen. Danach, ohne am Ergebnis zu hängen, das auszudrücken, was man gefühlt und gedacht hat, was die Essenz des Tages war, war auch so toll. Mache ich sonst nie – also außer schreiben. Aber malen? So selten! Ich habe mir vorgenommen wieder mehr zu malen. Hat gut getan. War wunderbar.

ERcia JagoErica Jago

Die Lehrerin, der ich auf Instagram schon eine ganze Weile folge und deren Buch und Kartenset (s.u.) ich liebe, hat nachher noch ein wenig mit mir über ihren Weg gesprochen. Und wieder einmal zeigte sich: Wir haben alle die gleichen Themen, aber schaut selbst:

 

GP: Du siehst so jung aus, nicht wie ein Teenager, aber so frisch und jung. Wie alt bist du eigentlich?

EJ: (lacht) 39

GP: (lachend) Ist das all dieses Kundalini Yoga?

EJ: Vielleicht (grinst), Ich denke eigentlich nicht, dass ich so jung aussehe, aber danke dir.

GP: Vielleicht ist es einfach deine Ausstrahlung, deine Aura, du strahlst so.

EJ: Oh, danke. Das höre ich gerne.

GP: Ich habe mich gefragt, wie du bei deiner intensiven Arbeit und all den Dingen, die du preisgibst und lebst, selbst gestärkt und in einem Zustand von Selbstbewusstsein und Glück bleibst? Hast du einen besonderen Schlüssel in deiner täglichen Praxis?

EJ: Offensichtlich unterrichte ich, weil ich gerade selber an diesen Themen arbeite. Wie ich am Ende der Klasse mit euch geteilt habe, ist das große Thema in meinem Leben gerade, meine eigenen Identität zu finden und meine Arbeit wertzuschätzen. Ich schaue mir gerade genau alle Urteile an, die ich über mich und andere fälle. Das Erste hierbei ist für mich, das zu bemerken und anzuerkennen, so wie: „Oh mein Gott, ich habe diese Person gerade verurteilt.“ oder: „Ich habe mich gerade verurteilt.“. Zu bemerken, dass ich in den Spiegel geschaut habe und mich selbst fertig gemacht habe. In dem Moment, in dem ich das bemerke, lege ich meine Hände auf meinen Körper und beginne, mich wieder aufzufüllen. Ich lege meine Hände auf mein drittes Chakra oder auf mein zweites Chakra, wo auch viele Kommentare und Bedürfnisse herkommen und gehe mittenrein. Ich werfe einen erdenden Anker aus und versichere mir selbst, dass ich unterstützt werde und geliebt werde von der Erde und stelle mir vor, dass goldenes Licht entsteht. Das macht mich glücklicher und hellt alles auf. Ich liebe Gold, es lässt mich lächeln und ich mache diese Übung, bis ich mich wieder ganz sicher fühle. Vorher jedoch muss ich mir eingestehen: „Ich fühle mich nicht sicher. Ich fühle mich nicht geliebt. Ich fühle mich nicht wertgeschätzt. Ich fühle Schmerz.“ und wenn ich das anerkenne, dann kann ich sagen: „OK, wie mache ich das eigentlich.“

GP: Also nichts verdecken sondern genau hinschauen?

EJ: Ja, ich muss mental da hineingehen. Ich muss in das Drama gehen und  es verstehen und dann kann ich mir selbst helfen oder Hilfe holen, so dass mich jemand anders durchführt. Ich arbeite mit einer Energie-Arbeiterin. Sie kann meine Energie lesen und mir helfen.

GP: Sowas wie eine Chakren Harmonisierung? Das kenne ich auch, das wirkt sehr stark.

EJ: Ja! Das wirkt!

GP: Du hast mit uns im Workshop geteilt, dass du an deinem Selbstbewusstsein arbeitest. Und, das hört sich vielleicht oberflächlich an, aber ist kaum zu glauben, wenn man dich sieht. Du siehst toll aus, hast Bücher veröffentlicht und bist eine so strahlende Erscheinung. Magst uns etwas über deinen Weg diesbezüglich erzählen und wie es zu diesem Thema kam?

EJ: Es ist schon eine Weile her, dass es zu diesem Wendepunkt kam, an dem ich erkennen konnte, dass ich mich und meine Identität nicht wertschätze. Manchmal fühle ich intensive Angst oder ich fühle, dass ich falsch verstanden werde. Und diese Gefühle fühlen sich nie gut an. Ich schreibe sehr viel, auch Tagebuch. Ich habe zig Hefte und wenn du zurück gehst und in deine Bücher schaust, siehst du deine Themen. Und gerade vor kurzem habe ich den Punkt erreicht, an dem ich realisiert habe: „Oh mein Gott, ich liebe mich nicht. Ich habe mich selbst in dieser Beziehung nicht geliebt, und in dieser Zeit meines Lebens auch nicht.“ – und etwas hat in mir Klick gemacht. Wenn du 40 wirst, dann denke ich, ist ein Moment in deinem Leben,wo du das Kommando ganz übernehmen kannst. Ich denke, ich komme an diesen Punkt, an dem ich denke: „Ich bin fertig mit zu wenig Selbstliebe!“ Wie du siehst, habe ich gerade keine gute Haut und all das ist von diesem sich-selbst-nicht-lieben. Nicht vom Essen, nicht vom praktizieren – es ist nur von der mangelden Selbstliebe und ich realisiere dies jetzt. Es ist so interessant, was sich im Leben manifestiert und ich komme an einen Punkt, an dem ich denke: „Ich will das so nicht mehr. Es ist Zeit sich zu verändern und wie kann ich das wirklich ernsthaft tun?“

GP: Also welche Vision hast du von der Zukunft? Magst du sie mit uns teilen?

EJ: Oh ja (lächelt), ich bin aufgeregt, ich teile sie gerne! Ich möchte mich verlieben. Richtig verlieben! Ich fühle, dass ich einen Teil des Opfer-seins aus meinem Körper befreit habe und nun wirklich meine Kraft nutzen kann. Und ich will einen Mann anziehen, der mich treffen wird und der sehr viel Integrität und Ehrlichkeit besitzt und Kommunikation mag und positiv ist. Mit ihm möchte ich etwas kreieren, eine Famlie, und ich arbeite an meinem neuen Buch als persönliches Projekt.

GP: Wie schön. Ich liebe „Die Kunst der Aufmerksamkeit“ und das Kartenset, aus dem ich jeden Morgen eine Karte ziehe. Was für ein Buch schreibst du gerade?

EJ: Das Buch wird „Angelous“ heißen und es geht um unsere Chakren und den Engel in uns allen. Es dokumentiert die Retreats. (Anmerkung: Erica leitet Retreats zu den unterschiedlichen Chakren u.a. in einem französischen Schloss)

GP: Oh, toll, ich liebe die Arbeit an Chakren! Welche Bücher hast du bisher geschrieben?

EJ: Die Kunst der Aufmerksamkeit war mein erstes Buch und danach habe ich mit das Buch „Wanderlust“ herausgebracht, was die Festivals dokumentiert.

GP: Dein aktuelles Thema, die Arbeit an den Chakren, treibt mich persönlich auch sehr um. Auf Glücksplanet schreibe ich gerade eine Serie zum Thema, dort geht es auch um Affirmationen, mit denen du in unserem Workshop auch gearbeitet hast. Ich habe so oft gedacht : „Oh ja, genau das muss ich jetzt hören!“. Also, wie denkst du über Affirmationen?

EJ: Ja! Ich liebe Affirmationen. Zur Zeit nutze ich persönlich: „Ich verdiene den passenden Lebenspartner, mit dem ich romantisch mein ganzes Lebensparadies teilen kann.“  Ich nutze sie, um meinen Lebenspartner zu finden.

GP: Das werde ich mir auf Instagram anschauen. Du musst posten, wenn er auftaucht.

EJ: (lachend) Ja, das mache ich!

GP: Vielen Dank an dich für die Zeit, die Inspirationen, deine Arbeit.

EJ: Sehr gerne.

Und nun?

Und wieder einmal zeigt sich: Wir arbeiten alle an ähnlichen Themen, oder? Wie kann ich mich ausdrücken? Was macht mich aus? Was ist mein Platz in dieser Welt? Meine Aufgabe? Meine Angst und meine Sehnsucht? Sich einen Moment Zeit zu nehmen, täglich bewusst zu werden, was uns wachsen lässt und was uns einengt, ist so wichtig.

Ich bin froh, diese kleine Erinnerung im Workshop bekommen zu haben und freu mich auf das Buch.

Fühlt euch gedrückt, bis bald.

Silja

PS: Ericas bisherige Arbeiten findet ihr hier (und wie immer profitiere ich ein wenig über die Links, wenn ihr hier bestellt):

Das wunderschöne Buch mit tollen Bildern, Texten und Yogaflows:

Das Kartenset:

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Jessica 1 Jahr vor

    Guten Morgen, ein schönes Interview. 🙂

    Mir ist mein Irr-Glaube mal wieder aufgefallen: „Menschen die strahlen, viel für sich tun und Yoga als Beruf haben – haben keine Baustellen, Probleme, Schmerzen o.ä.“

    Aber dem ist nicht so. Viele tragen es einfach nicht ins Außen und arbeiten dennoch täglich an sich. Das wurde mir beim Lesen sehr bewusst.

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo Jessica,
      kenne ich 🙂 und hab mittlerweile gelernt, dass die besten Lehrer deshalb so gut sind, weil sie so viel eigenen Weg und Kram mit in ihre Lehren bringen können. Immer wieder spannend ist das.
      Liebe Grüße und bis bald,
      Silja

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