Entspannt bleiben – wie du gelassen bleibst, egal was kommt

Entspannt bleiben – wie du gelassen bleibst, egal was kommt

Entspannt bleiben – wie du gelassen bleibst, egal was kommt

Es gibt so Momente, da will man aus der Haut fahren, oder? Was bei mir früher am laufenden Band passiert ist. Die Haare liegen nicht? Ich konnte wutentbrannt die Bürste an den Spiegel pfeffern. Die Freundin rief nicht an? Ich hatte Lust sie mit üblen Gemeckere zu überschütten. Dieser blöde Fehler passiert? Ich konnte so wild herumstapfen und über mich schimpfen, dass Rumpelstilzchen wie ein Friedensnobelpreisträger wirken würde. Nun ja. Diese Zeiten, ihr Lieben, sind so gut wie vorbei. Ich bekomme natürlich manchmal immer noch (ordentlich) Puls, aber in viel viel häufigeren Fällen bleibe ich ruhig, fast schon entspannt – oder entspanne mich zumindest deutlich schneller. Woran das liegt und was du auch tun kannst, um gelassen zu bleiben, das gibts heute.

Die Trigger kennen lernen

Weißt du schon, was ein Trigger ist? Trigger sind die „Knöpfe“,  die manche Situationen oder auch Menschen, Bemerkungen oder eigene Hypothesen drücken können. Es gibt so Themen, da kriegen wir einfach „Puls“, wie man so schön sagt. Die erste Aufgabe, um sich künftig nicht mehr aufzuregen, ist die eigenen Trigger kennen zu lernen. Frag dich also: Welche Themen / Bemerkungen/ Menschen/ Situationen regen dich eigentlich immer auf? Beispiel aus meiner Welt: Sobald es um Emanzipation geht, oder um Gleichberechtigung generell – bin ich auf dem Plan. Ich bin sofort wacher, engagierter und ich kann merken, wie mein Herz schneller schlägt.

Was der Trigger über dich sagt

Das Spannende ist: Jeder dieser „Knöpfe“ sagt etwas über dich aus. Echt. Dabei denken wir ja immer, es hätte was mit dem anderen zu tun, oder mit den Umständen oder oder. Fakt aber ist: Manche Dinge lassen uns ganz cool, andere bringen uns auf 180 – denn, sie berühren ein Thema, mit dem wir noch nicht ganz fertig sind. Mein Beispiel zur Emanzipation: Hier bei mir Zuhause geht es nicht ganz so emanzipiert zu, wie ich es mir vielleicht mal irgendwann ausgemalt habe. Noch dazu genieße ich es, bis vor kurzem in Teilzeit und seit neustem freiberuflich zu arbeiten. Ich habe Spaß daran, das Kind am Nachmittag abzuholen oder zum Fußball zu fahren. Nicht immer, aber oft. Ein Teil von mir ärgert sich allerdings darüber, dass es hierzu kaum eine Frage gab. Oder dass ich „Glück“ gehabt habe, meinen spannenden Job auch in Teilzeit machen zu dürfen. Neulich hat mich sogar jemand gefragt, warum ich überhaupt gründen würde -immerhin würde mein Mann doch „gut verdienen“. Da hab ich Puls und der Puls sagt auch was über mich. Über mein Selbstverständnis und über die Dinge, mit denen ich manchmal hadere.

Sich selbst verstehen

Es hilft allerdings ungemein beim Gelassne-Bleiben, wenn wir uns selbst ein wenig besser durchschauen können. Es hindert uns, den Kampf- oder Fluchtmodus anzuschalten, denn eigentlich ist der Knopf ein eigenes Thema, kein Fremdes. WAs nicht heißt, dass wir uns nun alles anhören müssen – aber mit ein bisschen Technik (folgt gleich) kann man spitzenmäßig ruhig bleiben, wenn man seine Trigger kennt.

Vier kleine Tricks zum ruhig bleiben

Vier Lieblinge habe ich in meinem Kopf, die mir momentan sehr helfen, um ruhig zu bleiben und nicht auszuflippen. Du kannst sie in der gleichen Reihenfolge anwenden oder nur das nutzen, was dir gut gefällt:

Atmen – hilft immer

Eigentlich beginnt dieser kleine Trick schon einen Moment vorher: Du spürst, dass du dich aufregst. Du fühlst die körperliche Reaktion, den schnellen Puls, die Wärme, die aufsteigt – dann beginn tief zu atmen. Was nicht leicht ist, denn eigentlich wollen wir jetzt gleich reagieren. Atmen jedoch verschafft dir eine Pause. Atme lang und tief ein und ebenso lang und tief aus. Wenn du das Ausatmen sogar noch ein wenig mehr verlängerst, beruhigt sich dein Nervensystem noch schneller. Drei, vier Atemzüge – und die Welt sieht anders aus. Versprochen.

Anders in den Moment kommen

Angepeilt sind wir, weil wir mittendrin sind. Ganz in dieser Situation, in unsern feuernden Gedanken – bereit, loszulegen. Nach oder während des Atmens beginn daher einen Teil deiner Aufmerksamkeit in dich selbst zu ziehen. So, als könnte nur ein Teil von dir alles Außen wahrnehmen, da der Rest deines Bewusstseins damit beschäftigt ist, nach Innen zu horchen. Fühl die Hülle deines Körpers, deinen Herzschlag, deinen rechten Zeh – was auch immer. Verbinde das mit deiner Atmung und dann beginn diese Situation vor deinem inneren Auge wie einen Film zu sehen, in dem du mitspielst. Mach dir (innerlich) ein Bild von dir, wie du dort bist, von dieser Situation. Mir hilft es besonders, wenn ich mir das Ganze von oben anschaue.

Eine Frage beantworten

Hier habe ich schonmal erzählt, dass die Frage nach der guten Absicht des anderen, für ein ganz anderes Bild der Situation sorgt. Ebenso schön ist es, erstmal mit sich klarzukommen und sich zu fragen: Was triggert mich hier gerade? Gerade, wenn man seine Trigger schon ein wenig beäugt hat, folgt dann meist ein Durchatmen, so nach dem Motto: „Ach, das wieder.“ und Entspannung setzt ein.

Die Finger zur Hilfe nehmen

Es gibt eine winzig kleine Übung, die dich sofort in den Moment zurück holt. Das Kirtan Kriya Sa-Ta- Na- Ma aus dem Kundalini Yoga wirkt bei mir Wunder, wenn ich neu über eine Situation nachdenken will. Es hilft mir aus der Wut und Sorge mit einem neuen Blickwinkel zu schauen.  Die unterschiedlichen Silben haben verschiedene Bedeutungen:

Sa – steht für den Klang des Universums

Ta – ist der Klang des Lebens

Na – steht für den Tod

Ma – für die Wiedergeburt

Im Video zum Blogpost erkläre ich nochmal alle Schritte kurz und zeige dir die Handbewegung zum Kriya:

https://youtu.be/d9NfegEMw1o

Ein kleiner Extratip zur Prophylaxe habe ich noch: Einen immensen Schub in Richtung innere Ruhe hat mir meine Meditationspraxis und das tägliche Üben von Dankbarkeit gebracht. Ist schon Wahnsinn, was das verändert. Und ich bin neugierig: Wie schaut es bei euch aus? Was hilft euch ruhig zu bleiben udn wie gefallen euch meine Tipps? Ich freu mich wie immer auf eure Kommentare und schicke einen lieben Gruß,

Silja

PS: Ein wunderbares Buch mit vielen super simplen Tipps aus der Kundalini Yoga Welt ist dieses hier:

Wie immer gilt: Gerne beim Buchladen bestellen und ihn so erhalten. Wer über den Link ordert muss wissen, dass er bei Amazon landet und ich vom Kauf profitiere

PPS: Das bezaubernde Bild ist natürlich wieder von Miriam von Liebäugeln (Werbung, ohne Auftrag)

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Jessica 4 Monaten vor

    Liebe Silja, ich habe mich sehr über Deinen Beitrag samt Meditaion gefreut. Ich kämpfe Phasenweise immer sehr mit meiner Ungeduld, Kribbeligkeit, oder Themen die vorzugsweise im Herbst hoch kommen und vergesse dann alles (atmen, Gutes visualisieren etc.) was mir in diesem Moment helfen könnte.

    Danke für die Erinnerung, Jessi

    • Autor
      Silja 4 Monaten vor

      Liebe Jessi,
      das liegt bestimmt auch an dem erhöhtem Vata-Anteil im Herbst – der Umbruch und so. Geht uns allen so glaube ich.
      Liebe Grüße
      Silja

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