Ein Wochenende in Berlin – familientauglich bitte

Ein Wochenende in Berlin – familientauglich bitte

Ein Wochenende in Berlin – familientauglich bitte

Ihr Lieben, gerade habe ich meine Berlin-Highlights auf Instagram in den Storyhighlights hochgeladen und dachte, dazu muss auch in Post her. Denn ich liebe Berlin, also meistens. Zum einen, weil es die Heimat vom Supermann an meiner Seite ist, zum anderen, weil diese Stadt eine wundervolle Mischung aus Kultur, Szene und gutem Essen mitbringt. Wobei ich gleich sagen muss: Dies ist kein Post fürs Partygänger oder hippe Großstadtjunkies. Wir fahren nämlich immer mit Kind und haben als Mission meist Familie& Freunde zu sehen und eine gute Zeit zu haben. Es muss daher nicht unbedingt irre aufregend werden – nur schön halt. Heute daher meine Lieblingstipps für entspannte Stunden, für Ausflugs- Nachmittage und volle Bäuche und für das Wohlfühlen in einer Stadt wie Berlin.

Verlorenheitsgefühle

Ich beginne mal gleich mit einem Geständnis: Berlin macht mich in den ersten Stunden immer ein wenig unsicher. Eine Stadt, die so ein wenig außer Atem scheint, die schön ist und weltmännisch daher kommt, in denen ein Hipsterlokal neben dem nächsten liegt und eine Menge cool anmutender Leute durch die Straßen ziehen –  lässt mich mich selbst ein wenig klein fühlen. Ich brauche daher fast immer 1-2 Tage um anzukommen. Die Stadt triggert in mir alte Muster von Unsicherheit, dieses Gefühl von nicht ganz dazu zu gehören. Zum Glück gibt sich das wieder, wenn ich einfach in den ersten Stunden Dinge tue, die ich schon kenne. Essentiell wichtig sind für hierfür gutes Essen und nette Leute. Wo wir bei den ersten Tipps wären:

Essen- meine Lieblingslokale in Berlin

Berlin hat ein paar mehr ausgefallene Restaurants als Duisburg. Ha! Was sag ich? Ein paar mehr? Statt zwei Thaiimbissen gibt es hier gefühlt hunderte, dazu vietnamesische Restaurants, Burgerläden, vegane Schätze, Saftbars und vieles mehr – so weit das Auge reicht. Ich lieb es. In Berlin hungere ich NIE. Toll ist das. Wo wir immer hinmüssen, sind allerdings diese Klassiker:

  • Unser Lieblingsvietamese Monsieur Vuong ist immer voll. Das Warten vor der Tür jedoch gehört irgendwie mit dazu und geht schneller, als man meint. Drinnen erwartet einen schwülstiges Rot, chillige Musik, Schwarzweiß Portraits vom Monsieur selbst und fabelhafte vietnamesische Küche. Ich liebe den Glasnudelsalat und freu mich über vegane Möglichkeiten auf der kleinen, aber feinen Karte.

  • Nicht vegan und irgendwie ein wenig angestaubt aber unsere erste Wahl für den Abend des zweiten Weihnachtsfeiertages, nach einem Bummel über den kleinen Gendarmenmarkt -Weihnachtsmarkt: Lutter& Wegner. Ich lieb diese etwas altmodisch anmutende Einrichtung, die Bilder, den Laden. Vielleicht auch aus Nostalgie, wer weiß, denn hier waren der Supermann und ich schon unzählige Male. Gegessen wird immer eine doppelte Portion lauwarmen Kartoffel -Gurkensalat, für den ich sterben könnte – und anstandshalber ein normaler Salat.  Der Supermann und Nr. 3 lieben die riesige Portion Kaiserschmarren.
  • Richtig vegan, lecker und gut gelegen an den schönen Hackeschen Höfen ist das Quy Nguyen – vegan Living in Berlin. Der kleine Laden ist süß, das Essen toll und die Preise fair.

  • Für Kaffeeliebhaber und vegane Bummler sei das Café Neue Liebe erwähnt. Die haben vegane Waffeln! Und leckere Suppen! Und vegane Kuchen! Matcha und und und. Neue Liebe also auch bei mir für dieses kleine, süße Café.

  • Frühstücken deluxe lieb ich übrigens gleich um die Ecke bei Anna Blume. Hier gibts tolle Etageren, eine gemütliche Caféhaus-Atmosphäre und es ist immer ein wenig voll. Wir haben meist Glück, lieben das Essen und schauen dem Treiben zu und lassen es uns gut gehen.

Was man alles in Berlin machen kann

Mit einem Berliner als Ehemann ist man ganz schön häufig in Berlin. Zu diesen Anlässen zwinge ich den Göttergatten regelmäßig, mit mir Touridinger zu machen. Mit Kind erprobt und für gut befunden:

  • Supergünstige Touri-Runde: Den 100 Bus ab Alex nehmen und eine kleine Rundtour machen. Der Bus ist meist ein Zweistöckig und er fährt an allen Sehenswürdigkeiten vorbei. Ich hab dazu noch gratis eine kleine Touriansage im Ohr, die alles erklärt. Hierzu muss man sich halt nur einen waschechten Berliner anlachen.

  • Regierungsviertel, Reichstag und so: Wer Lust hat dem Kind ein wenig Politik und Geschichte näher zu bringen, der gehe mal ins Regierungsviertel. Wenn man keinen Besichtigungstermin im Reichstag bekommt, reserviert man einfach rechtzeitig vor der Reise einen Caféplatz im Dachgarten Restaurant. Wir waren vor Jahren da, konnten an der Schlange vorbei gehen und hochfahren und uns auch alles anschauen. Sehr zeitsparend und nett dort oben.
  • Stelenfeld: Ein besonderer Moment: Alleine durch das Feld gehen (Treffpunkt ausmachen) und vorher dem Kind erklären, was es bedeutet. Dieses Gefühl von Isolation, von klein sein, von Unbehagen, was sich beim Begehen breit macht ist jedes Mal ergreifend und war für uns ein guter Einstieg, um mit dem Jüngsten über das Grauen dieses Teils unserer Geschichte zu sprechen.
  • Sonstiges Muss für mich: Im Prenzlauer Berg rumbummeln. Auch wenn hier gestöhnt wird, der ganze Bezirk sei von schwäbischen Großverdienern belegt worden, ich lieb das Viertel. Lauter kleine Cafés (Neue Liebe! Anna Blume!), kleine Lädchen (vor allem der Edelsteinladen ist wunderbar und gleichzeitig schön skurril) und Spielplätze. Ich glaub, es ist einfach mich glücklich zu machen.

  • Für Regentage zu empfehlen ist das Naturkundemuseum, mit seinen wunderschönen alten Dinoskeletten und tollen Möglichkeit einen Moment auf einer Art runder Couch zu chillen, während man den Sternen zuschaut. Etwas gruselig ist die Ausstellung ausgestopfter Tiere, aber meine Kinder haben es geliebt, da machste nix.
  • Berliner Dom: Ich lieb den Dom! Reingehen und staunen. Eine Kerze anmachen. Sich in der Gruft ein bisschen gruseln. Wenn alles gut läuft, wird hier irgendwann auch mal ein Konzert gehört. Echt jetzt.
  • Ebenfalls für die grauen Tage: Das Spionagemuseum. Highlight hier ist, neben echt vielen spannenden Infos, der Laserparcours, in dem man seine Spionagebegabung unter Beweis stellen kann. Wir hatten Riesenspaß (ich bin allerdings fulminant gescheitert).
  • Natürlich sind auch alle Museen der Museumsinsel zu empfehlen, ebenso macht es Sinn vor dem Aufbruch in die große Stadt nach Ausstellungen zu schauen.

Shopping in Berlin

Da Berlin ist Duisburg nicht nur essentechnisch eine oder mehrere Nasenlängen voraus – es gibt auch mehr Auswahl für veganes Shopping. Meine Lieblings-Stops liegen gleich nebeneinander:

  • Pflanzliches Lebensmittelparadies ist der Veganz Supermarkt. Ja, ist nicht unverpackt und so, aber es gibt so toll viel Auswahl an Supplements, veganem Essen etc.. Ein kleiner aber feiner Laden mit soviel mehr Auswahl, daher wird immer einmal hier gestoppt. Kleines Plus am Rande: Im Shop ist ein Café mit klasse Smoothies, veganem Kuchen und und und.
  • Dear Goods ist meine zweite Lieblingsadresse und im gleichen Block. Hier gibts Matt& Nat, Armed Angels, People Tree und viele andere tolle, nachhaltige und meist vegane Marken. Absolute Stöber-Empfehlung!
  • Avesu – vegane Schuhe in Berlin. Ich kann echt schlecht online Schuhe bestellen, denn viel zu oft schick ich hin und her, weil mir nichts passt. Daher wird bei Avesu gestoppt. Der kleine Laden hat eine schöne Mischung aus verschiedenen Marken und Stilen und oft finde ich was – jippieh!

Schlafen in Berlin

Wir haben eine Menge wilder Hotelbesuche hinter uns und ich könnte wahrscheinlich einen eigenen Post als Hoteltester hierzu schreiben- denn es gibt Licht und Schatten, hui. Dieses Mal waren wir im 25 Hours Bikini Berlin und nachdem wir schon viel Spaß in Zürich hatten, sind wir wieder mal begeistert. Highlight für den Besuch mit Kind sind, neben gewohnt stylischen Zimmern und angenehmen Service, folgende Dinge:

  • Die Rezeptionsetage ist riesig, hat ein eigenes kleine Café und Hängematten mit Blick auf den Zoo. Nr. 3 hat hier außerdem mit Freunden toll verstecken gespielt, während wir entspannt quatschen konnten.
  • Über dem Hotel befindet sich die hippe Monkeybar, was, insbesondere am Wochenende, zu langen Schlangen vor der dem Eingang zur Bar geführt hat. Hotelgäste müssen jedoch nicht anstehen, sondern gehen einfach nach oben. Der Nachwuchs kann derweil entspannt im Zimmer einen Film schauen und man selbst einen Cocktail genießen. Toll, toll, toll.
  • Es gibt eine Sauna!! (Tusch!) Auch hier schaut man über die Skyline der Stadt beim Schwitzen und kann nach einem langen Tag ein wenig Wärme tanken. Wir waren gleich an zwei Abenden oben und hatten so genügend Spa-Momente und Entspannung und waren außerdem die Einzigen mit dieser Idee. Hach und seufz.

  • Zuletzt sei noch das wie gewohnt tolle Frühstücksbuffet erwähnt. Das 25 Hours beherbergt auch hier das Neni und so gab es für mich unter anderem zwei Sorten Humus, Avocadocreme und jede Menge anderer Leckereien. Konnte daher immer sehr glücklich und satt auf Erkundungstour gehen. Jippieh!

Ich freu mich also schon auf den nächsten Trip in diese wilde Stadt und auf eure Kommentare und Tipps. Wer schon in Berlin war oder lebt: Was darf ich nicht verpassen? Teilt eure Schätze und sagt mir, wenn ihr was von meinen Tipps ausprobiert habt. Bin gespannt auf eure Meinungen!

Alles Liebe und bis bald,

Silja

PS: Transparenz: Im Bikini Berlin waren wir mit einen Presserabatt. Danke für die wunderbare Zeit, ihr Lieben! Wir hatten ein Hammerzimmer und richtig Spaß!

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

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