Ehrlichkeit und Selbstakzeptanz – und eine neue Challenge

Ehrlichkeit und Selbstakzeptanz – und eine neue Challenge

Ehrlichkeit und Selbstakzeptanz  – und eine neue Challenge

Ich arbeite dran. Ich bin dabei. Mittendrin sozusagen. Keine faden Entschuldigungen mehr und vor allem keine schnellen Ablenkungen mehr, wenn es unangenehm wird. Komische Mission? Ja ich weiß. Aber hier hat es mich hingetragen, als ich an meinem Glück arbeiten wollte. Ehrlichkeit und Selbstakzeptanz sind die Themen gerade. Gar nicht so leicht, sage ich euch – denn ich neige dazu – genau wie Studien gemäß die meisten von uns – alles ein wenig zu verzerren, damit ich in meiner Komfortzone bleiben kann. Puh. Die spontane Challenge von heute Morgen hat auch entfernt damit zu tun, aber dazu später mehr.

Von Frieden, Gelassenheit und Freundlichkeit

Wie alle Menschen wünsche ich mir inneren Frieden. Ich sehe mich selig lächelnd durchs Leben tänzeln und dabei Großes vollbringen. Mein Alltag jedoch sieht manchmal anders aus. Trotz Psychologie, Yoga und diesem Blog bin ich zwischendrin ordentlich genervt und gereizt und vor allem mag ich mich an manchen Tagen selbst nicht gut leiden. Dass das nicht so bleiben soll ist klar, oder? Ein bisschen was hat sich in den letzten Jahren auch schon getan:  Ich habe Rituale für mehr gelebte Selbstliebe etabliert und weiß mit mir umzugehen, wenn der innere Horizont sich grau färbt. Neulich jedoch dachte ich: Bin ich eigentlich ehrlich mit mir? Akzeptiere ich mich wirklich so, wie ich bin?

Ehrlichkeit beginnt mit dir selbst

Wir alle wollen unseren Selbstwert erhalten oder am besten noch erhöhen, sagt die Forschung. Ein Kurs in Wundern spricht von der Illusion, die unser Ego baut und zu schützen versucht. Für welche Erklärung wir uns auch entscheiden: Alles, was unseren Selbstwert in Gefahr bringt, wollen wir nicht sehen. Wir schauen weg, wir dichten um und reimen uns etwas zusammen. Allerdings reimen wir nicht, was wir hätten anders machen können, vielmehr lernen wir (meist unbewusst), wie wir sowas beim nächsten Mal vermeiden können.

Wenn wir nicht hinschauen, sind wir unfrei

All das macht uns unfrei. Unser Ego will dafür sorgen, dass es sich immer stark und gut fühlt. Daher bestimmen künftige Entscheidungen mehr und mehr unsere Ängste. Ich kann das manchmal richtig spüren: Wenn ich mich nicht gut fühle, klein und unbedeutend. Entweder ziehe ich mich zurück (Angst vor Ablehnung) oder ich haue auf die Brause (Kompensation) und versuche mir selbst zu beweisen, dass ich ok bin. Beides ist nicht frei. Frei ist, wenn wir den ganzen Handlungsspielraum haben. Wenn wir keine Angst haben müssen, sondern aushalten können, wenn unser Ego sich unwohl fühlt. Wenn wir ehrlich sind.

Hinsehen ist Ehrlichkeit

Was ich also seit einiger Zeit versuche ist, auf die blöden Ausreden und komischen Erklärungen, die ich mir selber zaubere, zu verzichten. Ich bemühe mich zu akzeptieren, dass mein Ego eine erstaunliche Kraft hat und die Fehler verdecken will, die ich vermeintlich mache. Aber wer von uns ist schon perfekt? Hinsehen ist das, was frei macht. Wenn wir erkennen, wo wir uns schämen oder Angst bekommen, was wir mögen und worin wir uns sonnen – wenn wir unser Ego entschlüsseln, dann ist das der erste Schritt.

Erkennen ist der Schritt zu Akzeptanz

Als ich zum Beispiel verstanden hatte, dass ich mich manchmal schlecht fühle, weil ich keine der „großen“ Bloggerinnen bin (ja, auch das kann ein Ego-Thema sein), konnte ich es loslassen. Ich konnte durchatmen und überlegen, wofür ich eigentlich schreibe. Für Zahlen in einem Google Analytics Chart? Oder für Menschen, die ähnlich denken? Für Vernetzung und um mit dem, was mich bewegt, vielleicht auch anderen zu helfen oder zumindest zu unterhalten? Ich brauchte nicht mehr kompensieren und auf die Brause hauen. Gut hat das getan und komischer Weise stiegen die Leserzahlen plötzlich. Mit der Figur war es ähnlich. Zu verstehen, dass ich mir doch insgeheim wünsche, so perfekt auszusehen wie all die schnittigen 19-22 jährigen, hat geholfen meinen Körper mit all seinen Jahren lieben zu lernen. Es war ein Schritt, der nötig war, um mir nicht mehr zu wünschen wie 19 auszusehen. Und das sind nur die kleinen Oberflächlichkeiten – je weiter ich komme, desto spannender wird es.

Selbstakzeptanz ist Selbstliebe

Ich glaube, je mehr wir uns alle nehmen wie wir sind, umso freier werden wir und umso freundlicher werden wir – mit uns und mit anderen. Es braucht keine Kompensation mehr. Wir müssen uns nicht mehr verstellen, die Bäuche einziehen oder den Liebesroman in die Philosophenhülle tun. Wir können sein, wie wir sind und aushalten, dass wir das selbst nicht immer gut finden. Nur so lernen wir, uns zu mögen und zu lieben. Wenn wir hinschauen, was uns nicht gefällt und genau das aus ganzem Herzen akzeptieren.

Womit es beginnt

Und es beginnt damit, dass du dich noch viel mehr fragst: Wozu? Wozu tue ich dies oder das? Warum vermeide ich das und will dies tun? Stell dich deinen Ängsten und überlege dir, woher sie kommen. Mach dich bereit sie zu umarmen und damit alle deine vermeintlichen Schwächen. Durch die Fehler scheint dein Licht heißt es. Nicht durchs zukleistern oder verdecken, sondern durchs offenlegen.

Steh für dich ein

Dann steh dazu. Lass nicht zu, dass du in eine Konformität gedrängt wirst. Halt aus, dass du ein wenig anders bist. Und versteh mich nicht falsch: Dies ist kein Aufruf zum nicht-lernen, nicht-verbessern, nicht-wachsen. Dies ist ein Aufruf dich zu akzeptieren und dadurch nur noch das zu lernen, was dir Freude macht und entspricht. Nichts mehr zu tun, um einen Fassade zu wahren. Und ja, vielleicht geht das nie ganz – aber ich merke bei mir, dass jeder Schritt zählt.

Aus dem Herzen handeln

Natürlich ist es nicht leicht die Fassaden fallen zu lassen. Vor allem vor sich selbst. Was aber wartet, ist ein Blick auf deine wahren Sehnsüchte hinter all dem Egokram. Plötzlich bekommen Herzenswünsche ganz andere Power. Der innere Respekt vor der eigenen Wahrheit wächst, je mehr wir sie sehen und damit wächst unsere Selbstachtung. Spannend, oder?

Ein kleiner Ausblick

Ich bin also dabei mich frei zu machen vom verstecken und kompensieren und bemühe mich auszuhalten wie ich bin. Es zu nehmen. Was gut zur zweiten Aktion passt, die ich heute gestartet habe: Ich hab mich nämlich auch frei gemacht vom meckern und jammern. Allerdings erst nach einem etwas missglücktem Start. Nach dem Weckerklingeln heute morgen habe ich innerlich gleich über 1.) das Wetter (zu kalt) 2.) die Uhrzeit (zu früh) 3. meinen Tagesplan (zu viel) gejammert und brauchte danach eine ganze Stunde Yoga und Meditation, um wieder halbwegs gut zurecht zu sein. Ich will daher detoxen und zwar innerlich. Ich will aufhören zu jammern, sondern die Dinge nehmen, wie sie sind. Ich will nicht mehr meckern, sondern konstruktiv sein. Ich will sachlich analysieren, aber mich nicht mehr in einen Opferstatus begeben. Ich will keine Ohnmacht mehr herbeizaubern und noch viel weniger will ich schlechte Laune.

21 Tage kein Jammern und beschweren

Wenn wir die Energie auf das Positive lenken, sind wir weitaus besser gelaunt, wirksamer, freudiger und und und und. Warum also weiter jammern? Es gibt keinen Grund. Wir können die Welt verbessern, wir können Dinge anpacken- aber das rumlamentieren? Das bringt doch nichts. Ich fand den ersten Tag übrigens schon ganz schön schwer. Darf man noch wütend werden, wenn man von Unrecht hört? Ich habe entschieden ja. Neu war, dass ich viel schneller versucht habe zu überlegen, was zu tun ist  – anstelle vom langen rumerzählen. Hat sich gut angefühlt. Eine Leserin hat mir berichtet, dass es ein ganzes Buch (s.u.) dazu gibt und diese Webseite ist mir auch wieder eingefallen. 21 Tage sind nicht lang, aber ein Anfang. Bist du mit dabei?

Liebste Grüße,

Silja

PS: 

Hier das Buch zum Leben ohne Jammern und Beschwerden – es gibt übrigens hier auch eine 21 Tage Challenge. Verrückt!

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Jessica 10 Monaten vor

    Liebe Silja, ich habe einen Tag vor Weihnachten mir einen Snack gegönnt und nicht vertragen & am Montag auf einem Geburtstag einen Joghurt Nachtisch, auch nicht vertragen. Beide Male habe ich nicht gejammert, oder mich beklagt, ohne mir das vorzunehmen. Es stellten sich von selbst Gedanken ein „oh schade, ist ja schief gegangen, aber in einer Woche gehts Dir wieder besser“
    Unbewusst: angenommen, akzeptiert & vertraut, es wird wieder gut! Ein großer Fortschritt für mich nach 3 Jahren innerer Arbeit! 🙂

    • Autor
      Silja 10 Monaten vor

      Liebe Jessica,
      das ist ja super!! So cool! Ich war heute auch zweimal kurz davor vom sachlichen ins Jammern zu wechseln und hab noch so gerade die Kurve bekommen. Hui. Fällt jetzt erstmal auf, wann man das immer macht. Au weia.
      Ich schick dir liebe Grüße, deine Geschichte macht Hoffnung 🙂
      Silja

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