Bewusst werden 5: Das innere Monster in den Griff kriegen

Bewusst werden 5: Das innere Monster in den Griff kriegen

Das innere Monster in den Griff kriegen – Bewusst werden Teil 5

Neulich gab es wieder einen Moment mit dem Supermann an meiner Seite, in dem ich aus der Haut hätte fahren können. Also, ganz ehrlich gesagt bin ich es auch. Eine einfache Verspätung war der Grund, die mich wütend und irgendwie traurig gemacht hat. Ich konnte nichts dagegen tun und ließ meinem Frust, einigermaßen kontrolliert zumindest, seinen Lauf. Verrückter weise änderten auch die Entschuldigungen erst mal nichts. Erst, als irgendwann alle Anklage rausposaunt war und der tolle Mann vor dem guten Essen betroffen aus der Wäsche schaute, dämmerte mir, dass der sogenannte Schmerzkörper  (wie Eckart Tolle es nennen würde) von mir Besitz ergriffen hatte. Das innere Monster, was wir irgendwie alle mit uns herumtragen, kommt irgendwann für einen Moment heraus -und wir wundern uns hinterher.

Was ist der Schmerzkörper?

Im heutigen Video aus meiner kleinen Reihe rund um das momentane Lieblingsbuch von Herrn Tolle (s.u.), geht es um dieses innere Monster in uns, was Herr Tolle Schmerzkörper nennt. Für ihn ist es ein Teil unseres Egos, der aus negativen Emotionen besteht. Alle nicht verarbeiteten, nicht losgelassenen, negativen Erlebnisse speichern sich hier ab. Dieser Teil schläft quasi in uns und wird geweckt, wenn wir zum Bespiel an alte Wunden erinnert werden oder ein unbedachter Satz uns verletzt. Plötzlich schießt es hervor und übernimmt quasi die Steuerung.

Wissenschaftlich drauf geschaut

Was übrigens auch neurowissenschaftlich Sinn macht, denn längst weiß man, dass unser Gehirn eine Schutzfunktion hat. Es hat die Aufgabe uns am Leben zu erhalten. Aus diesem Grund speichert es vermeintliche „gefährliche“ Situationen überdauernd lang und gut abrufbar. Es „scannt“ quasi unser Umfeld nach diesen (schon bekannten) Gefahren ab und reagiert sofort, wenn es eine wahrzunehmen scheint. Hierbei unterliegt es natürlich Fehlern und unterscheidet zudem nicht zwischen wirklichen Gefahren für unser Leben und unangenehmen Situationen. Es speichert also das Versagen vor der Klasse beim Referat genauso ab, wie es den Angriff eines gefährlichen Tieres abspeichern würde. Dies ist der Grund, warum wir Herzklopfen, nasse Hände und Schlimmeres bekommen, wenn wir irgendwann wieder vor Leuten sprechen sollen. Letztlich versucht unser Gehirn uns durch den Stress nur zu „retten“ und auf die drohende Gefahr vorzubereiten. Herr Tolle würde sagen: Der Schmerzköper wacht auf.

Das Video

Im Video gehe ich meine Highlights aus dem 5. Kapitel rund um dieses Phänomen, bringe Bespiele aus Oprah Winfreys Podcast Super Soul Sunday, (in dem es eine Reihe mit Eckart Tolle zu jedem Kapitel gab) und berichte von eigenen Erlebnissen. Mir hat das Kapitel ganz schön geholfen ein paar Dinge aus Yogaphilosophie und meinem eigenen Leben zu verstehen und ich merke, wie ich tatsächlich manchmal ruhiger bleiben kann – also manchmal halt.

Bin gespannt auf eure Monster und Gedanken :-).

Happy day,

Silja

PS: Hier das Buch, was ich echt feiere:

Und wie immer gilt: Im Lieblingsladen kaufen, wer über den Link bestellt muss wissen, dass ich hier ein wenig profitiere.

PPS: Foto ist von Miriam. Ihr findet ihre tolle Seite hier. (Werbung ohne Auftrag).

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Susanne 5 Monaten vor

    Wunderbar, liebe Silja. Danke für diese Einsicht, die ja eigentlich doch so logisch ist und die ich mir trotzdem noch nie wirklich bewusst gemacht habe.
    Ich bin alleinerziehende Mutter von drei Teenies und gerate in manchen Situationen so in Rage, dass ich hinterher selbst darüber erstaunt bin. Klar ist die Pubertät für uns alle nicht leicht, aber ich weiß, dass ich manchmal überreagiere und werde das nächste Mal definitiv besser aufpassen und bewusst an meinen Schmerzkörper denken.

    Danke!

    • Autor
      Silja 5 Monaten vor

      Liebe Susanne,
      mir hat es auch so geholfen.
      Ganz liebe Grüße,
      Silja

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