Bereit für eine Yogalehrerausbildung?

Bereit für eine Yogalehrerausbildung?

Bist du bereit für eine Yogalehrerausbildung?

Ich bekomme gerade eine ganz schöne Menge an unterschiedlichsten Anfragen von Menschen, die eine Fortbildung machen wollen – meist eine Yogalehrerausbildung – und ganz schön unsicher sind. Menschen, die nicht genau wissen, ob sie das wirklich machen sollen und die die unterschiedlichsten Zweifel haben. Vielleicht kennst du das von dir? Wenn du nicht Yogalehrer, sondern etwas anderes werden willst, dann ersetz einfach das Thema „Yoga“ mit deinem Thema. Wieder zu lernen ist eine große Sache und wir kriegen schnell Muffensausen, wenn es um die Meilensteine in unserem Leben geht. Zum Start frag dich erstmal selbst: Bin ich bereit für eine Yogalehrerausbildung? – und horch in dich rein, was passiert.

Innen und Außen bereit sein

Wann ist man wirklich bereit eine weitere Ausbildung zu machen?  Wann ist man gut genug? Weit genug? Alt oder Jung genug? Muss man genau wissen, warum und weshalb und schon halber Profi sein, bevor man sich auf den Weg machen darf? Oder reicht etwa das pure Interesse? Muss man Pläne für danach haben? Einen Businessplan in der Tasche? Und überhaupt: Wie weit sollte die Praxis fortgeschritten sein? Hui, gar nicht so leicht all das mit sich selbst auszumachen. Dabei gibt es eigentlich nur ein paar grundlegende Fragen und alles ist (fast) klar:

Leidenschaften

Ich habe eine Menge Interessen: Psychologie, Yoga, Coaching, NLP, Bloggen, gutes Essen, Kindererziehung, Frauenförderung, Führung, Kommunikation, Meditation und viele mehr. Jedoch hab ich nicht in all diesen Feldern eine Ausbildung gemacht. Für mich gibt es einen Unterschied zwischen einer Leidenschaft und einer Leidenschaft, die ich studieren und vielleicht später selber lehren möchte.

Der Ruf der inneren Stimme

Wenn du wissen willst, ob deine Leidenschaft für Yoga (oder was auch immer du lernen willst) ausreicht, um dich auf den Weg zu machen, dann frag dich die folgenden Fragen:

  • Hast du Lust immer mehr und mehr über dein Thema zu lesen und zu wissen?
  • Fühlst du dich „Zuhause“ und glückselig, wenn es darum geht?
  • Bekommst du leuchtende Augen, wenn du einem Lehrer zuhören kannst?
  • Bist du neugierig und versuchst zu verstehen?
  • Lässt der Gedanke eine Zeitlang mit Gleichgesinnten zu lernen dein Herz höher schlagen?
  • Bist du bereit etwas zu investieren (Zeit, Geld)?
  • Hast du Lust dich weiterzuentwickeln und aus deiner Komfortzone zu treten?

Wenn du hier freudestrahlend ein „Jaaaa“ in den Raum rufen willst, dann jippieh und los. Ich schreib in den nächsten Wochen darüber, wie du die richtige Ausbildung für dich findest. Wenn du noch unentschlossen bist, muss das nichts heißen, es gibt noch ein paar mehr Blickwinkel, die helfen können.

Interesse und die Lust, Schüler (in) zu sein

Interesse ist das eine. Es gibt halt diese Themen, die uns packen. Aber nur manchmal hat unser Ego Lust wieder auf die Schulbank zu gehen. Wir brauchen, um ernsthaft lernen zu wollen, eine gewissen Demut für das Thema. Schüler sein ist eine wunderbare Sache, wenn man sich darauf einlässt. Einen Moment lang sind wir nicht die Besserwisser und Bescheid-sager sondern dürfen wieder sitzen, erfahren, lernen. Leider fühlt sich lernen nicht immer gut an. Bandura hat das mal sehr schön mit den Stufen des Lernens beschrieben.

Die Stufen des Lernens

Die erste Stufe ist die unbewusste Inkompetenz – das sind wir, wenn wir in einer Yogastunde hinten turnen und die Fehler des Yogalehrers (Tse!) kopfschüttelnd bemerken. Sobald wir jedoch beginnen uns mit der Rolle des Lehrers auseinander zu setzen, wird unsere Wahrnehmung feiner und wir fangen an zu ahnen, wie komplex die Sache sein könnte. In der Yogalehrerausbildung wird dann relativ schnell klar: Es gibt für so eine Stunde ganz schön viel zu bedenken: Anatomisch, didaktisch, stimmlich, philosophisch – und dabei bitte noch einen eigenen Stil, authentisch und wahrhaftig, emotional und doch entspannend (oder was auch immer du dir so vornehmen wirst). Hui. Bewusste Inkompetenz nennt der gute Bandura diese Stufe und sie fühlt sich nicht gut an.

Wenn das Lernen beginnt

Und dann beginnt das, was uns jede Ausbildung bringt: Es gibt jede Menge neues Wissen zum aufnehmen, wir dürfen anfangen zu üben, können uns ausprobieren, haben Angst vor dem Scheitern genauso wie Träume von glorreichen ersten Stunden. Wir sind mit Leidenschaft dabei und versuchen alles Gelernte zu beherzigen. Bewusste Kompetenz heißt diese Stufe des Lernens. Alles fühlt sich noch fremd an und wir fragen uns zwischendurch: Bin das wirklich ich? Passt das überhaupt zu mir? Erst danach (bei mir erst deutlich nach der Yogalehrerausbildung) kommt die entspannte Stufe der unbewussten Kompetenz. Dinge gehen uns automatisch und mit Leichtigkeit von der Hand – bis wir bemerken, dass es wieder etwas zu tun gibt und alles fängt von vorne an.

Hingabe

Diesen Prozess mit Freude zu durchleben braucht eine gehörige Portion Hingabe zu der Sache, die man da lernt. Dann macht das richtig Spaß und fühlt sich erfüllend , bereichernd und richtig an. Was du also brauchst ist die Lust, wieder Schüler zu sein und dich auf die Reise zu  machen. Du brauchst keinen Plan, keine Idee für danach – es kann und darf dir einfach ums Lernen gehen. Es braucht den unbedingten Hunger nach der Sache und die Lust auf den Weg – und das ist etwas ganz anderes als die Lust auf das Ergebnis. Na klar, man darf davon träumen als Yogalehrer (in) tolle Stunden zu geben – aber der Motor ist besser ein anderer.

Voraussetzungen

Damit die Ausbildung dann auch toll klappt brauchst du noch ein paar grundsätzliche Voraussetzungen, die einfach gut tun und es leichter machen:

Regelmäßige Praxis

Keiner muss Yogaprofi sein, aber ein Grundverständnis für Yoga, eine eigene Praxis (auch alleine Zuhause) und eigene Erfahrungen solltest du bereits haben. Das ist die Grundlage für die Hingabe, die es braucht und auf der der Rest aufgebaut werden kann. Ansonsten wird die Ausbildung echt schwer- wenn es überhaupt klappt. Yoga lernen und Yoga lehren lernen – das zusammen zu versuchen ist keine gute Idee. Eine gute Idee allerdings ist die Praxis zu verfeinern, tiefer zu gehen, sie zu erweitern. Gut, wenn dafür schon eine Basis vorhanden ist.

Lust auf mehr als Asanas

Yogalehrerausbildung

Nein, keiner muss Sanskrit sprechen können (ich zum Beispiel leide an einer immer wieder auftretenden Sanskrit -Amnesie) und auch die Yogasutren braucht man nur selten auswendig aufsagen. Ein Grundverständnis allerdings für all das, was da hinter dem Begriff  Yoga steht, ist gar nicht verkehrt. Vertieft wird all das in der Ausbildung, aber zu wissen, dass es hier um mehr geht als um Körperübungen, ist eine ziemlich gute Sache. In einer schönen Ausbildung geht es um einen Ausblick auf das ganze Yogauniversum. Es geht um Anatomie genauso wie um die Bedeutung einzelner Mantren, es geht um harmonische Yogasequenzen, Musikauswahl, um die großen Yogalehrer, Patanjali, die Gita und vieles mehr. Das muss man wollen – oder halt nicht.

Bereit sein

Bereit bist du, wenn du ständig um das Thema herumschleichst – auch, wenn dich noch Zweifel plagen. Die Zweifel, die wir haben, sind menschlich. Sie zeigen unsere Ängste und Sorgen. Bin ich gut genug? Darf ich das? Werd ich es schaffen? Können? Mögen? Wenn man anfängt zu lernen – was auch immer – begibt man sich auf eine Reise, die verändert und Veränderungen machen uns Angst. Übrigens auch unseren Liebsten. Mein Mann war erst gar nicht so begeistert, als ich den Wunsch Yogalehrerin zu werden geäußert habe. Übrigens ohne einen Plan später selber zu unterrichten. Ich wollte eigentlich nur das Thema Achtsamkeit, Stressabbau und ein Teil der Philosophie in meine Führungstrainings einfließen lassen. Nun, hat sich anders entwickelt und das ist auch gut so.

Lernen hört nicht auf

Unsere Aufgabe im Leben ist es glücklich zu sein und das Glück mit anderen zu teilen, ein wenig Licht in diese Welt zu bringen und unsere Talente zu leben. Dafür müssen wir uns weiterentwickeln und zwar auf den Gebieten, die wir lieben. Denn genau das macht glücklich. Wenn du also Yoga liebst, es dich andauernd auf die Matte zieht und du Lust hast zu lernen: Geh los! Mach es! Genieß es! Das Beste ist: Es hört nicht auf. Nächstes Jahr beginne ich meine 300 hrs. + Ausbildung und freue mich jetzt schon wie verrückt. Hier stapeln sich die Bücher. Ich liebe jeden Workshop, den ich besuchen darf und jeden, den ich geben darf. Lernen ist toll. Es sorgt für Inspiration und für Weiterentwicklung. Es ist immer ein Sprung über den Schatten, ein raussteigen aus der eigenen Komfortzone. Lernen ist Entfaltung.

So, ihr Lieben, ich bin neugierig: Wer ist dabei zu lernen? (und was?) Wer hat schon eine Ausbildung hinter sich? Wer überlegt noch? Bald folgt ein Post darüber, wie die von euch, die noch nachdenken die richtige Ausbildung finden. Bis dahin: Viel Spaß bei allem, was ihr macht. Wer Lust hat zu lernen, ich häng mal meine beiden momentanen Lieblingsyogabücher dran. Wer noch andere Empfehlungen hat: Gerne im Kommentar :-). Man kann nie genug Bücher haben, oder?

Namasté und viel Spaß beim Lernen

Silja

PS: Foto by Martin Giebel

PPS: Hier die Bücher, die ich mag. Wie immer gilt: Beim Lieblingsbuchhändler oder über den Link (dann profitiere ich ein wenig):

Neuentdeckung mit wunderschönen Bildern, tollen Grundlagen und Texten. I love, love, love:

Tolles Buch von einer tollen Yogalehrerin und wirklich gut erklärt:

 

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

18 Kommentare

  1. Manuela Müller 1 Jahr vor

    Liebe Silja,

    ich mache seit April eine Yogalehrer Ausbildung und es war ein langer Weg dorthin. Genau wie du es beschrieben hast. Dieses ‚rumschleichen‘ um das Thema… soll ich wirklich… warum eigentlich… soll ich mir das wirklich ‚antun‘ so viel Zeit zu investieren… und und und.

    Letzendlich war für mich entscheidend: Lust und Leidenschaft.
    Nach vielen Jahren des praktizierens ist die Lust mehr darüber zu lernen einfach gewachsen. Klar, man kann unzählige Bücher lesen aber sich in der Gruppe und mit dem Lehrer auszutauschen, hat noch mal eine andere Qualität. Und wenn man etwas mit Leidenschaft angeht, dann fällt das Lernen gar nicht schwer. Ok, das Sortieren der Knochen und Bänder unseres Körpers in den Anatomiestunden mal ausgenommen.

    Ich habe über ein Jahr nach der passenden Ausbildung gesucht und das wäre auch mein Rat an alle die noch unschlüssig sind. Schaut in Ruhe, wenn ihr ‚. eure(n)‘ Lehrer/-in gefunden habt, dann merkt ihr das.

    Und was das Ziel der Ausbildung angeht: gar nicht so wichtig. Es mag nämlich sein, dass sich das während der Ausbildung verändert. Mein Fokus lag auf dem Vertiefen von Wissen, Yoga verstehen wollen, etwas für mich machen. Auf dem Unterrichten lag er nicht. Nach den ersten eigenen Stunden kann ich sagen: unterrichten ist toll. Und ja, das will ich später machen.

    In diesem Sinne kann ich alle Untentschlossenen nur ermuntern, sich damit zu beschäftigen. Dann sieht man relativ schnell wo es am Ende hinführt.

    Namasté
    Manu

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo du Liebe,
      sehe ich genauso und so schön hier von dir zu lesen 🙂 und ich bin sehr gespannt wohin es dich noch so führen wird. Spannend!
      Alles Liebe,
      Silja

  2. Sina 1 Jahr vor

    Ein schöner Text!???Bei mir ist es eigentlich nicht der Wunsch eine Yogalehrerausbildung zu machen um danach zu lehren.Sondern für mich!Mehr über das Thema zu lernen, meine Neu entdeckte Leidenschaft zu vertiefen.
    Natürlich habe auch ich Zweifel ob ich das wirklich machen soll.Ich habe 2 Kinder zuhause…bin mit meinem eigentlich gelernten Job total unzufrieden.Seitdem meine Psychologin mir damals Yoga empfohlen hat, bin ich vollkommen verfallen…mir hat Yoga körperlich und auch psychisch sehr viel geholfen und dieses Gefühl ist einfach nur unglaublich.Lange Jahre habe ich nach einem geeigneten Hobby gesucht.Habe vieles ausprobiert.Es hat nie lange gehalten, die Freude.Ich wurde krank nach meinem zweiten Kind…und meine Therapeutin war die Erlösung.Durch sie bin ich zum Yoga gekommen.Beim ersten Mal war ich vom Kopf noch nicht bereit dafür.Ich habe es nach einem halben Jahr wieder versucht.Und siehe da, es hat mich…ich sag immer verzaubert!?
    Und da mich das so geprägt hat, möchte ich mehr wissen, mehr lernen, mehr hineintauchen!
    Ich hoffe der Ruck kommt, dass ich bald sage…jetzt ist es soweit.?
    Ganz liebe Grüße
    Sina

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Liebe Sina,
      der Ruck kommt bestimmt und ich verstehe deine Bedenken – es ist schon ein wenig Organisationstalent nötig, um neben dem Job und der Familie noch eine Ausbildung zu machen. Andererseits bringt es einem so viel – und es für dich zu machen finde ich einen tolle Idee. Lies allerdings mal den Post von meiner Freundin Manu (direkt über deinem) – hihi, sie wollte eigentlich auch nur vertiefen und jetzt machen ihr die Unterrichtsstunden sehr viel Spaß. Man weiß also nie was kommt. Ich glaube, der richtige Moment wird kommen und dann bin ich gespannt was du berichten wirst.
      Liebe Grüße
      Silja

  3. Stefanie 1 Jahr vor

    Hallo Silja,
    wie schön, du hast da wichtige Punkte angesprochen! Ich habe auch schon öfter mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung zur Yogalehrerin oder im Bereich Ayurveda zu machen, aber das erstmal auf Eis gelegt. Ich nehme einfach so viel von beidem auf – durch Kurse, Workshops etc.- wie es momentan noch bequem geht und dann sehen wir mal, ob das eines Tages einfach passt und der Wunsch stärker wird 🙂 Ich lerne gerade Hindi in meiner Freizeit, das ist auch schön herausfordernd, und möchte nächstes Jahr in Indien sowohl an Yoga als auch an Ayurvedakursen teilnehmen.

    Zum Thema Yogalehrer habe ich mal folgendes Zitat gelesen:
    “In moments of crisis, I have seen many seekers wanting to become therapists, or yoga teachers. They imagine this to be a more peaceful way of life and believe it will solve all their problems. Even though this may actually occur, in the majority of cases, this desire to change is the expression of a deep anxiety in relationship to life’s greater purpose. To believe a new job or profession will make a difference is just escaping the problem. You may become a yoga teacher, but it is important not to limit yourself by creating expectations. Keep yourself open and work to increase your perception. Your soul is in search of something; it is seeking a vision. This vision will show you the path.”

    Ganz liebe Grüße,
    Steffi

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo Steffi
      das ist ein wunderbares Zitat. Und ja, es stimmt, viele zieht es in solche Berufe, weil sie einen Mangel bei sich sehen. Ich glaube allerdings, das werden dann die authentischsten Lehrer. Jedenfalls dann, wenn sie ihre Lektionen gelernt haben und einen Weg raus aus ihrer Krise durch das, was sie nun lehren gefunden haben. Unsere Geschichte macht uns authentisch.
      Hindi finde ich ja super spannend. Viel Erfolg und Indien hört sich auch aufregend an. Ich wünsch dir ganz viel Spaß bei all den tollen Sachen, die du da machst.
      Bis bald,
      Silja

  4. Melanie 1 Jahr vor

    Liebe Silja,
    danke für diesen schönen Post, in dem ich mich absolut wiedergefunden habe. Ich bin im Frühjahr auch einige Wochen um das Thema “herumgeschlichen“. Vor allem die Frage, ob ich wirklich als Yogalehrerin arbeiten möchte, hat mich sehr beschäftigt. Aber irgendwann kam auch bei mir die Erkenntnis, dass es nicht um das Ergebnis geht, sondern dass ich Lust habe zu lernen und mehr über Yoga erfahren möchte. In 3 Wochen beginnt nun meine 800h Ausbildung. Ich freue mich schon sehr und bin gespannt, was in den kommenden 4 Jahren passieren wird.

    Liebe Grüße
    Melanie

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo liebe Melanie,
      wie toll!! Das ist ja spannend! Dann wünsche ich dir so viel Spaß auf deiner Reise. Ich glaub, es wird dich umhauen und toll werden. Lass mal hören, wie es dir geht!
      Liebste Grüße
      Silja

  5. Mathias 1 Jahr vor

    Liebe Silja,
    danke für den Post – und ja, ich bin bereit und fange am Samstag eine Ausbildung zum Yogalehrer an. Ich freue mich riesig auf diese Reise, zum ersten mal endlich etwas aus Leidenschaft angehen. Nicht überlegen zu wollen, was am Ende dabei rauskommen mag, wohin es führt – ganz egal. Es fühlt sich in allem so gut an und ist deshalb jetzt das Richtige für mich.
    Spannend das du, meine Lieblingsbloggerin, ausgerechnet jetzt diesen Post bringst 🙂

    Lieben Gruß,
    Mathias

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Juhu Mathias,
      erstmal grins ich gerade ganz stolz vor mich hin, weil ich jemandes „Lieblingsbloggerin“ bin. Ha! Danke für dieses schönes Kompliment. Und wie cool! Wenn das mal kein Zeichen ist, dann weiß ich ja nicht. Es wird super werden. Ich hab meine Ausbildung sehr genossen und freue mich über alles, was ich lernen durfte. Lernen ist sowieso super. Yoga-lernen noch superber 😉
      Hab ganz viel Spaß und lass mal hören, wie es dir geht!
      Bis bald und liebe Grüße
      Silja

  6. Sandra 1 Jahr vor

    Liebe Silja – bist auch meine LieblingsBloggerin, 🙂 🙂 🙂
    wie Du Dir denken kannst, sprichst Du mir aus dem Herzen. Ich trage den Gedanken, eine YLA zu machen, nun schon mehr als 6 Monaten mit mir rum. Anfang September habe ich mich dann auch für eine 2jährige Yogalehrerausbildung bei Yoga Vidya angemeldet, diese beginnt im Januar 2017. Die Anmeldung war raus und die Zweifel kamen > Schaffe ich das neben meinem recht anspruchsvollen Job? Wie bekomme ich die gewünschte Unterstützung von meinem Partner (nicht finanziell, sondern eher auf der zwischenmenschlichen und emotionalen Ebene)? Ich versuche den „negativen“ Gedanken einfach keinen Raum mehr zu geben, da mich Yoga total glücklich, authentisch und zufrieden macht. Ich habe schon einige Workshops und Festivals besucht, ich fühle mich in der Yogawelt richtig wohl und das Herz hüpft vor Freude. Die Tage nach solchen Erlebnissen sind gefüllt mit tiefster Zufriedenheit und Selbstliebe, einfach Grinsend. Ich habe beim Yoga üben sehr viel über mich gelernt, ehrlich gesagt, habe ich mich dabei erst richtig kennengelernt. Ich konnte und kann viel aufarbeiten, sei es in Savasana oder einer Meditation, ich mag fast alles, nur nicht die Heuschrecke 🙂 Natürlich wird meine YogaLiebe von meinem Partner nicht ganz so akzeptiert, wie ich es mir wünsche. Mit Yoga kann er so überhaupt nichts anfangen, es ist zu spirituell, er kann da nichts „greifen“. Meine Yoga Bücher werden regelmäßig aus dem Wohnzimmer verbannt. Wenn wir ausgehen, und jetzt eine Edelsteinmala mein Outfit verziert, dann rollt er die Augen. Manchmal werde ich mit Namaste begrüsst, usw. usw. Ich glaube, das Schwierigste, also für mich, ist es, die Liebsten ganz sanft mit auf den Weg zu nehmen, und mich nicht verunsichern zu lassen. So ist das eben, wenn Yoga Zuhause mit einzieht > die erste Buddha Figur gehört jetzt zur Familie, beim Kochen tönen Mantras aus der Stereoanlage, es riecht im ganzen Haus nach Palo Santo, in jeder Ecke liegen Yoga Bücher, Mann stolpert schon ab und an mal über eine Yogamatte oder ein Meditationskissen > Ja, ich kann es ein wenig verstehen, dass das für meinen Mann auch nicht leicht ist. Dazu kommt bestimmt auch ein klein wenig nicht einzugestehende Angst, dass ich mich in einen YogaGuru verliebe und mit ihm nur noch im Ashram leben möchte……Lach, ist natürlich völliger Quatsch, aber auch Männer haben Ängste und Eifersüchte. Es bleibt spannend 🙂 und ich freue mich auf Januar. Yoga ist für mich nicht nur Asanas üben – Yoga findet für mich auch neben der Matte statt. So ganz nebenbei bin ich achtsamer geworden, habe aufgehört Fleisch zu essen, …..etc. Auch ich habe mir noch null Gedanken gemacht, was nach den 2 Jahren ist, will ich ehrlich gesagt auch nicht, da ich den Weg dorthin genießen und voller Liebe und Freude gehen möchte. Was für mich bestimmt ist, wird auf mich zukomme, ich bin geduldig. Ich möchte ein klein wenig die Welt verbessern, Liebe und Licht teilen, und bin mir sicher, dass der Weg mit Yoga, der Richtige für mich ist, und Zweifel dürfen kommen aber auch gerne wieder im Nirwana verschwinden. Zuversicht und Akzeptanz sind ein kleiner Schlüssel zum Glück.
    Der Austausch zu diesem Thema hier auf GLÜCKSplanet tut SauGut und dafür DANKE ich Dir von Herzen liebe SILJA – Du bist Glück und die Beste Medizin für mich – ein HerzMensch.
    Seid nun alle lieb gegrüßt und wir bleiben in Kontakt und berichten von unseren Ausbildungen.
    Om shanti.
    Sandra

  7. Autor
    Silja 1 Jahr vor

    Liebe Sandra,
    wie toll, dass du deinen Weg hier mit uns teils und danke – ihr seid so süß. Ist mir eine große Ehre deine „Lieblingsbloggerin“ zu sein. Ich drück dich also fest und freu mich eine Runde :-). Ich bin so gespannt, wie deine Yogalehrerausbildung wird und was du alles mitnehmen wirst. Das wird ein toller Weg! Mein Mann hat anfangs auch ein wenig mit der Yogasache gefremdelt aber das hat aufgehört, seit klar ist, dass ich im Kern die Gleiche bleibe… nur halt mit vielen Yogamatten, noch mehr Yogabüchern und diesem ganzen Altar, Neti-Kannen, Mals-Zeugs (was man halt so braucht). Gib deinem Liebsten ein wenig Zeit. Das Nase-rümpfen und Augen-rollen ist meist ein Fremdelnd gibt sich, wenn klar ist, dass es hier keine Laune sondern eine Leidenschaft ist. Und manchmal muss ich selber auch lachen – wenn zum Beispiel der Reise-Ganesha mit muss. Das hätts vor Jahren nicht gegeben.
    Liebe Grüße und bis bald,
    Silja

  8. Tanja 1 Jahr vor

    Liebe Silja,

    erst einmal einen großen Dank für Deine tollen Beiträge! Sowohl hier als auch auf Facebook freue ich mich immer, etwas von Dir zu lesen!
    Zu meiner Yoglehrerausbildung kam ich eher wie die Jungfrau zum Kind:
    Es kamen zwei Situationen zusammen. Meine Mutter ging in Rente und hatte verpasst, sich frühzeitig zu überlegen, was sie mit ihrer neu gewonnenen Zeit anfangen soll. Ich hatte mir fest vorgenommen, dass das bei mir nicht so sein wird und da reifte der Gedanke in mir, „aus Yoga mehr zu machen“. Fast gleichzeitig erkrankte meine Yogalehrerin, so dass ich mich für die Zeit, bis sie wieder unterrichten konnte, nach anderen Kursangeboten umgesehen habe. Und so stieß ich auf eine Yogalehrerin, die ihre Ausbildung beim Deutschen Roten Kreuz gemacht hat – vor geschätzten 30 Jahren 😉
    Ich wollte mich eigentlich nur beim DRK erkundigen, ob diese Ausbildung noch angeboten wird – und verließ das Büro mit einem Referentenvertrag. Also Kostenübernahme der Ausbildung, dafür die Verpflichtung, drei Jahre lang für das DRK zu unterrichten. Damit war von Anfang an klar, dass ich auch unterrichten werde (was ich so am Anfang meiner Überlegungen noch gar nicht bedacht hatte).
    Das ist jetzt gute drei Jahre her, die Ausbildung in Worms habe ich letztes Jahr beendet und seit Oktober letzten Jahres unterrichte ich einmal wöchentlich in den Räumlichkeiten des Deutschen Roten Kreuzes.
    Da ich alleinerziehende Mutter zweier Töchter bin und ich auf feste Einkünfte angewiesen bin, wird Yoga nur meine Nebentätigkeit bleiben. Inwiefern sich das allerdings ausweitet, bleibt abzuwarten. Mit zwei befreundeten Frauen habe ich schon Tagesworkshops unter dem Thema „Yoga und Entspannung“ gegeben und habe gerade eine Nachfrage, ob ich auch für einen Sportverein tätig werden möchte.
    Und da kommt wieder eine interessante Entwicklung ins Spiel:
    War „mein“ Yoga eher kraftvoll und körperbetont, wollen die Leute, die zu mir kommen, Entspannung. Einige haben körperliche Einschränkungen und können nur sanfte Bewegungen ausführen. Dehnen, Körper spüren. Sehr interessant für mich. Kürzlich hatte ich eine Frau in meinem Workshop, die nicht liegen konnte. Also nur Yoga auf oder mit dem Stuhl. Sehr lehrreich für mich 😉
    Ich bin sehr gespannt, wie sich mein Yogaweg noch entwickeln wird!
    Die Ausbildung beim DRK ist übrigens nicht zertifiziert. Keine Möglichkeit. Aber wie hat eine Kollegin mal so schön gesagt:
    Die Leute geben soviel Geld aus, ihre Gesundheit zu ruinieren, da ist wohl auch noch ein bisschen übrig, um sie in einen Yogakurs zu stecken 😉

    Liebe Grüße

    Tanja

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Hallo liebe Tanja,
      danke dir für deinen tollen Bericht! Wie spannend du da reingerutscht bist. Hört sich an, als hätte es so sein sollen 🙂
      Ich schick dir liebe Grüße
      Silja

  9. Jenny 1 Jahr vor

    Liebe Silja,

    vor gut einem Monat war mein erstes Yogalehrerwochenende. Ich bin sehr lange damit „schwanger“ gegangen, habe schon mal vor 4 Jahren einen Versuch gestartet, der mächtig in die Hose ging. Ich bin chronisch krank, u.a. eine Schmerzerkrankung, die mir in manchen Zeiten nicht all zu viel Spielraum lässt. Ich dachte immer: Wie soll ich Yogalehrerin sein, wenn ich körperlich überhaupt nicht mithalten kann? Ja, ja, ich weiß, es geht nicht um die perfekte Asana! Aber sind wir mal ehrlich: Meistens streben wir die Perfektion an. Sind zwar nett zu uns aber eigentlich wollen wir in der anspruchsvollsten Asana die Erleuchtung erlangen und nicht „einfach nur“ in Savasana 😉
    Ich hatte mich damals für einen sehr soften Yogastil entschieden und dachte, nur dort wird Rücksicht auf den Körper genommen. Was ich nicht bedacht habe und das habe ich erst beim ersten Wochenennde gemerkt: Meine Erkrankungen passen vielleicht zu diesem Yogastil aber ich tue es nicht! Das hat ganz schon reingehauen und ich war sehr lange traurig, denn ich hatte doch so intensiv nach „meinem“ Yogastil gesucht.
    Vier Jahre mussten vergehen, ich hatte das Praktizieren nicht aufgegeben, nur habe ich mich entschieden keinem Stil mehr zu folgen. Ich erlaubte mir von allem das zu nehmen was ich gebrauchen konnte Welch eine Befreiung!!!
    Und dann stieß ich durch Zufall auf meine jetzige Yogalehrerin. ich las von einem Infoabend für die Ausbildung. Als ich sie sah war völlig klar, dass ich bei ihr lernen möchte.
    Ich bin immer noch ganz aufgeregt, denn es ist für mich ein Riesenschritt wirklich MICH in die Yogastunden zu schicken und nicht diejenige die ich sein möchte. Verstehst du was ich meine? Ich möchte in den nächsten zwei Jahren lernen authentisch zu sein, mit all meinen Ecken und Kanten. Ich möchte lernen ein Yoga zu vermitteln das mir entspricht und ich möchte mich darin wiederspiegeln können. Bei meiner jetzigen Yogalehrerausbildung steht jede/r Einzelne im Vordergrund. Jede/r soll sich entfalten können und wir wollen gemeinsam die Stärken des Einzelnen hervorheben und nicht eine Hülle von einem Stil über jeden einzelnen stülpen, ob sie nun passt oder nicht. Das finde ich sehr schön, ob es klappt werden wir in zwei Jahren wissen.

    Danke für deinen tollen, inspirierenden Blog.
    alles Liebe
    Jenny

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Liebe Jenny,
      danke! Dafür dass du das hier so ehrlich teilst und dir die Zeit dafür genommen hast. Ich verstehe so gut was du meinst. Auch wenn mich keine Krankheit belastet, so kenn ich das streben nach Perfektion auch so gut. Es ist immer wieder ein Teil der mich unter Druck setzt. Gut, wenn wir das erkennen und Wege finden uns zu befreien.
      Wie schön, dass du deine Lehrerin gefunden hast.
      Ich wünsch dir ganz viel Spaß bei all deinen Wochenenden, ersten Stunden und vielem mehr. Sag mal, wie es läuft- ich bin neugierig 🙂

      Bis bald und lieben Dank an dich
      Silja

  10. Doris 1 Jahr vor

    Liebe Silja,

    ich verfolge deinen Blog immer gern – schön das es dich gibt!!!
    Ich entspanne gerade bei Deva Premal, kennst du sie, ich kanns dir nur empfehlen mal rein zu hören ;O)
    Weiterentwicklung immer WICHTIG…

    In Licht und Liebe

    Doris

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Liebe Doris,
      danke dir! Schön, dass es dich gibt und dass du mir hier schreibst. Ich freu mich sehr. Deva mag ich auch so gern!! Sie ist toll. Danke für die Erinnerung und bis ganz bald,
      ich schick dir viele liebe Grüße
      Silja

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