Be a Bad Yogi ! Entdecke dein Potential!

Be a Bad Yogi ! Entdecke dein Potential!

Entdecke dein Bad Yogi Potential und starte durch!

Es gibt in jeder guten Schule die strebsamen Schüler. Brav sitzen sie in Lehrernähe, lauschen wissbegierig den erlauchten Worten und führen jede Handlung mit Präzision und Hingabe wie angewiesen aus. Das Lob und Lächeln der Lehrer ist ihnen sicher, sie gehen ihren Weg gradlinig und klar. Sie sind das, was sich fast jeder wünscht. Du jedoch ahnst bereits: Die Welt ist langweilig, wenn wir alle nur im Gleichschritt laufen. Außerdem hattest du schon immer Lust der heimliche Punk unter all den Angepassten zu sein. Tief in dir schlummert ein keines, feines Revoluzzergen und wartet auf Entfaltung. Wie stark es ausgeprägt ist, erkennst du auch an deiner Yogapraxis. Finde also heut heraus, wie viel Potential du bereits hast und ob du zur Creme de la Creme der Yogamatten-Punks gehörst.

Warum die Welt Bad Yogis braucht!

Das Yogastudio ist eine Insel? Ein Ort der Gemeinschaft und des Friedens? Ja genau! Und genau darum sollte gerade hier Toleranz geübt werden. Die Welt braucht unsere wilden Seiten, warum also nicht auch das Yogastudio deiner Wahl? Versteck den RocknRoll -Teil deiner Persönlichkeit nicht weiter. Wir strahlen hell, wenn wir sind, wie wir sind. Vermutlich hast du das Zeug zum Bad Yogi! Wenn nicht, gibts hier ein paar Ideen für dich. All der Freigeist hat nämlich sein Gutes, denn nur so werden die Yogalehrer mal richtig gefordert. Wie sollen sie sonst auch innerlich wachsen und sich weiterentwickeln, wenn es nie die angenehme Wärme des Widerstands gibt? Wie sollen sie merken, wo sie stehen im Langstreckenlauf zur heiteren Gelassenheit? Eben! Es braucht Bad Yogis, die sie fordern. Teste darum heute, ob du Musterschüler oder Bad Yogi bist und entdecke dein Potential:

Hast du die richtige Einstellung?

Warum übst du Yoga? Um die Gedanken zur Ruhe bringen, wie das Lehrpersonal entrückt behauptet? Du atmest tief und fühlst die Gelassenheit schmetterlingshaft auf deine Schultern sinken? Auf der Matte fällt der Tag von dir ab? Du wünschst dir einen gesunden Körper, denn du weißt, dass er dein Tempel ist? Das Zuhause deiner unendlichen Seele? Nun, du hast etwas zu tun. Diese Einstellung haben nur die ernsthaften Musterschüler. Daher, lies und lerne:

Bad Yogis haben eine andere Einstellung. Sie wissen, dass ALLE Yoga nur aus einem Grund machen und zwar für einen knackigen Hintern, für stramme Arme und um nicht zu diesen Fitness-Studio-Leuten zu gehören (das ist sowas von out). Sie genießen das ständige Herumlaufen in bunten Leggings  und erklären ihrem Umfeld, dass das nun zum neuen Lifestyle gehört. Außerdem liebt es der Bad Yogi im Job milde zu lächeln und bei allen Aufregungen kühl zu behaupten, dass ihm alles am knackigen (!) Allerwertesten vorbei geht. Alles klar, oder?

Die richtige Vorbereitung

Du trägst bequeme Sachen, in denen du dich wohlfühlst und die dir ein gutes Gefühl in deiner Praxis geben? Du freust dich schon auf den leckere Tee nach der Stunde und bist bereit, dich zu entspannen? Tse, tse, tse! Da ist echt noch was zu tun.

Denn, bequem hin oder her: Dein Outfit gehört gut ausgewählt! Mottoshirts zur Leggings sind willkommen, aber lass den ganzen Namasté -Quatsch weg, sonst bekommst du noch Fleißsternchen. Besser du setzt einen Konterpunkt und trägst wahlweise Werbegeschenke der Fleischindustrie oder das Shirt dieser zweifelhaften Rockband, bei der du neulich im Konzert warst.  Ein Bad Yogi lässt sich von den Blicken der anderen nicht verunsichern. Er steht dazu, dass dieses ganze Ahimsa-Gewaltfrei-Gequatsche nichts mit ihm zu tun hat. Bad Yogi Profis nehmen zudem etwas passendes zu trinken mit. Keiner kann die ganze Stunde ohne Getränke turnen, auch wenn die Lehrer das immer behaupten. Der Bad Yogi weiß außerdem, wie geil das wird, wenn er diese eiskalte Spritedose mitten in der Stunde öffnet. So geht Rock nRoll!

Vor der Stunde

Du liegst gerne vor der Stunde schon entspannt auf deiner Matte, hast die Augen geschlossen und  „Atmest dich schon mal in den Raum“? Hm. Ok, du hast echt Streberpotential, das weißt du hoffentlich?

Ein echter Bad Yogi weiß, dass auch die Gemeinschaft zählt. Entspannt und in angenehmer Zimmerlautstärke fängt er ein Gespräch über seinen Tag / die Arbeit/  seinen Bauchumfang an und lässt auch die anderen daran teilhaben. Er weiß: Alle können besser entspannen, wenn sie was zum Zuhören haben. Wenn es keinen coolen Leute zum quatschen gibt, macht er schonmal ein paar  Liegestütz und Sit ups. Er weiß nämlich außerdem, warum er gekommen ist.

Ein kleiner Tipp am Rande: Wenn der Lehrer kommt und loslegen will, geht der Bad Yogi schnell auf die Toilette (vorher ist immer so voll). Außerdem legt er sich jetzt schon mal einen Notizzettel samt Stift neben die Matte.

Meditation rockt

Es geht los und ihr beginnt mit einer einstimmenden Meditation? Freudig schließt du die Augen, richtest deine Schädelkrone zum Himmel aus und streckst sanft die Wirbelsäule während du dich mit deinem Atem verbindest? Seufz. Stöhn. Es sieht echt nicht gut aus bei deinem Bad Yogi-Potential.

Spitzenmäßig ist, wenn der Bad Yogi die Meditation so nutzt, wie sie alle eigentlich nutzen wollen: Er macht endlich in Ruhe diesen Einkaufszettel fertig und schreibt die Liste der nächsten To Dos. Auch ein paar Snaps der meditierenden Yogakollegen sind eine gute Idee für den Bad Yogi. Er weiß: Im Alltag haben wir oft nicht die Muße für diese Art Dinge und setzt klare Prioritäten. Chapeau!

Go with the Flow

Es gibt eine ausgeklügelte Folge von Asanas, die sorgfältig aneinander gereiht werden? Du atmest und steckst dich, bemüht dem Rhythmus der Gruppe und deines Atems zu folgen? Du genießt die Abfolge und die Wärme im Körper? Bist ganz und gar dabei? Schön, schön – nur leider sowas von gestern.

Der Bad Yogi weiß, dass nicht jeder Körper gleich ist und passt die Folge auf seine Bedürfnisse an. Als Fortgeschrittener macht er ein paar Crazy-Handstände statt herabschauende Hunde, als Anfänger legt er sich zwischendurch seufzend auf den Bauch. Bad Yogis, denen der Flow gut gefällt und die darum eine andere easy Möglichkeit für das gegen-den-Strom-schwimmen suchen, nutzen folgende Varianten: Entweder sie machen verschmitzt  ein, zwei kleine Drehungen, um dann die ganze Folge stilsicher mit dem Blick zur Raumhinterseite auszuführen oder sie öffnen ihre Spritedose, gönnen sich ein bisschen frische Energie und setzen ein, wenn sie soweit sind. Probier es beim nächsten Mal aus und bring dein Potential nach vorne!

Savasanah: Ja oder Nein?

Du kuschelst dich ein, lässt dich zudecken und schließt die Augen? Voller Genuss für diese wohltuende Schwere und Entspannung im Körper? Nun, bis hierhin war ja schon klar, dass du noch Weg zu gehen hast.

Savasanah ist eine Zeit, die der Bad Yogi anders nutzt. Er ergänzt seine Liste um die nächsten Dinge und nutzt die Zeit, um ein paar Herzchen auf Facebook und Instagram zu verteilen. Selbstbewusst weckt er sein Handy aus dem Flugmodus und schaut  die Nachrichten durch. Vielleicht raunzt er dem Lehrpersonal ein „Tolle Stunde!“ zu und gönnt sich noch einen kleinen Schluck eiskalte Sprite. Wohoo, was für ein Gefühl.

Nach der Praxis

Du spürst nach und gehst beschwingt nach Hause? Isst gesund und lebst dein Yogileben weiter? Möglich, aber schade.

Der Bad Yogi bestellt eine Pizza, öffnet die gekühlte Dose Bier und prostet den Teetrinkern zu. Er freut sich auf die Splatternacht im Kino um die Ecke und geht seines Weges. Der Po ist echt schon knackiger geworden stellt er begeistert fest.

Zeit an dir zu arbeiten?

Hab ich mir gedacht. Ihr Lieben, wie schaut euer  Bad Yogi Potential aus? Ist Hopfen und Malz verloren oder gibt es einen Silberstreif am Horizont? Eventuell liegen allerdings schon  Osho Bücher und die Baghava Gita auf eurem Nachttisch und Räucherstäbchen im Wohnzimmer. Au weia! Dann schnell los und eine Sprite kaufen. Ich hab eine Batterie im Kühlschrank.

Namaste und Prost!

Silja

PS: Bevor es verstörende Kommentare gibt: Ich liebe mein Yoga-Streberdasein, aber manchmal, in einem ganz stillen Moment überlege ich…was wäre wenn?

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

2 Kommentare

  1. Sina 1 Jahr vor

    Herrlich!!!!Es gibt solche Bad Yogis wirklich!Zumindest findet man das eine oder andere in den Zeilen wieder was einen an die letzte Yogastunde erinnert!?Wunderbar geschrieben!❤️?
    Danke dir fürs schmunzeln!??
    Namaste ?

    • Autor
      Silja 1 Jahr vor

      Danke dir liebe Sina -hihi, ja ich fand auch wir alle haben ein kleines Stück Potential in uns….

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