Ayurveda Retreat – vom Wochenendglück im Rosenberg Kurzentrum

Ayurveda Retreat – vom Wochenendglück im Rosenberg Kurzentrum

Ayurveda Retreat – vom Wochenendglück im Rosenberg Kurzentrum

Ayurveda, diese wunderbar alte Lehre rund um unseren Körper, unser Essen, um die Jahreszeiten und unsere Konstitution, hat es mir seit längerem angetan. Trotzdem bin ich über ein ausbaufähiges Taschenbuchwissen nicht wirklich hinweg gekommen. Wenn man nur liest, selbst enthusiastisch rumprobiert und nicht wirklich umfassend erlebt – dann fehlt irgendwann etwas.  Nun aber, nach meinem ersten Ayurveda Retreat, weiß ich mehr und will heut endlich mal berichten, wie es war und was es mit mir angestellt hat. Denn so ein ganzes Wochenende im Ayurveda Himmel ist noch mal was ganz anderes.

Der Start

Ich beginne mal ganz klassisch am Anfang: Nachdem ich aus der wunderbaren Auswahl  der Homepage die richtige Kur für mich herausgefiltert hatte, ging es an einem kalten Freitag im Februar ins Frankfurt-nahe Birstein. Das kleine Dorf beherbergt eine, mittlerweile gar nicht mehr so kleine, Akademie samt Kurzentrum und ist damit einer der Hot Spots Europas rund um Ayurveda. Mit Bahn und Fahrdienst war trotz dörflicher Idylle das Haus gut zu erreichen und so kam ich am Abend ganz pünktlich zur Kennenlernrunde an. Die erste Aufregung (hat das noch jemand am Anfang von etwas ganz Neuem?) legte sich mit einer herzlicher Begrüßung von Empfang, Kurleitung, meinen freundlichen Kur-Mitstreitern und einer Hausführung.

Das Haus

Wo wir beim Haus wären, was ich als nächstes besichtigen dufte. Eigentlich gibt es zwei Einflüsse hier. Einmal ein wunderschönes, historisches Forsthaus, in dem ein Teil der Gästezimmer, Küche und Essraum, ein kleines, süßes Café und der Shop des Hauses untergebracht sind. Im neueren Kurzentrum liegen die Behandlungsräume, ein lichtdurchfluteter Yogaraum und weitere Gästezimmer. Spannend ist, dass der neuere Gebäudeteil ganz im Sinne der indischen Architekturlehre Vastu Shastra gebaut wurde (von der ich vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt), die eine beruhigende Mischung aus Wärme und Klarheit ausstrahlt. Drumherum liegt ein schöner Garten samt weiter Felder und dann hat es auch noch irgendwann geschneit! Ich war also außer Rand und Band oder, etwas sachlicher formuliert: Es ist wirklich sehr hübsch in Birstein – und lecker!

Das Essen im Ayurveda Retreat

Womit wir bei einem der Dinge wären, die mich einfach umgehauen haben: Kinders! Dieses Essen! Ich meine, ich koche ja schon gerne frisch und gesund – aber in einer solchen Kur? Ich bin ja schon immer aus dem Häuschen, wenn ich nicht kochen, decken oder abdecken muss – sondern mir einfach leckere Dinge vorgesetzt werden. Hier jedoch war es besonders. Die ayurvedische Küche ist nicht nur gut verträglich, sondern sie schmeckt auch so toll. All diese exotischer Gewürze und Mischungen waren ein Erlebnis. Angefangen mit leckeren, süßen und herzhaften warmen Breien am Morgen, über Gemüse in verschiedensten Variationen mit Getreide am Mittag bis zu leckeren Suppen am Abend, wurde bestens für uns gesorgt. Und, ich glaub ich sagte es schon: Alles schmeckte so gut (ich seufze kurz und möchte stolz darauf verweisen, dass ich dem Drang irgendeine Schüssel auszulecken dank Disziplin und Willensstärke widerstehen konnte).

Die Anwendungen in einer Kur

Neben dem Essen gab es natürlich auch noch jede Menge Rahmenprogramm. Also ich habe nicht nur gegessen. Allen voran die Anwendungen. Da ich die sogenannte „AyurPrevent“Kur besucht habe, durfte zu gleich drei wohligen Massagetreatments auftauchen. Am ersten Abend wurden bei „padabhyanga“ Füße und Beine mit warmen Öl massiert, was unglaublich entspannend war und mich sehr müde gemacht hat. Perfekter Schlaf trotz ungewohnter Umgebung (das schafft sonst nur ein gutes Glas Rotwein oder ein sehr langweiliges Hörbuch). Am zweiten Tag gab es die große Ganzkörpermassage „abhyanga“, gefolgt von ein paar Minuten in einer Art Schwitzkasten. Diese ayurvedische Variante der finnischen Sauna spart den Kopf aus (der kühl bleiben soll) und fühlt sich göttlich und ganz schön heiß an.  Nach der Prozedur konnte ich nicht mehr anders, als mich einfach nur selig zu fühlen. Man merkt ja oft erst in der Ruhe, wie nötig man sie hatte, oder? Am Abreisetag folgte noch eine Behandlung nach Wahl ( Rückenmassage ) und ich konnte sehr relaxed die Heimfahrt antreten.

Die Konsultation und Beratung

Was sicher auch daran lag, dass all meine Anwendungen auf mich abgestimmt waren. Denn zur Kur gehörte am frühen Samstag ein langes, persönliches Gespräch mit dem fachkundigen Kurleiter. Nach einer umfassenden Aufnahme meiner Konstitution bekam ich eine ganze Menge konkreter Tipps und Hinweise. So wurde beispielsweise das Öl für die kommenden Behandlungen gewählt, und Lebens- sowie Ernährungstipps gegeben. Da bei mir im Gespräch eine Vata-Pitta ausgleichende Ernährung empfohlen wurde, esse ich als Folge übrigens nun immer noch weniger Brokkoli und lasse das ein oder andere Kohlgericht, saueres Obst und zuviel Rohkost einfach weg.

Rundum Paket

Vor lauter gutem Essen, entspannende Masssagen und dem unvermeidlichen Ausruhen blieb nur ein wenig Zeit für  einen Vortrag rund um  Achtsamkeit und Stressreduktion und eine tägliche, sanfte Yogaeinheit. Zudem habe ich mich in den hauseigenen Shop verliebt. Vor allem wegen der irren Gewürz- und Ölvielfalt.  Ein Teil von mir hofft nun, dass ich, frisch ausgestattet mit Rezeptbüchern und Gewürzen, ähnlich hammermäßig ayurvedisch kochen werde. Räusper. Sagen wir mal so: Ausgestattet bin ich jedenfalls.

Was auf einem Ayurveda Retreat mit einem passiert

Wo wir bei dem Transfer in den Alltag wären. Ich hatte an diesem Wochenende das Gefühl, ganz in Ruhe und Wärme eintauchen zu dürfen. Ganz. Wie, wenn man in einer wohligen Badewanne liegt, nach einem langen, kalten Tag. Angefangen vom Empfang, dem Zimmer und all dem, was ich beschrieben habe, konnte ich spüren, wie ich runter fahre. Eine Menge lieber Menschen kümmerte sich professionell und doch persönlich um alle Gäste und ich habe dabei auch noch so einiges neues über mich erfahren. Zum Beispiel, wie gut mir warmes Wasser als Getränk tut, wie sehr mich warmes Öl entspannt und wie vorteilhaft es ist, wenn man nach einer Behandlung „nachruht“. Die Kunst der Langsamkeit, die in einer solchen Umgebung zwangsläufig Einzug erhält, macht plötzlich achtsamer. Wie schmeckt dieser Brei? Wie dieses Gewürz? Ich hatte das Gefühl, alle Sinne würden nochmal anders wach geküsst. Doch wie holt man sowas in den Alltag?

Warmes Öl und mehr Wasser

Hört sich jetzt vielleicht profan an, aber das ist es gerade. Mein Kopf bekommt nun ab und zu eine warme Ölmassage und ich versuche, nach einer kuscheligen Badewanne oder einer ruhigen Yogaeinheit mehr „nachzuruhen“. Letzteres klappt Zuhause, da will ich ehrlich sein, nur begrenzt. Irgendwie hängt mir hier ein nächster Termin oder das selber kochen (Tse!) ein wenig im Nacken. Warmes Wasser jedoch baue ich weiter ein. Wenn ich es schaffe, ganz Ayurveda-like, sogar 10 Minuten lang abgekocht.

Wann du ein Ayurveda Retreat besuchen solltest

Eigentlich muss man sich nur fragen: Will ich mich ein Wochenende ganz und gar verwöhnen lassen, gesund und lecker essen, in mich einkehren, wohlige Wärme auftanken? Falls ja, dann ist so eine Kur genau das Richtige. Mein Aufenthalt in Birstein hat dafür gesorgt, dass ich mich noch Wochen später aufgetankt gefühlt habe, achtsam und energiegeladen. Daher ein kleiner Tipp: Wer „meine“ Kur erleben will: Es sind zum Beispiel noch ein paar letzte Plätze frei in der Ayurprevent Kur vom 10.-12.8. (APK18.4) oder ihr stromert mal auf der Seite des Rosenberg Ayurveda Gesundheit -und Kurzentrums herum und schaut euch um? Und dazu gibts auch noch Big News:  Im nächsten Jahr wird es ein Yoga & Coaching Retreat mit mir in Birstein geben!  Der Termin steht 29. – 31.3.2019 und ich freu mich sehr und versorg euch mit Infos, sobald ich sie habe!

Was noch ansteht

Neben Retreatplanung und mehr will ich es diese Jahr noch in den Gewürz- und Eventshop AyurSoul in Frankfurt schaffen und außerdem endlich den Onlinekurs von Christina zu Ende machen. Ich bin also immer noch sowas von ayurvedisch motiviert! Und wie ist es bei euch? Wer von euch hat schon Ayurveda Retreat Erfahrung oder plant etwas? Wer schafft es die ayurvedischen Prinzipien in den Alltag zu integrieren? Ich freu ich auf eure Erfahrungen und Tipps!

Alles Liebe,

Silja

PS:

Zu dem Kuraufenthalt wurde ich eingeladen, um das Haus kennen zu lernen und die gemeinsame Zusammenarbeit zu besprechen. Ein ganz herzliches Dankeschön daher an Familie Rosenberg und ihr wunderbares Team.

PPS:

Wer wissen will, welches Buch ich mitgenommen habe:

Wie immer gilt: Das Buch könnt ihr in eurem Buchladen sehr gerne bestellen oder im Onlineshop des Kurzentrums. ( Bei Bestellungen über den Bild-Link profitiere ich ein wenig).

 

Hallo, ich bin Silja. Gründerin von Glücksplanet und Trainerin, Coach, Yogalehrerin, fröhliche Mama von drei Söhnen, glückliche Ehefrau, begeisterte Pflanzenesserin, beseelte Yogaübende. Mein Herz schlägt für Psychologie und Coaching, Yoga und gutes, gesundes Essen. Ich schreibe mit Leidenschaft über alles, was helfen kann ein glückliches, entspanntes und begeistertes Leben zu leben. Mehr findest du auf meiner "Über mich" Seite. Für tägliche Inspiration folge mir auf Facebook oder Instagram.

4 Kommentare

  1. Barbara 2 Monaten vor

    Oh wie schön liebe Silja,
    auf diesen Bericht habe ich schon gewartet😊
    Ayurveda ist sehr spannend!
    Zurzeit ernähre ich mich mehr nach TCM, einfach weil ich da Kontakte habe die mur das Wissen vermitteln. Ayurvedische Ernährung interessiert aber auch. Ist das nicht sigar ähnlich??
    Schön das du so umsorgt wurdest! Macht Lust auf mehr stimmt’s??
    Lieben Dank das du uns teilhaben lässt😘
    Umarmung Barbara

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Barbara,

      ich kenn mich mit TCM noch gar nicht aus. Also keine Ahnung. Im Ayurveda wird viel warm gegessen, darauf geachtet, dass es Süßes, Scharfes, Bitteres, Kühlendes gibt und die Mischung ausgewogen ist und zur Jahreszeit/ Konstitution passt. Das in Kombination mit diesen tollen Anwendungen war einfach der Hammer. Ich kanns nur empfehlen und sehr gerne 🙂 schicke dir liebe Grüße zurück

      Silja

  2. Silva 2 Monaten vor

    Liebe Silja,

    wie schön diesen Bericht zu lesen und das steigert um so mehr meine Vorfreude. Vor 2 Jahren hatte ich gebucht, bin dann aber krank geworden und musste verschieben. Letztes Jahr stand ich auf der Warteliste, leider nicht mehr nachgerutscht. Aber dann dieses Jahr 🙂 Ende September habe ich es nun vor. (ich mag lieber zum Herbst/Winter) hin, damit es sich noch kuscheliger anfühlt ;-))
    Ich habe schon öfter eine Abhyanga Massage gebucht, jetzt mag ich auch endlich mal ein gesamtes Wochenende eintauchen.
    Also, drück mir die Daumen 😉

    Alles Liebe, Silva

    • Autor
      Silja 2 Monaten vor

      Liebe Silva,

      das wird bestimmt klappen! ich wünsch dir ganz viel Freude. Es ist so toll! Und alle Daumen gedrückt!

      Alles Liebe

      Silja

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